Prince of Persia 3 The Two Thrones
Das neuste Abenteuer des Prinzen könnte sein letztes sein. Denn der Wesir will seinen Tod!
Bei den spektakulären Streitwagenpassagen düsen Sie durch die Gassen Babylons.
Am Anfang seines Abenteuers sah er noch sympathisch und jung aus, im zweiten Teil wandelte er sich in einen arroganten Finsterling. Nun, in Prince of Persia: The Two Thrones, besitzt der Hauptdarsteller gleich zwei Persönlichkeiten. Nach den Geschehnissen in Warrior Within kehrt der persische Held zurück in seine Heimat und findet dort das totale Chaos vor.
Bizarre Kreaturen belagern Babylon, quälen die Bewohner und wollen dem Prinzen an den Kragen. Zu allem Überfluss entführen und töten die Invasoren Kaileena, die Wächterin der Zeit. Dies hat gravierende Konsequenzen für den Protagonisten: Seine dunkle Seite, die ohne Zweifel schon im Vorgänger zum Ausdruck kam, übernimmt im Verlauf von The Two Thrones regelmäßig und ohne Einwirkung des Spielers die Kontrolle über den ursprünglich so barmherzigen und tapferen Königssohn. Das sieht nicht nur gut aus, es spielt sich auch fantastisch.
Gespaltene Persönlichkeit
Wie bei David gegen Goliath setzt sich meist der scheinbar Schwächere - hier der Prinz - durch.
Der Anblick des Dunklen Prinzen, wie die Macher das Alter Ego nennen, ist Furcht erregend. Schwarze, verbrannte Haut, diabolische Augen und eine ausgefallene Hochfrisur kennzeichnen den bösen Zwillingsbruder. Dieser besitzt zwar den üblichen Dolch gegen seine Widersacher,kann aber auf eine noch effektivere Waffe zurückgreifen. Während Sie als gewöhnlicher Prinz Feinden die Schwerter und Keulen stibitzen, verfügt der dunkle Prinz über eine mächtige Kette, die ganze Gegnerscharen gleichzeitig zu Staub verwandeln kann.
Insgesamt ist der düstere Gegenpart flinker und stärker, aber auch verwundbarer als der "gute" Prinz. Mehr Details zu den Unterschieden zwischen den beiden Seiten des Hauptcharakters finden Sie im Kasten "Jenseits von Gut und Böse" auf der der nächsten Seite. Um das gesamte Potenzial der Kampfkünste des Prinzen auskosten zu können, empfehlen wir Ihnen, im Vorhinein das Handbuch zu studieren.
Dort finden Sie nämlich sämtliche Spezialangriffe. Das Böse existiert jedoch nicht nur in Form des Alter Egos, sondern auch als Stimme im Kopf des Prinzen von Persien. Diese rät dem Helden regelmäßig, hilfsbedürftige Menschen mit ihrem Leid allein zu lassen und Farrah im Kampf gegen den Wesir nicht zur Seite zu stehen. Andererseits dient die Stimme des Dunklen Prinzen als Hilfestellung zum Beispiel bei Bossgegnern.
Timing ist alles!
Oft ist es empfehlenswert, sich so unauffällig wie möglich zu verhalten, um im richtigen Moment zuschlagen zu können.
Prince of Persia: The Two Thrones führt mit den so genannten Speed-Kills eine weitere Neuerung ein, die uns sehr beeindruckte. "Schnelles Töten" - was sich dezent makaber anhört, präsentiert sich im Spiel ausgesprochen spektakulär. Per Knopfdruck aktivieren Sie die zahlreichen Speed-Kill-Sequenzen, bei denen genaues Timing gefragt ist. Das Prinzip ist einfach erklärt: Stoßen Sie auf nichts ahnende Feinde, ist die direkte Konfrontation nicht die einzige Möglichkeit der Konfliktbewältigung.
Sie können sich, ähnlich wie Sam Fisher in Splinter Cell, von hinten anschleichen oder aus sicherer Höhe zum Beispiel auf das Genick des Gegners hechten. Dabei gilt es, im richtigen Moment mit dem Dolch zuzustechen. Geschieht dies nicht, kann der Gegner seinen Angriff abschmettern, ihn zu Boden werfen und seine Kollegen um Hilfe bitten. Die Speed-Kills kommen jedoch auch bei den zahlreichen Bossen zum Einsatz.
So müssen Sie beispielsweise dem korpulenten Zwischenboss Klompa erst auf den Nacken springen, das Messer auspacken und ihm das Augenlicht rauben, bis er wild herumirrend durch die Arena stampft und weitere Treffer kassieren kann. Was sich kompliziert anhört, ist in The Two Thrones äußerst einfach gelöst. Schon nach wenigen Malen haben Sie den Dreh heraus und erfreuen sich an den eindrucksvollen Animationen.

