Prince of Persia 3: Two Thrones
Das nächste Prince-Comeback schließt die Story der Trilogie ab und beschert eine vielseitige Kampf- und Hüpf-Mischung aus 1001 Nacht.
Der Dark Prince beherrscht exklusive Peitsch- und Grapschtechniken.
Hätte Jordan Mechner sich 1989 den Prince of Wales als Spielehelden ausgeguckt, wäre daraus wohl eine wenig erfolgreiche Öko-Landwirtschaftssimulation mit gelegentlichen Skiurlaubs-Actionsequenzen geworden. Aber der märchenhafte Prince of Persia war gottlob mit aufregenderen Abenteuern beschäftigt.
Die Schurkenbekämpfung und Fallenumgehung wurde vor ein paar Jahren von Ubisoft spektakulär in die 3D-Neuzeit befördert und von Episode zu Episode spielerisch erweitert. Nach dem charmanten Sands of Time und dem grobschlächtigen Warrior Within folgt nun mit Prince of Persia: Two Thrones ein abwechslungsreicher Abschluss der Story-Trilogie.
Im Mittelpunkt stehen akrobatische Manöver und Verrenkungen, die Lara Croft neidisch erröten lassen würden. Unser Prinz läuft Wände entlang, springt wie ein junger Gott und kraxelt an schmalsten Mauervorsprüngen entlang. Die von Invasoren gepeinigte Heimatstadt Babylon sorgt für hübsch ausgeleuchtete Innen- und Außenlevels, in denen sich zu Monstern mutierte Söldner tummeln.
Wer das Auswendiglernen von Nahkampfkombos anstrengend findet, kann sich durch listige Anschleichumwege unbemerkt in Positionen begeben, die Überraschungsattacken erlauben. Hier genügen Ein-Tasten-Manöver zum Ausführen spektakulärer Abmurks-Animationen, doch die sind ohne gutes Timing zum Scheitern verurteilt.
Für neue Kampfkraft sorgt auch die Verwandlung unseres Helden in den Dark Prince, quasi eine schlecht frisierte Inkarnation seiner negativen Charaktereigenschaften. Der schwingt nicht nur einen Dolch, sondern peitscht auch kess mit der Kette, um Widersacher zu würgen oder Plattformen zu ergreifen. Ob letztendlich der gute Prinz den Thron besteigt oder sein finsteres Alter Ego, wird am Ende der linearen Handlung geklärt.

