Brillant oder alter Hut?
Prey
wartet für einen Shooter mit einigen erfrischenden Ideen auf. Das gewöhnlichste an dem Spiel ist gerade noch die Hintergrundgeschichte, die wohl so jeder schon gehört hat. Kurz zusammengefasst wird der Held mit Familie von bösen Aliens entführt. Wer das nun zum Gähnen findet, dem sei gesagt: Dank einiger origineller Kniffe strickten die Entwickler der Human Head Studios trotzdem daraus ein interessantes Erlebnis. Von "Das da sind die Bösen, hier ist die Waffe, räche uns..." ist das glücklicher weise weit entfernt.
Eindrucksvoll...
Schon der Einstieg ist sehenswert. Tommy, der spätere Held wider Willen, steht in einer schäbigen Bar in einem Indianerreservat. In einem Monolog erfährt der Spieler mehr über die Vergangenheit des Protagonisten, dessen Geliebte und seine derzeitigen Probleme. Das macht den Charakter lebendig. Als unten betrunkene Gäste randalieren, schreitet er ein und bringt die Rabauken mit seiner Rohrzange zur Räson. Plötzlich erhellt ein gleißendes Licht die Nacht, krachend hebt sich das Dach vom Haus und sämtliche Personen werden gen Himmel teleportiert.
...aber zu hart?
Kurz darauf erwacht Tommy samt Freundin Jen und dem Großvater gefesselt auf einem Alien-Raumschiff, hoch über der Erde. Tommy kann sich befreien, doch die beiden anderen werden abtransportiert, quasi als Beute (=Prey) der Außerirdischen. Ähnlich wie bei Quake 4 werden die Menschen hier anscheinend zu Futter verarbeitet, gequält und teils für Experimente missbraucht. Hier spielen sich einige ziemlich deutliche Gewaltszenen ab. Gut, das Spiel ist für Erwachsene. Trotzdem hätte auch eine Stufe milder genügt, um die gleiche Atmosphäre zu erzeugen. So wirkt es etwas zu übertrieben und aufgesetzt.
Was Prey sonst noch an glänzenden Ideen enthält, erfahren Sie in unseren weiteren Artikeln der Themenwoche. Morgen: Leitern ade - ohne Kraxelhilfen geht es auch.


Na ja, liegt wohl auch den extremst hohen Entwicklungskosten - zum anderen denke ich, dass die Entwickler wohl irgendwann an einen Punkt kommen, wo dir einfach die Ideen ausgehen. Ich…