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  • Prey-Vorschau: Als Klopapierrolle im Kampf gegen Aliens
    Quelle: Bethesda

    Prey in der Vorschau: Wir haben das vielversprechende Sci-Fi-Shooter-RPG erneut bei Bethesda angespielt

    Fiese Außerirdische, futuristische Technik und viele spielerische Freiheiten: Arcane Studios legt nach Dishonored 2 nach und liefert erneut einen spannenden Mix aus Stealth, Shooter und Science-Fiction. Wir legten ein zweites Mal bei Prey Hand an und probierten die dritte Mission der Kampagne gleich mehrfach aus. Was wir dabei erlebten, erfahrt ihr in der Preview!

    Wenn wir eins aus unserer ersten Anspielrunde mit Prey gelernt haben, dann dass Arcanes Actionspiel kein typischer Ego-Shooter ist. Vielmehr orientiert sich das Team sichtlich an Dishonored 2 und setzt in dem verstörenden Sci-Fi-Abenteuer auf spielerische Freiheiten und garstig-clevere Aliens. Auch der zweite Besuch auf der vor sich hin siechenden Station Talos I zehrte an den Nerven, zeigte aber auch, wie sehr wir uns auf Prey freuen dürfen.

    Kein Spiel für Draufgänger

          

    Die ersten Spielminuten auf der Laborebene von Talos I erinnern an Half-Life 2. Nur schwach ausgerüstet schleicht Morgan Yu durch die Gänge - die Gloo-Kanone und den Schraubschlüssel im Anschlag. Alles wirkt zunächst friedlich. Doch die Ruhe ist trügerisch. Wo einen andere Spiele mit Gegnerwellen überrollen, da setzt Prey auf ein unterschwelliges Gefühl der Unsicherheit. Die so genannten Mimics - schwarze Tintenfisch-Aliens - tarnen sich geschickt und verwandeln sich in Sekundenbruchteilen in Umgebungsgegenstände. Beim Betreten der ersten Räumlichkeiten hören wir immer wieder leises Tippeln. Doch wir sehen nichts. Schnell werden wir paranoid. Ist dieser Stuhl dort vielleicht ein Alien? Oder diese Tasse dort?

    19:43
    Prey: Ausführlicher Video-Walkthrough von der PlayStation Experience (O-Ton)
    Spielecover zu Prey (2017)
    Prey (2017)


    Die Angst kommt nicht von Ungefähr. Morgan Yu - egal, ob wir ihn als Mann oder Frau spielen - erweist sich in der Probierversion als arg zerbrechlich. Eine Attacke der Mimics richtet beträchtlichen Schaden an und trübt zudem die Sicht. Umzingeln uns die Biester, hilft wildes Schwingen des Schraubenschlüssels nicht. Einzig die Flucht bleibt eine probate Lösung. Der erste Bildschirmtod ereilt uns in einer schäbigen Toilette. Ein mannshohes Phantom überrascht uns, beschießt uns mit Psi-Explosionen und durchbohrt uns mit einem Tentakel. Schade.
    Durch das Scannen lebendiger (!) Kreaturen schalten wir neue Fähigkeiten auf den drei Alien-Talentbäumen frei. Durch das Scannen lebendiger (!) Kreaturen schalten wir neue Fähigkeiten auf den drei Alien-Talentbäumen frei. Quelle: PC Games

    Kenne deinen Feind

          

    Langsames Vorgehen ist gerade in dieser ersten Phase des Spiels eine gute Entscheidung. So erweist sich die Gloo-Kanone als Multifunktionswaffe der Wahl. Mit ihr kleben wir die Typhon-Biester vorübergehen fest und setzen echte Wirkungstreffer. Häufiges Wechseln zwischen der Schleimwumme und anderen Waffen gehört in Prey zum guten Ton und ist Teil der durchaus taktischen Spielerfahrung. Das Tempo ändert sich, als wir das Psychoskop entdecken. Mit diesem Helm scannen wir andere Lebewesen und sammeln so Informationen über sie. Das System zeigt beispielsweise Schwächen und Immunitäten an. Als Trockenübung untersuchen wir einige in Containern eingesperrte Phantoms. Die Biester zucken bei EMP-Granaten nicht mal mit der Wimper, sind aber anfällig für die Geschosse der Gloo-Kanone.

    Offensichtlich wollte jemand den Mimic mit einer Rohrzange im Klo runter spülen. Spoiler: Gleich wird's ekelig. Offensichtlich wollte jemand den Mimic mit einer Rohrzange im Klo runter spülen. Spoiler: Gleich wird's ekelig. Quelle: PC Games Die Arcane Studios koppeln die Scan-Funktion an das Rollenspielsystem. Neue Talente schalten wir grundsätzlich mit Hilfe von Neuromods auf. Während die drei menschlichen Talentbäume Wissenschaftler, Technik und Sicherheit bereits von Beginn an frei zugänglich sind, aktivieren wir die fortgeschrittenen Fertigkeiten der drei Alien-Talentbäume Energie, Verwandeln und Telepathie erst durch das Scannen bestimmter Kreaturen. Wer sich also beispielsweise in eine Rolle Klopapier verwandeln möchte, der muss erst zwei Mimic-Kreaturen scannen. Wichtig: Morgan Yu gewinnt nur aus lebendigen Kreaturen wichtige Infos und jedes Versuchskaninchen liefert lediglich einen Datensatz. Die Auswahl der aktivierten Talente beeinflusst, wie die Station auf Morgan reagiert. In der dritten Mission spielt das noch keine Rolle. Wir benutzen umher fliegende Wartungsroboter zum Auffüllen von Lebens- oder Schildenergie und setzen sogar kleine Geschütze ein. In späteren Missionen aber würden die Mini-Türme uns attackieren, sofern wir zu viele Alien-Talente besitzen.

    Das Psychoskop selbst verfügt zudem über verschiedene Sockel für Chipsätze. Mit diesen verbessern wir die Fähigkeiten des Sichtmodus. Allerdings sind diese Extras rar gesät. In den verschiedenen Durchgängen mit der Vorschauversion entdeckten wir lediglich zwei: Mit dem MimicDetector zeigt das Gerät die kleinen Quälgeister automatisch an. Mit dem Temposcan beschleunigen wir das Abrufen der Informationen. Zu Beginn besitzt das Psychoskop zwei Chip-Sockel, sechs weitere lassen sich offenbar freischalten. Wie, war aus der Ein-Level-Demo noch nicht ersichtlich.
    Allzweckwerkzeug: Mit der Gloo-Kanone verkleben wir kurzerhand diese Gasrohre. Allzweckwerkzeug: Mit der Gloo-Kanone verkleben wir kurzerhand diese Gasrohre. Quelle: PC Games

    Leben oder Tod?

          

    Prey beweist im weiteren Verlauf der Mission vor allem seine Vielseitigkeit. Für jedes Problem gibt es gleich mehrere Herangehensweisen. An einer Stelle treffen wir beispielsweise auf einen inhaftierten Straftäter. Er lockt uns mit dem Zugangscode zur Waffenkammer. Eine neue Alien-Fertigkeit: Mit der Psi-Explosion jagt Morgan Typhons in die Luft. Eine neue Alien-Fertigkeit: Mit der Psi-Explosion jagt Morgan Typhons in die Luft. Quelle: PC Games Zugleich aber blättern wir seine Akte durch und erfahren, dass er etwa wegen Menschenhandels verurteilt wurde. In diesem Fall entscheiden wir über Leben und Tod. Über einen Terminal können wir Mimic-Aliens in seinen Glaskäfig lassen und diese im Anschluss extrahieren. Bedeutet: Wir erhalten problemlos sehr wertvolle Rohstoffe. Wir könnten ihn aber auch frei lassen und hoffen, dass er wirklich den Code zur Waffenkammer besitzt. Oder wir nutzen die Verwandlungsfertigkeit und schleichen uns als Tasse durch den schmalen Eingang der Waffenkammer und plündern sie selbst. In diesem Fall stellt Prey die eigene Moral auf den Prüfstand. Wir entscheiden, wie Morgan Yu vorgeht und spüren laut Arcane Studios im Verlauf die Konsequenzen.

    Diese Freiheiten unterstreicht Prey in seinem übrigen Spieldesign. Die Areale gestalten sich extrem weitläufig und bieten reichlich Sammelgegenstände. Schrott und doppelte Waffen recyclen wir im Fabricator. Die gewonnen Rohstoffe setzen wir an der Constructor-Werkbank ein und bauen Erste-Hilfe-Kästen, Munition oder sogar Neuromods. Bedeutet im Klartext: Wer fleißig sammelt, der bekommt auch schneller neue Talente hinzu.

    10:58
    Prey: Die PCG-Leser spielen den Bethesda-Shooter - Video-Reportage
    Spielecover zu Prey (2017)
    Prey (2017)

    Das Arsenal erwies sich dagegen - zumindest in Puncto Schusswaffen - noch als vergleichsweise konventionell. In der Waffenkammer entdeckten wir lediglich eine Schrotflinte. Interessanter erschienen dagegen die verschiedenen Granatentypen: Mit dem Köder etwa locken wir Typhon-Kreaturen an und versetzen sie kurzfristig in eine Art Trance. Die Rohstoff-Granate saugt Widersacher ein und verwandelt sie für einige Momente in handliche Ressourcen. Ballern wir zu wild durch die Gegend, entzünden wir sogar Benzinpfützen oder durchbrechen Gasleitungen. In solchen Fällen kommt erneut die Gloo-Kanone zum Einsatz, mit der wir Feuer löschen, Elektrokästen isolieren und später sogar Rotoren aufhalten.

    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von Neawoulf Erfahrener Benutzer
        Auch wenn mir dieses Namens-Recycling eigentlich total sauer aufstößt, weil es einfach nix mehr mit dem original Prey zutun hat ... das Ding könnte richtig gut werden.
      • Von solidus246 Erfahrener Benutzer
        Zitat von JBT
        Ich liebe dieses Game jetzt schon, es vereint alle meine lieblings Shooter (HL, Dishonored, Prey und Bioshock). Der HAMMER!!
        Genau dies war auch mein erster Gedanke. Das Leveldesign ist unglaublich gut und vielseitig. An jeder Ecke gibt es was zu entdecken, viele Dinge sind…
      • Von JBT Erfahrener Benutzer
        Ich liebe dieses Game jetzt schon, es vereint alle meine lieblings Shooter (HL, Dishonored, Prey und Bioshock). Der HAMMER!!
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1225660
Prey (2017)
Prey in der Vorschau: Wir haben das vielversprechende Sci-Fi-Shooter-RPG erneut bei Bethesda angespielt
Fiese Außerirdische, futuristische Technik und viele spielerische Freiheiten: Arcane Studios legt nach Dishonored 2 nach und liefert erneut einen spannenden Mix aus Stealth, Shooter und Science-Fiction. Wir legten ein zweites Mal bei Prey Hand an und probierten die dritte Mission der Kampagne gleich mehrfach aus. Was wir dabei erlebten, erfahrt ihr in der Preview!
http://www.pcgames.de/Prey-2017-Spiel-57339/Specials/Klopapierrolle-im-Kampf-gegen-Aliens-1225660/
13.04.2017
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2017/04/Prey_ingram_compressed_1491510766-pc-games_b2teaser_169.jpg
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