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Pool of Radiance 2: Ruins of Myth Drannor (PC)

Release:
13.12.2001
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Ubisoft

Kampflastiges Rollenspiel der alten Schule

21.11.2001 04:50 Uhr
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Neu
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Ein unvorsichtiges Öffnen der zahlreichen Truhen endet oftmals in tückischen Fallen. Ein unvorsichtiges Öffnen der zahlreichen Truhen endet oftmals in tückischen Fallen. Es fängt viel versprechend an: Vier wackere Recken machen sich auf in Richtung Myth Drannor, jener sagenhaften Elfen-Stadt, in der ein neuer Pool of Radiance Angst und Schrecken verbreitet. Diese Quelle des Bösen verwandelt unbescholtene Bürger mir nix dir nix in willenlose Untote und wird von einer unheimlich mächtigen Macht kontrolliert. Ihre Aufgabe ist klar umschrieben: Hingehen, aufräumen und den Tümpel versiegeln. So weit zur Story. Ehrlich. Mehr kommt da in den ersten 20 Stunden nicht. Alle Jubeljahre darf ein NPC mal seinen Senf abgeben, aber mehr als schmückendes Beiwerk haben die selten zu erzählen. Zunächst hält Sie nichts - aber auch gar nichts - von Ihrem eigentlichen Job ab: hordenweise Monster plätten.
Dazu bedienen sich Ihre Helden den Regeln der dritten Dungeons & Dragons-Ausgabe. Die kommt neuerdings ohne den "Advanced"-Zusatz aus und unterscheidet sich ganz erheblich von ihren Vorgängern, die in Baldur"s Gate und Co. Verwendung fanden. Umlernen ist also bereits bei der Charaktererschaffung angesagt und dabei hilft ein Blick in das sehr ordentliche Handbuch. Was dort allerdings verschwiegen wird: Die Entwickler von Stormfront haben das D&D-Regelwerk teilweise recht fröhlich dem Spiel angepasst. Das reicht von frustrierenden Änderungen im Erfahrungspunktesystem (Ihre Charaktere steigen wesentlich langsamer auf, als die Originalregeln vorsehen) bis zum Fehlen von Charakterklassen wie Druiden und Barden. Wählen dürfen Sie aktuell aus sechs Rassen und acht Klassen und wer denkt, dass wenigstens die ausbalanciert wären, ist auf dem Holzweg. In der Praxis ist ein Barbar jedem Kämpfer haushoch überlegen und die Vorteile eines Diebes werden dadurch zunichte gemacht, dass der Bursche sich nicht weiter als einen Bildschirm von der eigenen Party entfernen darf.
Herz und Seele von Pool of Radiance 2 sind die Kämpfe. Die laufen rundenbasiert ab und können bei entsprechender Gegnerzahl auch schon mal ausufern. Während Ihre Magier und Kleriker mit mehr als 90 toll animierten Zaubersprüchen um sich werfen, bedienen sich die Nahkämpfer verschiedenster Spezialfähigkeiten, die bei jedem Levelanstieg erweitert werden. Dank dem D&D-Background gehört eine ordentliche Portion Taktik zum guten Ton - wer sich mitten im Kampf zum Rückzug entschließt, muss eben damit leben, dass der Gegner einen "Freischlag" erhält. Möglicherweise erhalten die Monster aber noch mehr - nämlich einen unfairen Vorteil. Was in den einschlägigen Foren schon diskutiert wird, sticht auch im Test negativ ins Auge: Die Kerle scheinen bei Treffer- und Rettungswürfen zu cheaten. Geht es in der Oberwelt noch vergleichsweise dezent zur Sache, bleibt Ihnen in den Dungeons kaum Zeit zum Luftholen. Monster, so weit das Auge reicht. Gänge, so weit das Auge reicht. Und noch viel weiter, denn: Die Höhlensysteme sind riesig. Alleine für den ersten Dungeon-Level des Spiels können Sie gut und gerne zehn Stunden einkalkulieren.

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
70 %
Leserwertung
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21.11.2001 04:50 Uhr
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