pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

Politik

Zweifel an ACTA: EU-Kommission lässt Urheberrechtsabkommen prüfen

22.02.2012 16:02 Uhr
|
Neu
|
Das umstritten Urheberrechtsabkommen ACTA soll juristisch überprüft werden. Die EU-Kommision möchte das Gesetz dem Europäischen Gerichtshof vorlegen, um zu überprüfen, ob es gegen Grundrechte der EU-Bürger verstößt.

Die Proteste gegen ACTA scheinen vorerst erfolgreich zu sein. Die EU-Kommision will das Gesetz nun juristisch prüfen lassen. Die Proteste gegen ACTA scheinen vorerst erfolgreich zu sein. Die EU-Kommision will das Gesetz nun juristisch prüfen lassen. Bei der EU-Kommission keimen Zweifel über das umstrittene Urheberrechtsgesetz ACTA auf. Sie will das Abkommen nun dem Europäischen Gerichtshof vorlegen, um zu überprüfen, ob es eventuell gegen Grundrechte der EU-Bürger verstößt. Schon vor einer Woche hatte Justizkommissarin Viviane Reding Bedenken an ACTA geäußert und eine Überprüfung vorgeschlagen. Eine schnelle Ratifizierung von ACTA scheint damit vorerst vom Tisch.

Die Prüfung von ACTA kann sich nämlich über mehrere Monate oder gar Jahre hinziehen. Auch die für Juni geplante Abstimmung zu ACTA kann somit nicht stattfinden. ACTA kann erst inkraft treten, wenn es sowohl von den Landesparlamenten sowie vom Europaparlament ratifiziert ist. Die zahlreichen Proteste gegen das Anti-Piraterie-Abkommen scheinen also - zumindest vorerst - erfolgreich zu sein.

Kritiker fürchten vor allem. dass ACTA zur Zensur im Internet eingesetzt werden kann. Länder wie Polen und Tschechien teilten diese Bedenken und setzten daher ihre Ratifizierung aus. Auch Deutschland reagierte auf die Proteste. Zwar unterstützt die Bundesregierung offiziell noch ACTA, das Justizministerium um Leutheusser-Schnarrenberger meldete hingegen Bedenken an dem Urheberrechtsabkommen an.

Daniel Herbig
Erfahrener Benutzer
22.02.2012 16:02 Uhr

Verwandte Artikel

105°
 - 
Auf unserer Suche im Internet sind wir auf spannende Neuregistrierungen gestoßen. Verschiedene Publisher haben sich bereits die Rechte an Web-Domains zu Half-Life 3, Mirror's Edge 2, Command & Conquer 5, Assassins Creed 3 und viele mehr gesichert. Was verbirgt sich dahinter? mehr... [5 Kommentare]
80°
 - 
Der DNS-Changer macht die Runde und die Website dns-ok.de war in den vergangenen Tagen gut besucht. Doch was ist der DNS-Changer, wer steckt dahinter, wer betreibt dns-ok.de, was kann man bei einer Infektion tun und wie viele Leute sind betroffen? mehr... [0 Kommentare]
78°
 - 
Ein Impressum war auf der abgeschalteten Kino.to-Website nicht zu finden. Deswegen wurde das Land Sachsen nun von Kölner Medienanwälten auf Initiative eines Internetportals abgemahnt. Die Initiatoren möchten damit ein Statement gegen den ihrer Meinung nach in Deutschland grassierenden Abmahnwahn vornehmen. mehr... [1 Kommentar]
72°
 - 
Die Stiftung Warentest hat von 63 geprüften Apps 23 Programme als bedenklich eingestuft, was den Datenschutz angeht. Neun wurden sogar als kritisch eingestuft. Vor allem das unverschlüsselte und teilweise auch unnötige Übertragen von persönlichen Daten stößt den Testern sauer auf. mehr... [0 Kommentare]
60°
 - 
[Erinnerung: Nur noch 2 Tage!] www.dns-ok.de hilft gegen DNS-Changer: Mehr als 7 Millionen Menschen haben www.dns-ok.de bereits aufgerufen, um zu überprüfen ob ihr Rechner mit dem DNS-Changer infiziert ist. Mit dns-ok.de erfährt man sofort, ob der eigene PC befallen ist oder nicht. Derweil wächst die Angst, die Bundesregierung könnte darüber den Bundestrojaner auf die PCs schmuggeln. mehr... [26 Kommentare]