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  • Missionarischer Multiplayer-Shooter im Lichtschein der Halogenlampe

    Trügerisches Panorama. Trotz der friedlich anmutenden Landschaft kennt dieser Soldat nur seine Befehle. Das Nachtsichtimplantat illuminiert dabei seinen Helm und macht ihn zu einer leichten Beute für zielsichere Schützen. Trügerisches Panorama. Trotz der friedlich anmutenden Landschaft kennt dieser Soldat nur seine Befehle. Das Nachtsichtimplantat illuminiert dabei seinen Helm und macht ihn zu einer leichten Beute für zielsichere Schützen. Wenig magisch, dafür umso manischer soll es in Planetside zur Sache gehen: Anstatt als anonymer Kämpfer auf dem Weg zum "King Of The Kill" jeden Mitspieler als Punkte bringende Zielscheibe zu betrachten, sollen in Verants jüngstem Projekt taktische und kooperative Aspekte im Vordergrund stehen. Grund zur Grüppchenbildung besteht allemal, ist doch die gesamte Welt eine lebensfeindliche Kriegszone, die drei rivalisierende Imperien gerne unter ihre Kontrolle bringen möchten. Selbstredend gilt es, einem der Machtblöcke beizutreten und den Charakter mit kybernetischen Implantaten auszustatten. Diese Wahlmöglichkeiten dienen nicht nur rein dekorativen Zwecken, sondern wirken sich direkt auf den Spielverlauf aus. Denn anders als in herkömmlichen Online-Scharmützeln besteht Planetside aus einer sich ständig verändernden virtuellen Welt - Everquest und Halo lassen grüßen.
    So wird man nicht einfach an einem Respawn-Punkt in das Spiel geworfen, sondern findet sich in einem Apartment mit Panoramablick auf das Schlachtfeld wieder. In diese Oase der Ruhe zieht man sich auch zurück, um das Spiel wieder zu verlassen. Rollenspieltypisch werden dabei die vollbrachten Heldentaten und die Zahl der erkämpften Creditchips auf dem Server gespeichert. Gleiches gilt für den Grad der Verwüstung des Planeten: Einmal zerstörte Gebäude, Brücken oder Stützpunkte bleiben als beständiges Mahnmal erhalten, neue Bauruinen können während der Abwesenheit des Spielers aber durchaus hinzukommen.
    Geradezu untypisch ist der missionsbasierte Spielablauf, der über Gedeih und Verderb des Imperiums entscheiden und gleichzeitig das Teamplay forcieren soll. Um den gegnerischen Kontinent zu okkupieren, müssen zunächst Regionen erobert und befestigt werden. Dabei bewegt man sich - ähnlich wie in Tribes - größtenteils über die Planetenoberfläche, wobei sich Kommandozentralen, Radarstationen oder Tempelanlagen betreten lassen und mit ihren verwinkelten Gängen zum hinterhältigen Shootout einladen.
    Der Clou an der Sache ist die Koordinierung aller Kämpfer innerhalb einer Region: Wurde eine Stellung eingenommen, sollte im Idealfall sofort ein Truppenverband bereitstehen, der das Gebäude absichert und etwaige Rückeroberungsversuche im Keim erstickt. Kommunikation und Zusammenarbeit bilden somit das Rückgrat eines erfolgreichen Feldzuges. Passionierte "Player Killer" und andere Spielspaß-Anarchisten dürften schnell von allen drei Fraktionen gleichzeitig durchsiebt werden.
    Bei einem so großen Spielareal sind motorisierte Transportmittel unerlässlich, möchte man nicht stundenlange Gewaltmärsche über sich ergehen lassen. Praktischerweise stehen neben Jeeps und Mannschaftstransportern auch diverse Fluggeräte bereit, die eine komplette Einheit schnurstracks an ihren Einsatzort befördern. Natürlich können sämtliche Vehikel manuell gesteuert werden. Wer hierbei als Erster den Steuerknüppel erreicht, darf gegenüber den Kameraden seine Straßen- und Flugverkehrstauglichkeit unter Beweis stellen. Trotzdem bleibt Vorsicht geboten, denn allzu heftige Kollisionen mit Hindernissen schaden nicht nur der Truppenmoral, sondern auch dem Zustand der Fahrzeuge. Und wer möchte schon gerne im Feldlazarett enden, bevor er überhaupt die Frontlinie zu Gesicht bekommen hat?
    Jenseits aller taktischen Finessen wird auch einiges für das Auge geboten. Verschneite Landschaften, grasbewachsene Hügel oder zerklüftete Felslandschaften - die verwendete Grafik-Engine hinterlässt bereits in diesem frühen Entwicklungsstadium einen guten Eindruck. Selbst Witterungseinflüsse wie plötzlich einsetzender und die Sichtverhältnisse verschlechternder Regen haben bereits einen festen Platz im Programmcode gefunden. Mit der visuellen Qualität Halos kann sich Planetside zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht messen.

  • Planetside
    Planetside
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Verant Interactive
    Release
    19.05.2003
    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von ProjectEgo
        Ich werde mir Planetside auf jeden Fall kaufen!
        Die Grafik finde ich genial und das was in der PC Games steht macht mich schon jetzt ganz heiß!
        Das einzige was mich stört ist das man im Monat eine Monatsgebühr bezahlen muß!
      • Von Greg
        Ich freu mich jetzt schon auf Planetside,weil die Grafik einsame spitze aussieht und weil die Gegner- und Waffenskils jetzt schon super aussehen.
      • Von _Solo_
        - Online-Gaming scheint endlich deutlich teamlastiger zu werden. Mir soll es Recht sein, wurde spätestens nach Counterstrike das ewig gleiche Multi-aber-doch-irgendwie-Sinlge-Deatmatch-Gefragge etwas langweilig.


        Stimmt absolut irgendwie rennen in Counterstrike doch alle allein durch die Gegend ...…
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Planetside
Missionarischer Multiplayer-Shooter im Lichtschein der Halogenlampe
http://www.pcgames.de/Planetside-Spiel-27857/News/Missionarischer-Multiplayer-Shooter-im-Lichtschein-der-Halogenlampe-6804/
06.04.2001
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2001/11/6506Planetside_1.jpg
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