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  • Pillars of Eternity: Backer-Beta des Oldschool-RPGs von Obsidian gespielt

    Pillars of Eternity (Beta): Steht uns mit dem Oldschool-RPG von Obsidian ein neues Baldur's Gate ins Haus? Quelle: Obsidian

    Pillars of Eternity ist der Hoffnungsträger für Rollenspiel-Fans, die sich schon lange einen würdigen Nachfolger zu Genre-Klassikern wie Baldur's Gate, Icewind Dale, Planescape: Torment und Co. wünschen. Am 18. August 2014 startete für die Backer des Crowdfunding-Projektes eine lauffähige Betaversion. Auch wir waren mit am Start und haben uns ausgiebig in Pillars of Eternity umgeschaut.

    Die Spieler-Kundschaft bei Crowdfunding-Projekten möglichst früh mit ins Boot zu holen, zahlte sich schon bei vergangenen Rollenspielveröffentlichungen wie etwa Might & Magic X: Legacy oder dem jüngst erschienenen Divinity: Original Sin mehr als aus. Die Entwickler bekommen so aus erster Hand Stärken und vor allem Schwächen ihrer Projekte mitgeteilt und können das Spiel entsprechend verfeinern. Für Entwickler Obsidian Entertainment hat mit dem Release der Backer-Beta von Pillars of Eternity genau diese Phase im Projekt begonnen. Wir haben uns daher mal die Steam-Version der Beta genauer angesehen, um euch unsere Eindrücke vom aktuellen Zustand des Rollenspiels zu schildern.

    Alles beim Alten?

    Pillars of Eternity (Beta): Gekämpft wird in Echtzeit, auf Wunsch pausierbar und - neu - mit Ultra-Zeitlupe. Pillars of Eternity (Beta): Gekämpft wird in Echtzeit, auf Wunsch pausierbar und - neu - mit Ultra-Zeitlupe. Quelle: Obsidian Nach der Installation der Steam-Beta von Pillars of Eternity (PoE), die übrigens nichts mit der finalen DRM-freien Version des Spiels zu tun hat, starten wir direkt und unverblümt mit dem reichhaltigen Charakter-Editor. Dieser lässt sich in einer schon weit übersetzten deutschen Version nutzen. Die Bedienung weckt sofort Erinnerungen an klassische AD&D-Spiele. So blicken wir ins Antlitz bekannter Spielvölker, wie etwa Menschen, Zwerge, Elfen - soweit nix neues. Am interessantesten finden wir die "Göttlichen" und die "Aumaua", die eine Prise Exotik ins Spiel bringen. Je weiter wir bei der Charaktererstellung vorankommen, desto mehr fallen uns Details auf, welche die zugrunde liegende "RPG-Lore" im Spiel tiefgründig erscheinen lassen.

    Für jedes Volk existieren Unterarten und Kulturhintergründe, jeweils mit eigenen Boni. Hier findet man keine oberflächlich dahingerotzten 0815-Figuren - so macht die Erstellung der eigenen Heldenfigur doch gleich richtig Spaß. Allerdings sorgt das Fehlen jeder Hilfestellung dafür, dass man gerade als Einsteiger überfordert sein könnte. Zum Glück gibt es schon eine wachsende Wiki zum Spiel, die sich zu Rate ziehen lässt. Die speziell in der Beta vorhandenen und reichlich bemessenen Attributspunkte sorgen dafür, dass wir unseren Stufe-1-Helden sofort nach Spielstart auf Level 5 hieven, um gleich neue Skills und Zauber anwenden zu können. Uns zur Seite stehen vier automatisch erstellte Begleiter, ein Krieger, eine Diebin, eine Priesterin, ein Magier - Standard-Kompagnons.

    Das ist doch Baldur's Gate 2 in HD, oder nicht?

    Pillars of Eternity (Beta): Beim Level-Up lernen wir neue Fertigkeiten. Pillars of Eternity (Beta): Beim Level-Up lernen wir neue Fertigkeiten. Quelle: Obsidian Der Spielstart der Beta findet in der Region Dyrwood statt, genauer gesagt im kleinen Dorf Dyrford Village. Dazu gesellen sich ein paar Quest-Regionen, die es den Beta-Spielern erlauben sollen, bis ca. Stufe 8 aufzusteigen. Vor Spoilern braucht man sich jedoch nicht zu fürchten. Der Content der Beta berührt in keinster Weise die Hauptgeschichte, und auch die uns zur Seite gestellten Charaktere haben nichts mit den Begleitern in der Story des fertigen Spiels zu tun - sehr löblich.

    Als wir uns ins Dorf hineinbewegen, staunen wir nicht schlecht - im positiven Sinne. Quasi die ganze Menügestaltung, die genutzten Icons, Porträts, Cursor, Journal, Inventar - das alles erinnert so dermaßen an den guten alten Baldur's Gate-Ahnen - pures Retro-Feeling. Und doch besitzt Pillars of Eternity feine Unterschiede.

    Pillars of Eternity in der Video-Preview

    07:31
    Pillars of Eternity: Unsere Eindrücke zur Betaversion im Video
    Spielecover zu Pillars of Eternity
    Pillars of Eternity

    Einiges zu tun, viel zu lesen - die Quests in Pillars of Eternity

    Die Dialoge, die wir bislang erleben durften (ohne Sprachausgabe), fühlen sich an wie bei Planescape: Torment, fächern auf, und bieten vom Skill abhängige Antwortmöglichkeiten. Lügen, Diplomatie, etc sind mit an Bord - und spielerisch wirksam. Damit lässt es sich sogar erreichen, dass man Quest-Situationen konfliktfrei lösen kann oder Gefahren entschärft. Ein Beispiel: Bei der Suche nach einem Drachling-Ei für die örtliche Apothekerin kommt uns eine Gruppe Abenteurer in die Quere, welche genau das gleiche Ziel verfolgt. Die gegnerische Gruppe enthält unter anderem eine elfische Magierin, die wohl etwas abergläubisch ist, wie wir im Gespräch herausbekommen.

    Pillars of Eternity (Beta): Grafik und Dialoge erinnern schon sehr an die RPG-Klassiker vergangener Tage. Pillars of Eternity (Beta): Grafik und Dialoge erinnern schon sehr an die RPG-Klassiker vergangener Tage. Quelle: Obsidian Wir nutzen das konsequent aus, erzählen eins von den bösen Gefahren der Dracheneier - und tatsächlich, der benötigte Skill für diese Antwort ist hoch genug, um sie einzuschüchtern - die Folge - der Kampf mit der Gruppe lässt sich zwar nicht abwenden, aber die Magierin ergreift zuvor schon die Flucht, was uns den Kampf erleichtert. Ähnlich verhält es sich mit einem Oger, der des Schweine-Diebstahls schuldig ist. Man kann ihn umhauen, oder versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass es besser wäre, sich eine neue Höhle zu suchen. Sehr schön, dass die Entwickler solche Varianten bei den Quests erlauben.

    Kämpfen wie anno dazumal mit neuen Verfeinerungen

    Die coolste Neuerung für uns ist der ein- und ausschaltbare Zeitlupenmodus, der locker ausreicht, um in Ruhe seine Befehle an die Gruppe zu vergeben, vorausgesetzt, man kennt sich mit seiner Truppe schon etwas aus. Zu Beginn heißt es aber klassisch: Pausetaste reinhauen und erst mal lesen, was die eigene Truppe kann. Auch Infos zu den Gegnern lassen sich einblenden. Auch sehr schön, dass es etliche Einstellmöglichkeiten für den Schwierigkeitsmodus gibt - Permadeath und Expertenmodus ohne jede Hilfe-Info inklusive.

    Ein schönes Beispiel für die Entwickler-Ideen zum Kampfsystem betreffen die Stichworte "Ausdauer" und "Lebenspunkte". So kosten euch gegnerische Treffer im Spiel primär Ausdauerpunkte (Stamina), etwa 25% des Schadens wird standardmäßig von den Lebenspunkten abgezogen. Sobald eine eurer Figuren einen Stamina-Wert von Null erreicht, kippt sie aus den Latschen. Überlebt sie den Kampf, regeneriert sich die Stamina wieder zu 100%, die entstandenen Lebens-Schadenspunkte bleiben jedoch bestehen. Diese lassen sich erst durch eine Rast (in einer Taverne) oder in einem Camp (das Ressourcen verbraucht) wieder auf Vordermann bringen. Ein simples, und doch taktisch ansprechendes System. Ach ja - die Höhe der euch zur Verfügung stehenen Ressourcen für ein Camp hängt vom gewählten Schwierigkeitsgrad ab. Auf "Normal" besitzt ihr beispielsweise drei Camp-Ressourcen - neue Ressourcen lassen sich im fertigen Spiel herstellen, finden, oder kaufen. - Bedingt durch das etwas ungewöhnliche Ausdauer-Lebenspunkte-System gilt es auch, die Heilfähigkeiten gekonnt einzusetzen, da diese - zumindest in der gespielten Beta des Spiels - den Umgang mit der Ausdauer in den Vordergrund rücken. Wir sind schon sehr gespannt darauf, wie das bei den Spielern ankommt.

    Achtung, Großbaustelle!

    Pillars of Eternity (Beta): Die hübsche Grafikumgebung lässt sich zoomen, aber nicht drehen. Pillars of Eternity (Beta): Die hübsche Grafikumgebung lässt sich zoomen, aber nicht drehen. Quelle: Obsidian Nein, wir verfallen trotz des bislang schönen Retro-Gefühls in Pillars of Eternity nicht in bedenkenloser Jubel-Euphorie - denn die aktuelle Beta zickt noch an allen Ecken und Enden herum. Die Teilnahme für zahlende Backer dient in erster Linie dazu, Bugs aufzuspüren, Feedback zu geben, sodass Obsidian feilen kann. Somit müssen wir auch damit leben, dass Quests aus dem Journal verschwinden, sich Abstürze häufen, Figuren mitunter stehen bleiben und viele Wehwechen mehr. Aber das ist nun mal Teil eines solchen Crowdfunding-Projektes. Wir hoffen inständig, dass das Team von Obsidian Entertainment die jetzt folgende Polier-Phase genau so intensiv nutzt, wie etwa Larian Studios, die mit Divinity: Original Sin ein ebenfalls tolles Retro-Rollenspiel in zeitgemäßem Gewand geschneidert haben.

    Lust auf mehr bekommen?

    Falls ihr jetzt selber beschließt, am Projekt Pillars of Eternity per Feedback mitzuwirken - laut offizieller Webseite zum Spiel endet die derzeitige Crowdfunding-Phase exakt heute, am 22. August. Danach wird man das Projekt auch weiterhin unterstützen können, allerdings zu erhöhten Preisen, wie bei Obsidian Entertainment nachzulesen ist. Was glaubt ihr, hat Pillars of Eternity das Zeug dazu, ein neues Baldur's Gate zu werden? Schreibt uns eure Kommentare zum Artikel!

  • Pillars of Eternity
    Pillars of Eternity
    Publisher
    Paradox Interactive
    Developer
    Obsidian Entertainment (US)
    Release
    26.03.2015
    Es gibt 17 Kommentare zum Artikel
    Von RedDragon20
    Solch komische Namen gibt es auch in der realen Welt. "Aumaua" wurde wohl einfach von irgendwas inspiriert, was…
    Von golani79
    Oder einfach Call of Duty spielen - da braucht man dann gar nix lesen 
    Von Shadow_Man
    Jeder Mensch hat einen anderen Geschmack und der sei auch jedem zugestanden. Es gibt eben auch Menschen, die solche…

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    • Es gibt 17 Kommentare zum Artikel

      • Von RedDragon20 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Wut-Gamer
        Ich versteh nur "Aua, Aua". Wer denkt sich denn solche Namen aus? Ansonsten: hübsch siehts ja aus, bin sehr gespannt.
        Solch komische Namen gibt es auch in der realen Welt. "Aumaua" wurde wohl einfach von irgendwas inspiriert, was unterhalb oder in der Nähe des Äquators lebt. ^^
      • Von golani79 Erfahrener Benutzer
        Oder einfach Call of Duty spielen - da braucht man dann gar nix lesen 
      • Von Shadow_Man Erfahrener Benutzer
        Zitat von azraelb
        Rießige Textwände, nicht vertonte Dialoge, eine schon vor Jahren veraltete Grafik...
        Schon wieder so ein Game, das man sich höchstens für 5-10€ in einem Steam-Sale holt...

        Divinity war ja schon mega langweilig und bervig, aber das sah ja wenigstens einigermaßen passabel aus...
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Pillars of Eternity
Backer-Beta des Oldschool-RPGs von Obsidian gespielt
Pillars of Eternity ist der Hoffnungsträger für Rollenspiel-Fans, die sich schon lange einen würdigen Nachfolger zu Genre-Klassikern wie Baldur's Gate, Icewind Dale, Planescape: Torment und Co. wünschen. Am 18. August 2014 startete für die Backer des Crowdfunding-Projektes eine lauffähige Betaversion. Auch wir waren mit am Start und haben uns ausgiebig in Pillars of Eternity umgeschaut.
http://www.pcgames.de/Pillars-of-Eternity-Spiel-16031/News/Backer-Beta-des-Oldschool-RPGs-von-Obsidian-gespielt-1133343/
22.08.2014
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