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  • Paragon angespielt: Das Shooter-MOBA mit Karten

    Epic Games lud uns nach London ein, um Paragon vor dem Start in die Early Access-Phase anzuspielen. Im Rahmen eines Preview-Events konnten wir drei Partien im MOBA absolvieren. Unser Eindruck: Der Mix aus Action und Strategie in der Third-Person-Perspektive macht mit dem richtigen Team jede Menge Laune. Das neuartige Kartensystem verspricht eine Vielzahl taktischer Möglichkeiten, abgesehen davon setzt Epic Games aber auf Altbewährtes.

    Der Markt für MOBAs scheint eigentlich aufgeteilt: DotA 2, Heroes of the Storm und League of Legends zählen zu den bekanntesten Vertretern und unterhalten allesamt ein Millionenpublikum. Von dem Kuchen möchte nun auch Entwickler Epic Games ein Stück abhaben. Paragon kombiniert klassische Third-Person-Action mit der Taktik- und Strategieelementen von MOBAs. Ein komplett neuer Ansatz ist das nicht, schlägt das bereits erhältliche Smite doch eine ähnliche Richtung ein. Epics Paragon sieht dank moderner Unreal Engine 4 aber nicht nur deutlich schicker aus als die Konkurrenz, es verspricht auch mit einem neuartigen Kartensystem mehr Individualität und taktische Möglichkeiten einzubringen. In London durften wir im Team mit Entwicklern und anderen Journalisten drei Probepartien absolvieren - und hatten dabei viel Spaß.

    Paragon Preview: Bekannte Formel, neue Perspektive

          

    Tolle Kulisse: Die bisher einzige Map in Paragon sieht dank Unreal Engine 4 nicht nur umwerfend aus, sondern bietet Raum für verschiedene Taktiken. Tolle Kulisse: Die bisher einzige Map in Paragon sieht dank Unreal Engine 4 nicht nur umwerfend aus, sondern bietet Raum für verschiedene Taktiken. Quelle: Epic Games Wer schon einmal ein MOBA gespielt hat, dem kommt Paragon schnell vertraut vor. Auf einer Karte kämpfen zwei Teams bestehend aus jeweils fünf Spielern um den Sieg. Das Schlachtfeld ist spiegelverkehrt angeordnet, im Norden beziehungsweise Süden befindet sich die Basis des jeweiligen Teams. Auf drei Angriffswegen (sogenannten Lanes) treffen regelmäßig von der KI gesteuerte Kreaturen (Creeps) aufeinander. Über Schleichwege durch neutrale Dschungelgebiete können wir die Lanes jederzeit wechseln. Das Ziel besteht darin, sich vorbei an den gegnerischen Helden, Türmen und Untertanen bis zum Kern im Zentrum der Feindbasis vorzukämpfen und das Herz anschließend zu zerstören. Das Spielgeschehen erleben wir mit einem von insgesamt 13 angekündigten Helden, die allesamt einzigartige Fähigkeiten mitbringen und in Kampf eine spezielle Rolle einnehmen.

    Was haben wir gespielt?
    Auf dem Event in London konnten wir jene Alpha-Version von Paragon anzuspielen, zu der ausgewählte Tester auf dem PC bereits seit Wochen Zugang haben. Diese enthält 13 Helden und eine für MOBAs charakteristische 5v5-Map mit drei Lanes. Das Interface empfanden wir als gewöhnungsbedürftig, nach Angaben von Epic Games ist es aber auch nicht fertig. Die PC-Steuerung war hingegen tadellos.

    Auch die von uns kurz angespielte PS4-Umsetzung machte insgesamt einen guten Eindruck, bot jedoch eine im Vergleich zur PC-Version abgespecktere Grafik und längere Ladezeiten. Zwischen PC und PS4 ist übrigens eine Cross-Play-Funktionalität geplant. Nachteile für Konsoleros aufgrund der Steuerung sieht Epic Games nicht. 
    Die Besonderheit in Paragon liegt in der Third-Person-Perspektive. Anders als etwa in DotA 2, können wir die komplette Karte nicht einfach mittels Scrollen überblicken. Zwecks Übersicht müssen wir uns stattdessen auf eine in der oberen rechten Bildschirmhälfte verankerte, halbtransparente Minimap verlassen. Anfangs wirkt diese aufgrund ihrer Größe noch etwas störend. Doch schon nach kurzer Zeit lernen wir die Minimap schätzen, offenbart diese doch die Position von Freund und Feind.

    Und noch eine Eigenheit in Paragon zwingt einen zum Umdenken: Die Reichweite aller Fernkampfattacken ist anders als in gängigen Shootern streng limitiert. Wer glaubt, mit einem Revolver alles in Sichtweite treffen zu können, wird in Paragon schnell eines Besseren belehrt. Kopfschüsse bleiben außerdem praktisch ohne Wirkung. Da Helden mit reichlich Lebenspunkten gesegnet sind und sich daher problemlos zum einem umliegenden Verteidigungsturm zurückziehen können, lassen sich gegnerische Spieler zumindest zu Beginn der Partien auch nicht einfach mit wenigen Schüssen ausschalten. Alleingänge sind insofern wenig sinnvoll, stattdessen sollten wir Angriffe stets gemeinsam mit einem oder mehreren Kollegen initiieren.

    01:22
    Paragon: "Rush the Core" - Neues Gameplay-Video zum MOBA von Epic Games

    Paragon Preview: Bewährte Heldenriege

          

    Obelisk des Lichts: Die von Türmen abgefeuerten Laserstrahlen brutzeln uns ohne KI-Untertanen als Puffer binnen weniger Sekunden. Wir sollten die Gebäude also stets gemeinsam mit Creeps angreifen. Obelisk des Lichts: Die von Türmen abgefeuerten Laserstrahlen brutzeln uns ohne KI-Untertanen als Puffer binnen weniger Sekunden. Wir sollten die Gebäude also stets gemeinsam mit Creeps angreifen. Quelle: Epic Games Die Heldenriege in der Alpha-Version von Paragon hält für MOBA-Kenner keine großen Überraschungen bereit. Vom schwer gepanzerten Tank Rampage über den Schadensausteiler Twinblast bis hin zur magisch begabten Unterstützerin Dekker deckt die bisherige Auswahl offenkundig so ziemlich alle Archetypen ab. Sämtliche Heroen verfügen über einen individuellen Basisangriff und greifen auf drei aktive Fähigkeiten sowie eine mächtige Ultimate-Attacke zurück, die wir nach Level-Aufstiegen um jeweils bis zu drei Stufen aufwerten können.

    Um das volle Potenzial der Charaktere zu entfallen, müssen wir die Talente in der passenden Situation kombinieren. Rampage kann etwa zu einem gewaltigen Sprung ansetzen, dessen Reichweite sich um ein Vielfaches vergrößert, wenn wir kurz vorher die Brüllen-Fähigkeit verwenden. Dekker wiederum betäubt Gegner im Idealfall mit ihrer Stasisbombe und fängt diese anschließend für einige Sekunden einer Energiebarriere ein, aus der es praktisch kein Entkommen gibt. Das Kombinieren macht in der Praxis jede Menge Spaß und weil die meisten Fähigkeiten in Paragon sowohl defensiv als auch offensiv eingesetzt werden können, gibt es reichlich Raum zum Experimentieren.

    Paragon Preview: Karten statt Items

          

    Autsch! Mit Steels Sturmangriff können wir Gegner in eine Richtung wegschleudern. In der Nähe von Klippen eine überaus praktische Fähigkeit. Autsch! Mit Steels Sturmangriff können wir Gegner in eine Richtung wegschleudern. In der Nähe von Klippen eine überaus praktische Fähigkeit. Quelle: Epic Games Im Unterschied zu anderen MOBAs gibt es in Paragon keine Items - jedenfalls im klassischen Sinn. Einen adäquaten Ersatz stellen Spielkarten dar, die sich unter anderem hinsichtlich Kategorie und Wertigkeit voneinander unterscheiden. Das Prinzip ist ähnlich: Zur Sorte Equipment Cards zählen etwa Verbrauchsgüter wie Heil- und Manatränke, die sich beim Betreten der Heimatbasis automatisch wiederauffüllen. Waffen, Rüstungen und Accessoires gehören ebenfalls dieser Kategorie an, lassen sich aber bis zu drei Mal aufwerten und gewähren dann einzigartige Boni wie zum Beispiel eine stark erhöhte Chance auf kritische Treffer. Das Aufwerten der eingangs erwähnten Ausrüstung erfolgt über Upgrade Cards. Diese können etwa den Rüstungswert erhöhen oder jedem Angriff einen Lebensentzugseffekt spendieren.

    Der Clou besteht darin, dass wir in Paragon unser Kartendeck für jeden Helden frei konfigurieren können. Wir möchten den eigentlich schwerfälligen Tank-Charakter Rampage wie einen Wirbelwind durchs Schlachtfeld pflügen lassen? Mit entsprechender Upgrade Card auf erhöhte Angriffsgeschwindigkeit ist das kein Problem. Auf diese Weise können wir aus der festgelegte Rolle eines Helden ausbrechen, was gegen einige Gegnerkonstellationen durchaus sinnvoll ist, zugleich aber auch Risiken birgt. Wir müssen also abwegen, ob wir bei reinen Nahkämpfern wie Rampage und Steel wirklich auf mehr Schaden anstelle von Lebenspunkte setzen. Unser Deck können wir mit Beginn der Partie nicht mehr wechseln, wohl aber einzelne Karten aus den insgesamt sechs verfügbaren Ausrüstungsslots entfernen. Aber auch hier wird euch eine Entscheidung abverlangt: Einmal weggelegte Karten stehen einem bis Spielende nicht mehr zur Verfügung!

    Qual der Wahl: Mit welchen Karten wir unseren Helden aufwerten, bleibt uns überlassen. Das Interface ist nicht final und enthält dementsprechend noch viele Platzhaltergrafiken. Qual der Wahl: Mit welchen Karten wir unseren Helden aufwerten, bleibt uns überlassen. Das Interface ist nicht final und enthält dementsprechend noch viele Platzhaltergrafiken. Quelle: Epic Games Um Karten in Paragon auszurüsten, sind Card Points nötig, die wir durch das Sammeln der Ressource Amber verdienen. Amber erhalten wir wiederum, indem wir gegnerische Creeps, Helden und Türme ausschalten. Die gewonnenen Card Points können wir schlussendlich in der Basis eintauschen, dabei gilt es abzuwägen, welche Karten wir mitnehmen. Entscheiden wir uns gleich für mehrere Equipment Cards oder werten wir erstmal eine vollständig auf, um den maximalen Bonus zu erhalten? Eine lange Bedenkzeit sollte man sich nicht nehmen, die Partie läuft derweil schließlich in Echtzeit weiter und unser Fehlen an der Front kann sich unter Umständen verheerend auswirken.

    Paragon Preview: Ohne Pay2Win

          

    Komplett neue Karten für unseren Stapel schalten wir übrigens frei, indem wir regulär Spiele absolvieren. Paragon ist als Free2Play-Spiel konzipiert, soll im Frühjahr 2016 in die kostenpflichtige Early Access-Phase und im Sommer 2016 in die Open Beta starten. Unsere erste Vermutung, man könne spielrelevante Karten gegen Echtgeld kaufen, bestätigte sich nicht. Epic Games verneinte entsprechende Gedankenspiele, äußerte sich sonst auf dem Event im Bezug auf Mikrotransaktionen im Spiel recht vage. Wir tippen auf rein kosmetische Objekte wie Skins.

    Paragon Preview: Fazit

          
    01:46
    Paragon: Video-Update zeigt Gameplay-Neuerungen der Alpha
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Paragon
Paragon angespielt: Das Shooter-MOBA mit Karten
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http://www.pcgames.de/Paragon-Spiel-56311/Specials/Paragon-angespielt-Das-Shooter-MOBA-mit-Karten-1185657/
18.02.2016
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