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World of Warcraft unter Beschuss - Diese Games wollten dem Genrekönig ans Leder und scheiterten

18.12.2011 18:00 Uhr
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World of Warcraft ist das mit Abstand erfolgreichste Online-Rollenspiel auf dem Markt. Millionen Spieler sind dem MMORPG verfallen und sorgen bei Blizzard für klingelnde Kassen. Die Konkurrenz konnte bisher nur neidisch zuschauen. Alle Anläufe der Rivalen, den König vom Genrethron zu stürzen, sind gescheitert. Wir lassen in unserem heutigen Special die tragischen Verlierer des Wettstreits noch einmal Revue passieren.

World of Warcraft unter Beschuss - Diese Games wollten dem Genrekönig ans Leder und scheiterten Als vor sieben Jahren World of Warcraft das Licht der Welt erblickte, hatte wohl niemand damit gerechnet, dass das Online-Rollenspiel derart unaufhaltsam den MMO-Markt aufrollen würde. Gut, der Ruf der Talentschmiede Blizzard Entertainment war schon anno 2004 legendär. Starcraft, Diablo 2 und Warcraft 3: allesamt herausragende Produkte, die in dem jeweiligen Genre Maßstäbe setzten und noch heute von Fans teils abgöttisch verehrt werden. World of Warcraft begegnete man hingegen von Anfang an mit reichlich Skepsis. Viele befürchteten, Blizzard hätte den Verstand verloren, als die Kalifornier ankündigten sich in das damalige Nischengenre MMO zu wagen. Der Markt war seinerzeit vergleichsweise klein und die Konkurrenz bewegte sich darin nicht sonderlich erfolgreich. Die Online-Rollenspiele der alten Generation, allen voran Asheron's Call, Dark Age of Camelot und Everquest, hatten ihre Fans, klar. Doch richtig profitabel war das Geschäft für Entwickler und Publisher nicht.

Der Umbruch kam erst mit der Veröffentlichung von World of Warcraft. Blizzard krempelte mit einem Schlag den kompletten Markt um, das Online-Rollenspiel entwickelt sich zu einem weltweiten Phänomen und erregt auch außerhalb der Branche großes Aufsehen. In der Blütezeit tummeln sich über 12 Millionen Spieler in der virtuellen Fantasywelt Azeroth. Der Erfolg von Blizzard rief die Konkurrenz auf den Plan. Electronic Arts, Sony Online, Square Enix, Turbine, NCsoft und andere renommierte Studios versuchten mit ihren viel versprechenden Projekten World of Warcraft vom Genrethron zu schubsen, doch sie alle scheiterten an dem tollkühnen Vorhaben. MMORPGs wie Asheron's Call 2, The Chronicles of Spellborn und Tabula Rasa hatten ihre Chance, mussten jedoch aufgrund schwindender Spielerzahlen eingestellt werden. Auch um die Zukunft von Age of Conan und Der Herr der Ringe: Online sah es schon mal düster aus, doch mit dem Wechsel zum gegenwärtig beliebten Free2Play-Modell schafften die Entwickler gerade noch einmal die Kurve.

Doch warum konnten die Rivalen einfach nicht an World of Warcraft vorbeiziehen, geschweige denn herankommen? Ein möglicher Grund: die Konkurrenzprodukte kamen allesamt recht verfrüht und deshalb in einem unfertigen Zustand in den Handel. Bei The Chronicles of Spellborn funktionierten zum Release viele Quests nicht richtig, außerdem war die deutsche Übersetzung schlampig. Bugs und halbherzig umgesetzte Features nervten die Fans von Star Trek: Online. Ein desolater Start sorgt natürlich für einen Vertrauensverlust, potenzielle Käufer werden abgeschreckt. Da helfen weitere Versprechungen nur wenig. Andere MMOs wie Age of Conan und Der Herr der Ringe: Online hatten andere Probleme, nämlich kaum Endcontent. Veteranen haben schnell sämtliche Inhalte gesehen, verloren dann den Reiz an dem Spiel und kündigten ihre Abonnements. Nun war auch World of Warcraft zum Release kein perfektes Spiel. Viele Features wie etwa die heroischen Dungeons, PvP-Arenen und Tagesquests fehlten zunächst. Blizzard arbeitete jedoch von Beginn an unermüdlich an Patches und Erweiterungen und konnte die Spieler so langfristig an sich binden.

Momentan liegen die Hoffnungen auf Star Wars: The Old Republic, das von den Rollenspiel-Experten Bioware entwickelt wurde und seit Donnerstag für Vorbesteller spielbar ist. Das Interesse an dem storybasierten MMORPG war im Vorfeld immens, allein für die Teilnahme am Betatest haben sich nach Angaben des Studios über 1,5 Millionen Gamer eingeschrieben. Entscheidend ist jedoch, und davon hängt letztlich der Erfolg ab, die Summe der Abonnenten. Bioware täte gut daran, die Fehler der Konkurrenz nicht zu wiederholen und in absehbarer Zukunft viel neuen Content bereitzustellen. Denn eine Niederlage wäre für den Publisher Electronic Arts unter Umständen sehr schmerzhaft. Die Produktionskosten sollen sich nämlich gerüchtehalber auf über 100 Millionen US-Dollar belaufen. Welche MMORPGs World of Warcraft ans Leder wollten und daran gescheitert sind, zeigt euch unsere Bilderstrecke unterhalb dieser Zeilen. Was meint ihr? Hat WoW seinen Zenit überschritten? Welches Spiel tritt womöglich das Erbe an? SWTOR, Guild Wars 2, Project Titan oder doch ein anderer Titel? Postet eure Meinung!

Freier Mitarbeiter
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18.12.2011 18:00 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
19.12.2011 18:12 Uhr
Zitat: (Original von Enisra;9399164)
Das Fast-DAoC2 war Warhammer, das auch als sooo Großer WoW-Killer gehyped wurde und hat im Prinzip selbst eingepackt

Warhammer war wirklich gut. Allerdings beeinflusst bei einem MMO die Qualität des Spiels bestenfalls die Entscheidung bei Neukunden. Spieler, die schon ein MMO…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
19.12.2011 17:21 Uhr
Star Wars ToR wird sicher ein gutes Spiel aber ich bezweifel dass es WoW vom Thron stoßen könnte. Da rechne ich GW2 viel bessere Chancen zu
- GW1 hatte sich 8 mio mal verkauft (treue Fanbase)
- gute Gameplay-Ideen (Storymodus, Welt die sich ständig verändert)
- keine Monatskosten
Bewertung: 0
18.12.2011 20:43 Uhr
Immer das gleiche elende Thema, findet ihr nicht, dass langsam genug damit ist?

Jedes neue MMO wird immer gleich als der WoW Killer gehypet, und deshalb sind einige von ihnen unter anderem gescheitert - weil die Erwartungen zu hoch gesteckt wurden.

Das Thema ist einfach ultra langweilig und es…

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