USK und PEGI auf dem Prüfstand - Zahlen, Fakten und Unterschiede
USK und PEGI auf dem Prüfstand
Beim Betrachten der Vorder- und Rückseite vieler Spiele-Cover wandert der Blick nicht selten vom eigentlichen Werbemotiv hin zu den bunten, riesigen Alterskennzeichen. "USK ab 12 freigegeben" kann man darauf etwa lesen. Dicht daneben findet man auf den Spieleverpackungen häufig auch noch die Alterempfehlung von PEGI. Die Bedeutung der Kennzeichen ist dem Gros der Käufer sicher bekannt, nicht aber, wie diese Klassifizierungen zustande kommen und welche Behörden daran beteiligt sind. Wir erklären nachfolgend, wie Einstufungen von USK und PEGI zustandekommen, nennen Unterschiede und räumen mit den größten Irrtümern auf.
Wer ist die USK?
USK
Schön bunt: Die Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) machen unmissverständlich klar, für welches Alter das jeweilige Spiel geeignet ist.
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) wurde 1994 ins Leben gerufen und vergibt seitdem auf der rechtlichen Grundlage des Jugendschutzgesetzes Alterskennzeichen für Computer- und Videospiele. Die fünf unterschiedliche Einstufungen (siehe Screenshot rechts) haben sich seit Gründung nur unwesentlich verändert. Verbindlich sind die Freigaben erst seit der Novellierung des deutschen Jugendschutzgesetzes im April 2003. Zuvor hatten sie rein informativen Charakter. So oder so: Ohne Kennzeichnung dürfen in Deutschland an Jugendliche Spiele weder öffentlich verkauft, noch vorgeführt werden. Nicht umsonst gelten in Deutschland im internationalen Vergleich die strengsten Jugendschutzregeln.
Bis dato hat die USK über 23.250 Spiele unter die Lupe genommen. Im letzten Jahr verzeichnete man einen leichten Anstieg der Prüfverfahren. Nur 6,9 Prozent aller getesten Spiele erhielten eine Freigabe ab 18 Jahren oder gar kein Kennzeichen.
...und was ist PEGI?
PEGI
Die Alterskennzeichen der Pan European Game Information (PEGI) wurden vor rund einem halben Jahr reformiert und erstrahlen seitdem in frischen Ampelfarben.
Im Gegensatz zur USK liegt die Geburtsstunde von Pan European Game Information (PEGI) noch nicht soviele Jahre zurück. Das erste europäische Alterseinstufungsystem trat zeitgleich mit der Novellierung des deutschen Jugendschutzgesetzes im April 2003 in Kraft. Zielsetzung war die Schaffung eines einheitlichen Freigabesystems für den europäischen Raum. Über 30 Nationen, darunter Österreich, Frankreich, Großbritannien, aber auch die Schweiz, nutzen mittlerweile PEGI. Deutschland zählt nicht zu den Mitgliedern und hält eisern an der eigenen Institution USK fest. Dennoch finden sich hierzulande häufig zusätzliche PEGI-Kennzeichen auf den Spieleverpackungen. Der Grund ist simpel: Um Kosten zu sparen, produzieren viele Hersteller ihre Titel meist für den gesamten deutschsprachigen Raum (also einschließlich Österreich und Schweiz) und drucken deshalb beide Freigaben drauf.
Lesen sie auf den nächsten Seiten alles über den Prozess, wie die Einstufung der Altersfreigabe erfolgt.
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Max
Dafür hätte ich gerne eine Quellenangabe, denn ich behaupte, dass das quatsch ist. Nicht…
Also "normale" Menschen benutzen den "Bearbeiten"-Knopf, anstatt einen dreifach Post zu erstellen.