Massive Fan-Kritik schon vor Release - Wenn Spiele frühzeitig abgestraft werden
Assassin's Creed 2 für den PC stand aufgrund des Ubisoft-Kopierschutzes heftig in der Kritik.
Wer sich als großer Fan einer Spiel-Reihe bezeichnet, hat natürlich eine besonders hohe Erwartungshaltung an eine Fortsetzung. Nicht immer teilen Spieler und Entwickler dieselbe Vision von einem würdigen Nachfolger. Viele enttäuschte Gamer äußern bereits nach einer ersten Ankündigung und den ersten Screenshots ihren Unmut in den Kommentaren, in Foren oder in einer Rezension in Online-Shops - und das oft lange vor dem eigentlichen Erscheinungstermin eines Spiel. Schließlich besteht ja irgendwo die berechtigte Hoffnung, dass beim verantwortlichen Hersteller noch ein Umdenken einsetzt. Um deutliche Signale zu setzen, haben Fans in einigen Fällen sogar regelrechte Protestbewegung ins Leben gerufen und mit Boykotten bestimmter Spiele gedroht. Bei welchen Games die Zockergemeinde im Vorfeld auf die Barrikaden ging und scharfe Kritik übte, zeigt unser heutiges Special.
Was es bedeutet, den Zorn der Spieler auf sich zu ziehen, musste unter anderem Ubisoft erfahren. Jene brachten sich mit ihrem umstrittenen Ubisoft Game Launcher - einem Kopierschutz, der zum Spielen eine permanente Internetverbindung voraussetzt, in Verruf. Die Software kam unter anderem in Assassin's Creed 2 zum Einsatz. Heftige Kritik bekamen auch die für ihren hervorragenden Ruf bekannten Spieleschmieden Blizzard, Rockstar und Valve zu spüren. Aus welchem Anlass die Fans jeweils protestieren und inwieweit der Aufschrei unserer Meinung nach letztendlich berechtigt ist, zeigen wir euch auf den folgenden Seiten.
- Spiele in der Kritik: Prey 2 und Xcom
- Spiele in der Kritik: Assassin's Creed 2 und Call of Juarez: The Cartel
- Spiele in der Kritik: Dragon Age 2 und Left 4 Dead 2
- Spiele in der Kritik: Diablo 3 und Max Payne 3
- Spiele in der Kritik: Arcania: Gothic 4 und Modern Warfare 3
- Bildergalerie zu "Massive Fan-Kritik schon vor Release - Wenn Spiele…
Weil die Entwickler auf bewährte Gameplay-Elemente verzichten, mussten sie Kritik von den Spielern einstecken.
Grund für die Kritik: Keine Portale, keine Indianer, keine Gravity-Walks
Als Prey 2 angekündigt wurde, freuten sich Shooter-Fans auf ein Wiedersehen mit der Rothaut Tommy. Diesen Charakter durfte man in Teil 1 spielen. Doch es kam anders als gedacht. In Prey 2 wird ein neuer Held eingeführt, Tommy kommt höchstens als Nebencharakter vor. Darüber hinaus haben sich die Entwickler von Portalen verabschiedet, mit denen Tommy in Teil 1 noch in die Schleierwelt gereist ist. Darüber hinaus gibt es in Prey 2 keine Gravity-Walks. Im ersten Teil konnten die Spieler dank dieser noch an Wänden oder Decken herumlaufen, was für eine interessante Rätselkomponente sorgte.
Zurecht kritisiert? Bleibt abzuwarten.
Noch ist Prey 2 nicht auf dem Markt und die bisherigen Änderungen klingen für Prey 2 klingen durchaus schlüssig. Man veränderte den Fokus – Stichwort: Parkour - völlig, will das Spiel aber im bekannten Setting angesiedelt lassen. Nachdem die Human Head Studios neue Details verrieten, änderte sich auch die Stimmung der Spieler. Mittlerweile zeigen diese sich neugierig und durchaus interessiert.
Xcom wird kein Strategiespiel sondern ein Ego-Shooter. Das gefiel den Fans auf den ersten Blick gar nicht.
Grund für die Kritik: Genre-Wechsel, stumpfe Ballerei
Als 2k Games Xcom ankündigte, waren zahlreiche Spieler aus dem Häuschen. Man hoffte auf eine Fortsetzung der beliebten Strategie-Reihe. Doch was war das? 2k Games kündigte kein Strategiespiel sondern einen Ego-Shooter an. In einer Stellungnahme gab der Hersteller an, dass Strategiespiele nicht mehr zeitgemäß seien. "Das Problem ist, dass rundenbasierte Strategie nicht mehr das heißeste Genre auf dem Planeten ist. Es geht uns allerdings nicht ums Geld, Strategiespiele sind einfach nicht mehr zeitgemäß", so Christoph Hartmann, 2k Games Label Präsident. Doch damit nicht genug der Kritik. Das was 2k Games vorhatte, passe nicht zur Strategie-Serie, so die Fans. Es fehle Teamplay. Pures und stumpfes Geballer passe einfach nicht zu Xcom.
Zurecht kritisiert? Wahrscheinlich.
Zwar ist Xcom noch nicht erhältlich, allerdings verschob 2k Games das Spiel auf das kommende Geschäftsjahr, was mit der angekündigten Gameplay-Anpassung zu tun haben könnte. Man habe – wie die Fans – festgestellt, dass Run & Gun-Gameplay nicht zu Xcom passe. Dementsprechend habe man zahlreiche Design-Anpassungen vorgenommen, darunter findet sich jetzt beispielsweise Squad-Management.
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Auch Blizzard ist nicht unfehlbarbar,..." (Diablo 3)
Das unfehlbarbar war pure Absicht oder?^^