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Lizenzgurken-Alarm: Von guten und weniger guten Spielen mit starken Lizenzen

31.07.2010 18:00 Uhr
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PC-Spiele auf Filmbasis haben unter Spielern einen schlechten Ruf. Kein Wunder, denn die meisten sind echte Lizenzgurken. Welche Gründe mag das haben? Und gibt es unter all dem Schrott auch empfehlenswerte Filmspiele? Die Antworten liefert unser heutiges Special.

Gute und schlechte Filmspiele - Wir zeigen beide Seiten der Medaille Gute und schlechte Filmspiele - Wir zeigen beide Seiten der Medaille Die meisten von uns sind sicher schon auf eine Lizenzgurke hereingefallen. Wer als Kinogänger oder DVD-Gucker einen Film oder eine Serie liebt, greift schon mal blindlings zum passenden Spiel. Oft endet das allerdings mit Frust, denn solche Titel sind meist Schrott. Denn erfahrungsgemäß fließt bei der Entwicklung nur ein Bruchteil des Budgets in das eigentliche Spiel. Die kostspielige Lizenzierung verschlingt den Rest.

Ein abschreckendes Beispiel ist Iron Man 2. Schon der Vorgänger war eine echte Spielspaßgurke und nervte mit monotonem Gameplay und schwacher Grafik. Die Presse reagierte dementsprechend mit niedrigen Wertungen. Die Kritik fand allerdings kein Gehör. Das Sequel siedelt auf einem qualitätstechnisch ähnlich niedrigen Niveau an. Egal wohin das Budget gefloßen ist, in die Verbesserung sicher nicht.

Natürlich sind nicht nur mangelnde finanzielle Mittel Schuld an schlechten Videospieladaptionen von Filmvorlagen. Häufig steht den Entwicklern nur ein enges Zeitfenster für die Programmierung, das Design und Feintuning zur Verfügung. Shiny Entertainment, die kreativen Köpfe hinter Enter the Matrix, mussten diese bittere Erfahrung machen. Dabei klang ihr Konzept äußerst vielversprechend: Enter the Matrix sollte die Storylücken zwischen den letzten beiden Kinostreifen schließen. Dafür wurden eigens von den Regisseuren des Actioners eine Stunde zusätzliches Filmmaterial produziert. Entwicklerlegende David Perry und seine Mannen standen jedoch vielen Problemen gegenüber. So mussten die Jungs bis zum offiziellen Start von Matrix: Reloaded vier Umsetzungen (PlayStation 2, Xbox, GameCube und PC) programmieren. Die Folge des enormen Zeitdrucks: Enter the Matrix wirkte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unfertig und war voller Bugs.

Gibt es sie also, die guten Filmversoftungen? Diese Frage lässt sich nach längerer Recherche mit einem klaren "Ja" beantworten. King Kong, aus dem Hause Ubisoft, ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Adaption. Zwar war auch das Action-Adventure nicht ohne Tadel und sorgte mit repetitiven Gameplay für den ein oder anderen Gähnanfall. Dafür entschädigte aber die erstklassige Präsentation und handwerklich solide Programmierung.

Keinen Grund zur Beanstandung gab es bei Riddick: Escape from Butcher Bay. Das Spiel basiert auf den erfolgreichen Kinofilmen des Actionstars Vin Diesel und überraschte die Gaming-Community mit seiner packenden Atmosphäre und großartigen Grafik. Wohl auch, weil den Titel niemand auf der Rechnung hatte.

Ausnahmen bestätigen eben die Regel. Manches Entwicklerteam scheint diese Binsenweisheit besonders ernst zu nehmen. Die Jungs von Rocksteady Studios hatten von mittelprächtigen Batman-Videospielen die Schnauze voll und schufen auf Grundlage der Comic-Lizenz ein eigenes Abenteuer des dunklen Ritters. Batman: Arkham Asylum wurde zu einem der besten Videospiele des letzten Jahres. Die Presse überschlug sich mit Lob, die Spieler heulten Freudentränen. So müssen künftige Lizenztitel aussehen. Dann verschwindet eines Tages das ungeschriebene Gesetz von den schlechten Lizenzspielen aus unseren Köpfen - und damit die Skepsis.

Die Tops und Flops der Videospieladaptionen finden Sie in unserer Galerie unterhalb dieser Zeilen. Sollte Ihr Liebling fehlen, würden wir uns über einen Kommentar freuen.

Freier Mitarbeiter
Moderation
31.07.2010 18:00 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
01.08.2010 10:02 Uhr
dsas clash of titans ne spielumsetzung gekiegt hat, hab ich gar net mitbekommen. sonst ist kein spiel, das wirklich auch die story des films aufnimmt gut. nur die lizenzen und ne eigene story, wie bei batman oder KotoR.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
01.08.2010 00:45 Uhr
Irgendwie ist es doch so, dass die guten Lizenz-Spiele doch eigentlich immer erst nach den Filmen erschienen sind, man hatte also genug Zeit zum Entwickeln. Mir fällt spontan kein Beispiel ein, wo ein auf einer Filmlizenz basierendes Spiel wirklich gelungen ist, das parallel zur Filmproduktion entwickelt wurde. Ein paar waren zwar ganz ok (ich mochte das Action Adventure zu Star Wars Episode I damals), aber Softwaregeschichte hat keines davon geschrieben.
Community Cadet
Bewertung: 0
31.07.2010 22:17 Uhr
Zitat: (Original von nasskalt;8832380)
Blade Runner fehlt, erzählt eine zum Film parallel verlaufende Geschichte. Aus meiner Sicht, eines der besten Lizenz-Spiele - allerdings kenne ich auch nicht so viele :D
Meiner Meinung nach das beste "Lizenz-Spiel" und auch das beste Adventure. Noch dazu mit einer unerreichten Atmosphäre, dermaßen dicht und beeindruckend wie ich sie in keinem anderen Spiel je erlebt habe seitdem.
Perfekt von der Filmvorlage eingefangen halt.
Benutzer
Bewertung: 0
31.07.2010 20:32 Uhr
Ich finde Filme eignen sich auch nur selten für eine Versoftung. Abgesehen von der oft zu kurzen Zeit die den Entwicklern meist gegeben wird, lassen sich viele Eindrücke nicht auf das Medium Spiel übertragen.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
31.07.2010 20:04 Uhr
Die Dune RTS war eigentlich auch eher positive Filmumsetzungen

Aber man merkt schon, Mehrheitlich sind die Adaptionen gut, die nicht zu einem Kinostart im Regal stehen müssen
Ich meine dass das nach Hinten losgeht hat man doch schon beim E.T. Spiel gesehen, das kam vor ACHTNUNDZWANZIG Jahren herraus
und war einfach scheiße
aber was will man erwarten von einem Stück Software dass das Studio in 5 Wochen zusammenzimmern musste

Wobei das Ding ist ja aber auch wieder, das der Müll von Marketinghuren gekauft wird und dem Finanzdepp damit recht geben, das Spiel dann zum Filmstart verfügbar haben zu müssen
Klar, so mit Produktionsbeginn kann man nicht auch die Spieleproduktion starten, aber warum das ganze nicht dann eher zum DVD-BlueRay-Start rausbringen?

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