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Limbo of the Lost, Torchlight, Twin Sector und mehr - Auf den Spuren der Ideen-Diebe

27.06.2010 12:00 Uhr
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Eine gute Idee bleibt nur selten in den Händen ihres Erfinders. So natürlich auch in der Gamesbranche. Hier begegnen uns vor allem bei Neuerscheinungen immer wieder Elemente, die wir eigentlich schon seit Jahren einem anderen Game zuschreiben. Doch wer klaut nun genau bei wem und mit welchem Erfolg? Wir sind den Meisterdieben der Spielindustrie mal nachgegangen.

Ließ sich Dead Space von System Shock 2 'inspirieren'? Ließ sich Dead Space von System Shock 2 "inspirieren"? Wer kennt das nicht: Kaum flimmert das Intro des frisch installierten Spiels über den Monitor, ereilt einen schon das erste Déjà-vu: Der uns zugedachte Charakter weckt Erinnerungen an den Toptitel des letzten Jahres, die Gegner kommen uns nicht nur vage bekannt vor und auch die Landschaft haben wir schon irgendwann einmal gesehen. Kein Wunder eigentlich. Schließlich bedienen sich die Entwickler nicht selten bei anderen Spielen. Doch ist ein geschickter Ideenklau auch wirklich ein Garant für Erfolg?

Genre-Zeitgeist oder Plagiat?
Schon Picasso war klar: „Gute Künstler kopieren, große Künstler stehlen". Eine Devise, die seither von Malern, Musikern und Filmemachern kräftig in die Tat umgesetzt wurde – und natürlich auch der Gamesbranche nicht fremd ist. Denn für die Spielentwickler ist ein scharfer Konkurrenzkampf an der Tagesordnung. Der Absatzmarkt ist begrenzt, das Gerangel um die Zielgruppe hart und die gestalterischen und technischen Möglichkeiten eingeschränkt. Kein Wunder also, dass ein guter Titel auch Produktpiraten auf den Plan ruft. Denn wer wirklich Innovatives leisten will, der muss viel Zeit und Arbeit investieren. Und wer die nun mal nicht hat - tja, der kupfert eben einfach ab.

Sicher – wir können nicht von jedem Entwickler erwarten, dass er das virtuelle Rad gleich neu erfindet. Wollen wir ja auch gar nicht. Schließlich ist es schön, in einem neuen Game auch mal dem Altbekannten zu begegnen. Vermutlich würden wir auch wenig enthusiastisch reagieren, wenn wir im neuesten Kriegs-Shooter ohne die Genre-typischen Waffen wie Panzerfäuste und Granaten ins Feld ziehen müssten. Da können wir wohl auch leicht verzeihen, wenn der Jeep in Medal of Honor ein wenig an den aus Call of Duty: Modern Warfare 2 erinnert. Vorreiter gibt es ja schließlich immer. So werden die meisten von uns fiese Gestalten Marke Ork in erster Linie mit Herr der Ringe in Verbindung bringen. Trotzdem ginge es zu weit, jedes Game, in dem wir den orkischen Gegnern den Hintern versohlen dürfen, gleich an den Plagiats-Pranger zu stellen. Denn die finsteren Gesellen galten schon in den keltischen Sagen des Frühmittelalters als teuflische und bösartige Gestalten - und sind damit nicht nur völlig Rechtefrei, sondern auch aus dem Fantasy-Genre kaum mehr wegzudenken. Ebenso wenig dürften ähnliche Themen und Settings in einer Zeit, in der sich Studios nicht eben selten aktuelles Weltgeschehen zum Vorbild nehmen, für Aufregung sorgen.

Weitaus dreister agieren da schon jene Studios, die nicht nur typische Charakteristika des Genres in ihre Spiele einbinden, sondern sich auch ungeniert bei den spielspezifischen Elementen der Konkurrenz bedienen. So wirken beispielsweise Games wie Dead Space und Bioshock fast wie eine perfekte Umsetzung des Science-Fiction-Titels System Shock 2 – nur eben in anderem Design. Das beide Titel größere Aufmerksamkeit als ihre Inspirationsquelle auf sich zogen, beweist außerdem sehr gut: Diebstahl lohnt sich zuweilen doch – zumindest in der Gamesbranche. Zuviel Inspiration von außen kann allerdings auch teuer werden. Denn wenn die Entwickler zu sehr dem Copy-Paste-Dämon zum Opfer fallen, steht schnell das unschöne Wort „Plagiat“ im Raum. Eine Erfahrung, die beispielsweise das Studio Majestic nach Release von Limbo of the Lost machen mussten. Denn Fans, Presse und Bethesda Softworks wollte es so gar nicht gefallen, dass die Landschaft des Adventures einfach 1:1 von The Elder Scrolls 4: Oblivion übernommen wurde. Publisher Tri Synergy zeigte sich sogar so entsetzt von der Ähnlichkeit, dass es den Vertrieb des Games kurzerhand einstellte.

Bei welchen Spielen sich Entwickler außerdem als Meisterdieb versucht haben und wie die Resultate ausfielen, lesen Sie in der folgenden Bildergallerie.

Benutzer
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27.06.2010 12:00 Uhr
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Benutzer
Bewertung: 0
27.06.2010 13:54 Uhr
Geklaut wird überall wo man hinschaut. Wenn Toyota einen neuen Sportwagen rausbringt, ist Mercedes & Co. der erste der sich so einen kauft und genau studiert und Dinge übernimmt. In unserer Gesellschaft ist das aber verpönt und deswegen wird es meistens gut versteckt.
Die Chinesen z.B. haben das noch nicht gelernt und wundern sich immer wieso sie dafür einen auf den Deckel bekommen.
Bei diesen Spielen siehts nicht anders aus. Die Hersteller waren halt so doof es zu offensichtlich zu machen.

Gibt aber dann auch die Möglichkeit, dass es trotz vielen Abkopierens ein riesen Erfolg wird. Siehe z.B. Harry Potter oder World of Warcraft.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: -1
27.06.2010 13:35 Uhr
protal benutzt zwar wie prey portal, aber die art is mal komplett anderst Oo und portale als soclhe gabs schon in den alten sci fi filmen^^
Benutzer
Bewertung: 0
27.06.2010 13:22 Uhr
Außerdem ist die Presse mit neuen Ideen meistens total überfordert.
Jedes Action RPG wird erst mal mit Diablo verglichen. Ist doch klar, dass sich deshalb alle Action RPGs an Diablo orientieren.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.06.2010 13:07 Uhr
also ich finde das verwenden von begriffen wie "dieb" unpassend, wenn man diese thema angeht...

in erster linie wird meist nicht von einem bestimmten anderen titel geklaut sondern die entwickler nutzen allgemein gängige stereotypen um bei einer großen zielgruppe leicht interesse wecken zu können, daher muss nicht umbedingt titel b von titel a "geklaut" haben, ggf hat sowohl a als auch b einfach auf die gleichen stereotypen zurück gegriffen

daher ist es zwar immer leicht zu erkennen, daß titel xy "gewohntes, bekanntes" benutzt, aber es ist wirklich schwer zu sagen, wer denn der "geistige vater der grundidee" war...

siehe beispiel scorpion: disfigured, da wird fear und crysis angeführt... nun gab es doch vor crysis doch schon actiontitel mit irgend nem high tech kampfanzug und fears zeitlupe gab es in spielen vorher auch schon
im grunde kann man bei letzterem ja remedy auch nicht bescheinigen, daß die "die idee mit der bullettime" hatten, sondern nur, daß die auf die idee kamen ein spiel inspiriert vom film the matrix zu machen...
auch fear hat ja seine ideen aus filmen gezogen...

von daher... würd ich auch nicht portal als "komplett neuerfindung" ansehen, man braucht nur das tutorial bei system shock 2 mit der telekinese spielen...dann weiß man wo valve seine ideen her haben könnte, ggf hat valve es aber auch von arx fatalis (was im text ja als ultima underworld "ideendieb" bezeichnet wird), weil dort hat man im spiel auch rätsel mit gegenständen durch die gegend schweben lassen... (genauso bei jedi knight 2...usw)
dinge die den massengeschmack treffen werden logischer weise öfter auftauchen als sachen, die keiner mag 
wer will denn sachen, die keiner mag in sein produkt, also in sein ding, was interessenten finden soll, einbauen?
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.06.2010 11:23 Uhr
Najaa, Dead Space ist eher eine Kopie des FIlms Event Horizon. Limbo of the Lost ist ja auch ziemlich dreist aber man sollte mit diesen ganzen "Ideen-Diebstal" sehr vorsichtig sein. Auch Diablo hat sich stark an schon vorrangegangene RPGs angelehnt, es war nur besser, das gleiche bei WoW. Das Spielprinzip von Portal ist ja auch nur nicht "kopiert" weil sie schlichtweg den Nebacular Drop Entwickler aufgekauft haben (was nicht heißen soll, dass Portal nicht genial ist).
Lange rede kurzer Sinn: man ist nur kein Ideen-Dieb wenn man mit seinen Titeln große Erfolge feiert.

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