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  • DotA: Eine Karte, zwei Teams, drei berühmte Entwickler und vier Klone - Die wohl berühmteste Strategie-Mod

    Defense of the Ancients, kurz DotA, ist eine der beliebtesten Strategiespiel-Mods der Welt. Die durchaus schwierige Community besteht aus tausenden Spielern, die sich täglich in großen Schlachten austoben. PC Games erklärt heute, wo DotA her kommt, wie es funktioniert und welche populären Klone es gibt.

    Defense of the Ancients für Warcraft 3. Defense of the Ancients für Warcraft 3. Quelle: PC Games Defense of the Ancients, kurz DotA, zählt zu den bekanntesten Mods der Welt. DotA entstand kurz nach der Veröffentlichung von Warcraft 3: Reign of Chaos. Dank des mitgelieferten Welt-Editors stand es den Spielern frei, sogenannte Custom Maps zu kreieren. Die Urform von DotA wurde vom Warcraft-3-Spieler Eul im Jahr 2003 veröffentlicht. Die Mod basierte auf der Starcraft-Karte Aeon of Strife. Das Spielprinzip war und ist einfach. Zwei Teams mit je fünf Spielern treten gegeneinander an, um den gegnerischen Ancient zu zerstören. Jeder Spieler steuert einen Helden und wird von KI-gesteuerten Einheiten unterstützt. Elementar sind Rollenspiel-Aspekte wie Erfahrungspunkte und Items. Als Eon die Entwicklung aufgab, entferne er den Modifikationsschutz und machte es so anderen Spielern möglich, DotA weiterzuentwickeln.

    Die Allstars-Variante von Steve „Guinsoo“ Feak gilt heute als beliebteste Erweiterung von DotA. Er gab die Entwicklung ab Version 6.01 auf und übergab den Posten an einen User namens IceFrog, der die Versionsnummer 6.02 im März 2005 veröffentlichte. Im Oktober 2009 kündigte IceFrog an, dass er ab sofort mit Valve zusammenarbeite, um einen Nachfolger für DotA zu entwickeln. Über den derzeitigen Entwicklungsstand ist bisher nichts bekannt.

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    DotA zählt zu den für Einsteiger wohl unfreundlichsten Spielen, denn die Komplexität der Mod ist groß und bis jemand alle Items und Erfahrungspunkte versteht, kann es mehrere Wochen dauern. Darüber hinaus genießt die DotA-Community, ähnlich der Heroes of Newerth-Community, keinen besonders guten Ruf, denn Neueinsteiger sind größtenteils verpönt. Zu Beginn einer Partie muss sich jeder der Spieler einen von insgesamt 98 verfügbaren Helden aussuchen, die er im Spiel steuert. Jede Mannschaft verfügt über eine Basis, in der ein Hauptgebäude (Ancient) steht. Ziel des Spiels ist es, das gegnerische Ancient zu vernichten. Beide Basen sind durch drei Pfade, sogenannte Lanes, miteinander verbunden. Unterstützend erscheinen sogenannte Creeps in den Basen, welche automatisch auf den Lanes in Richtung der gegnerischen Basis laufen. Neutrale Creeps erscheinen an bestimmten Stellen im Spiel und gelten als leichte Beute. Die Helden erhalten Erfahrungspunkte und Gold, indem sie gegnerische oder neutrale Creeps töten. Gold können sie in den dafür vorgesehenen Shops für Items ausgeben. Steht ein Held in der Nähe einer sterbenden Einheit, erhält er ebenfalls Erfahrungspunkte. Je höher ein Held im Level aufsteigt, desto stärker wird er. Auch neue Fähigkeiten werden so freigeschaltet. Zusätzlich existiert ein neutraler Boss-Creep namens Roshan, der alle 10 Minuten erscheint. Wird dieser getötet, erhält einer der Kämpfer das begehrte Item Aegis of the Immortal. Stirbt der Träger, wird er dadurch wiederbelebt. Beim dritten Tod von Roshan verliert er das sogenannte Cheese, das einen Mana- und Lebenspunkte-Boost verursacht. Bei den sogenannten Clashes, dem Aufeinandertreffen der Helden, gewinnt meist das Team mit der meisten Spielerfahrung, dem höchsten Level der Helden und der besten Kombination aus Items und Fähigkeiten. Natürlich spielt auch das Geschick mit. Für einen Helden-Kill gibt es besonders viele Erfahrungspunkte und besonders viel Gold. Ein getöteter Held wird nach einer bestimmten Zeit in der Basis wiederbelebt, um bei der Verteidigung eben dieser zu helfen.

    Die große Beliebtheit von DotA führt natürlich auch zu Neidern und Trittbrettfahrern. Nicht ganz ohne Grund existieren heute diverse DotA-Klone. Darunter sind auch Vollpreistitel wie Demigod oder Heroes of Newerth.

    League of Legends. League of Legends. Quelle: Riot Games League of Legends
    Riot Games haben mit League of Legends das DotA- Spielprinzip in ein eigenes Spiel gepackt. Auf symmetrisch angeordneten Karten steuern Sie jeweils nur einen Helden. Dessen Armeen strömen automatisch aus Spawn-Punkten auf die Basis des Feindes zu. Sie konzentrieren sich darauf, den Mannen den Weg zu ebnen und feindliche Helden zu beseitigen. Im Gegensatz zum Original-DotA behalten Sie Ihren Charakter für immer, denn dieser ist an Ihren Account gebunden, ähnlich wie bei Steam oder dem Battle.net. Unter diesem so genannten Summoner kann sich der Spieler von nun an in die einzelnen Spiele einklinken und gegen andere Spieler antreten. Im Spiel selbst wird der Spieler durch seinen so genannten Champion vertreten, der die Spielfigur darstellt und durch die Kämpfe Erfahrung sammelt und auflevelt. Auch der Summoner erhält Erfahrungspunkte oder lernt neue Fähigkeiten, mit denen er ins Spiel eingreifen kann. Da League of Legends nicht wie DotA versuchen muss, mit den Einschränkungen durch Karteneditor von Warcraft 3 fertig zu werden, gibt es spielerische Unterschiede. Zum Beispiel durch die Fähigkeiten des Summoners, die zusätzlich zu den Kräften des Champions den Spielverlauf beeinflussen. Außerdem legen die Entwickler Wert auf ein solides Matchmaking-System, das vor allem für gleichwertige Gegner sorgt.

    Heroes of Newerth. Heroes of Newerth. Quelle: pcaction.de Heroes of Newerth
    Noch bis zum 12. Mai befindet sich Heroes of Newerth in der Betaphase, dann soll das Spiel als Vollpreistitel auf den Markt gelangen. Insgesamt gibt es mehr als 60 Helden in Heroes of Newerth. Die Helden selbst sind in drei Klassen unterteilt. Intelligenz (Intelligence), Beweglichkeit (Agility) und Stärke (Strength) - je nachdem welcher Klasse der eigene Held angehört, müssen die Objekte (Items) und die Spielweise angepasst werden. Gleich beim Erstellen einer Partie werden Unterschiede zu DotA deutlich. Jeder Spieler besitzt Level- und Erfahrungspunkte, das sogenannte PSR, in seinem Profil. So ist es möglich schon vor der Partie gute und schlechte Spieler bzw. erfahrene und unerfahrene Spieler zu unterscheiden und die Teams danach auszurichten. Darüber hinaus gibt es diverse Änderungen im Matchmaking. Genaue Details lesen Sie in der ausführlichen HoN-Preview auf pcaction.de.

    Demigod. Demigod. Quelle: THQ Demigod
    Vor einem Match sucht sich jeder Spieler eine Figur aus, einen Demigod. Nur acht solcher Helden stehen zur Wahl. Immerhin spielen sich alle Figuren wunderbar unterschiedlich, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Je häufiger ein Demigod kämpft, desto mehr Erfahrungspunkte häuft er an, was angenehm flott zu neuen Level-Aufstiegen führt. So verbessern sich nicht nur die Statuswerte des Helden, sondern man darf auch Talentpunkte in einem Fähigkeitenbaum verteilen. Beispielsweise kann man dem Riesen The Rook beibringen, mit Gesteinsbrocken um sich zu werfen. Oder der Scharfschütze Regulus lernt, Tretminen auf dem Boden zu verteilen. Andere Helden meistern Heilzauber, Flächenangriffe, Kurzstreckenteleportation und zahllose weitere Fähigkeiten. Daher kann man alle Demigods auf mehrere Arten spielen, was die Partien spannend macht und der Langzeitmotivation gut tut. Das ganze Spiel konzentriert sich voll auf die Demigods - mit einer wichtigen Ausnahme: Jede Seite wird von kleinen Gruppen aus Standardeinheiten unterstützt, die regelmäßig durch Portale auf die Karte strömen und auf festgeschriebenen Bahnen gen Feindbasis marschieren. Diese Einheiten kann man nicht selbst kontrollieren! Und doch sind sie unerlässlich für einen Sieg, weshalb man ihre Portale unbedingt einnehmen und verteidigen muss.

    Avalon Heroes. Avalon Heroes. Quelle: Burda Avalon Heroes
    Bei Avalon Heroes handelt es sich um einen Free-2-Play-DotA-Klon, der sowohl Einzelspieler- als auch Mehrspieler-Schlachten bietet. Der Titel konzentriert sich erstrangig auf die Weiterentwicklung von bis zu einhundert individuell anpassbaren Charakteren, deren Fähigkeiten Sie nach bester Rollenspieltradition ausbauen. Sowohl Einzelspielerkampagnen als auch Multiplayer-Modi bereiten Sie auf die große Herausforderung vor: Den Kampf und die Entwicklung einer Strategie, die letztlich zum Sieg führt.

    Welches Spiel für welchen Spielertypen?
    Die Frage, welches Spiel sich für welchen Spielertypen eignet, ist schwierig, lässt sich aber dennoch beantworten. Wenn Sie bislang keinerlei Berührung mit DotA hatten, dann sollten sich zu Demigod oder dem kostenlosen Avalon Heroes greifen, um das Spielprinzip kennenzulernen. Der Einstieg ist hier besonders leicht. Sind Sie hingegen ein absoluter DotA-Profi und lieben das Spielprinzip, dann geben Sie Heroes of Newerth unbedingt eine Chance. Eine solche Vielfalt bietet kaum ein anderer DotA-Klon. Sind Sie zwar ein DotA-Anhänger, wollen aber mal etwas anderes erleben, greifen Sie zu League of Legends. Der etwas andere Grafikstil, das geringere Tempo und die ausgeprägten Effekte der Items sorgen für Spielspaß.

  • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
    Von Pan-de
    Also Dota ist für mich immer noch top, ok ich hab die anderen Klone noch nicht ausprobiert, werde es demnächst mal…
    Von CaptainCock
    HoN hat 3 Karten, 62 heroes bis jetzt und ist auch mit knapp 23€ kein wirkliches Vollpreisspiel sondern ein Indy-titel.
    Von Exar-K
    Würde es nicht drunterstehen, könnte man alle Screenshots außer dem von Demigod für DotA halten.
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DotA: Eine Karte, zwei Teams, drei berühmte Entwickler und vier Klone - Die wohl berühmteste Strategie-Mod
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28.04.2010
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