Bayern: Justizministerin macht Pornos und Killerspiele für Ameland-Taten verantwortlich
Beate Merk (CSU) ist Justizministerin in Bayern.
Die schrecklichen Taten auf der niederländischen Insel Ameland haben Deutschland erschüttert. Mindestens sechs bis acht 13-jährige Jungen sollen von anderen Jugendlichen missbraucht worden sein. Auch Bayerns Justizministerin Beate Merk zeigt sich schockiert und prescht laut Informationen von Spiegel Online mit fragwürdigen Äußerungen vor. Sie schiebt die Schuld dem Koalitionspartner FDP in die Schuhe und macht auch vor den sogenannten Killerspielen nicht halt. Gegenüber der dpa habe Merk gesagt: „Wenn man sich ansieht, welche Folgen der Konsum von schädlichen Videos haben kann, ist die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz grob fahrlässig.“
Auch Kinderpornografie und Killerspiele seien schuld an derlei tragischen Taten. Scheinbar nur aus dem fadenscheinigen Grund, weil derlei Videos auf einem Computer abgespielt werden. Alle Debatten um das von Ursula von der Leyen eingebrachte Sperrgesetz seien Unsinn gewesen. Merk hält nämlich weiter an diesem Konzept fest – auch wenn im Koalitionsvertrag steht, dass die Löschung sinnvoller sei als die Sperrung. Dass Verbote für gewalthaltige Spiele und Pornografie ausgesprochen werden, ist überaus unwahrscheinlich. Vielmehr vermutet Spiegel Online, dass hier die Opfer instrumentalisiert wurden, um „diffuse Gefühle zu bedienen, die man innerhalb der eigenen Wählerschaft vermutet.“
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Es ist ein natürlicher Politiker-Reflex. Kaum passiert etwas, was nicht in Worte zu fassen ist, kommt garantiert jemand vorbei und fordert Verbote. Und es trifft immer dieselben Bösewichte. Natürlich sind Killerspiele und Pornografie schuld, wenn Jugendliche außer…