Peru-Indianer: Öl-Multis und Holzfäller bedrohen isolierte Ur-Einwohner
Peru: In dem Land leben noch Naturvölker, die kaum Kontakt zu Außenwelt haben, wie etwa die Mashco-Piro.
In Peru haben Mitarbeiter der Organisation Survival International spektakuläre Fotos des Volk der Mashco-Piro-Indianer aufgenommen. Die Ureinwohner leben isoliert in Stämmen im Urwald. Die Behörden warnen eindringlich vor Versuchen der Kontaktaufnahme mit dem zurückgezogen lebenden Volk. Hintergrund sind Viruserkrankungen, auf die die Körper der Indianer nicht eingestellt sind, was das Überleben des Volks bedrohen könnte. Außerdem könnten die Mashco-Piro die Kontaktaufnahme als bedrohlich auffassen.
Illegale Holzfäller und Öl-Investoren könnte das laut Berichten aber wenig interessieren. Sie dringen mit Hubschraubern in den Mano-Nationalpark vor und schlagen die Indianer so in die Flucht. Der Stamm der Indianer soll zwischen 100 und 800 Mitglieder haben. Ackerbau und Viehzucht sind den Ureinwohnern unbekannt, sie ernähren sich durch die Jagd mit Pfeil und Bogen. Die meisten der Indianer hatten noch nie Kontakt zu Außenwelt.
Andere Stämme, wie die Matsigenka-Indianer, die Kontakt zur zivilisierten Welt pflegen, hatten in der Vergangenheit versucht, mit den Mashco-Piros Kontakt aufzunehmen. Sie hatten Geschenke und Essen ausgelegt. Zum Dank regnete es Pfeile – ein Matsigenka, der seit 20 Jahren versucht hatte, mit den Ureinwohnern Kontakt aufzunehmen, wurde im November im vergangenen Jahr getötet.
Deutlicher können die Mashco-Piros ihren Wunsch nach Alleinsein wohl nicht ausdrücken. Die Organisation zum Schutz der der weltweit etwa 100 Naturvölker, Survival International, bittet deswegen eindringlich darum, die Ureinwohner nach Möglichkeit in Frieden zu lassen. Mehr zu den Mashco-Piro liefert bz-berlin.de. Außerdem hat welt.de weitere Informationen zu den Peru-Indianern.
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