Bürgerrechtler erbost: New Yorker Polizei will mit Terahertz-Scanner nach Waffen suchen
Das Woolworth-Gebäude in New York City. Beamte wollen mit dem Terahertz-Scanner Bürger auf Waffen scannen.
Ein mobiler Terahertz-Scanner, der künftig bei der Polizei von New York zum Einsatz kommen soll, sorgt in New York für Diskussionen. Die US-Polizei will das Gerät einsetzen, um Verdächtige vom Auto aus nach Waffen zu scannen. Das Gerät kann aus einer Entfernung von bis zu 4,5 Metern Terahertz-Wellen messen, die von Menschen ausgestrahlt werden. Textilien, Plastik und Papier durchdringen die Wellen, bei Objekten von Metall sieht das aber anders aus – diese sind dann auf einem Wärmebild deutlich erkennbar.
Die Reichweite des Terahertz-Scanners soll sich noch erhöhen und auf etwa 23 Meter anwachsen – das ist das Ergebnis aus einer Kooperation zwischen Pentagon und New Yorker Polizei. Während das Verfahren mit für die Polizisten den Vorteil hat, dass sie sich vom Auto aus ein Bild davon machen können, ob die entsprechende Person womöglich bewaffnet ist, zeigen sich Bürgerrechtler weniger begeistert. So sollen die New Yorker Polizisten vornehmlich Latinos und Afroamerikaner scannen. Insgesamt würden sie von 600.000 Menschen 87 Prozent ausmachen.
Die Bürgerrechtler befürchten, dass eine geheime Durchsuchung diese Zahl noch steigern würde, denn rein juristisch dürfe jede Polizeibeamte jeden Verdächtigen jederzeit durchsuchen – wenn ein begründeter Verdacht besteht. Hier befürchten Bürgerrechtler, dass es die Beamten damit nicht so genau nehmen würden. Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, eine solche Technologie zu entwickeln. Allerdings wurde die Forschung für die Teracam nur bis 2010 gefördert – was letztendlich aus dem Projekt wurde, ist nicht bekannt. Mehr zum Terahertz-Scanner gibt es bei Technology Review.
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