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Westwood: Aufstieg und Fall einer Spieleschmiede

14.06.2008 12:10 Uhr
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Westwood: Aufstieg und Fall einer Spieleschmiede Wir schreiben das Jahr 1985. Nintendo veröffentlicht .Super Mario Bros., eines der erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten, Capcom publiziert Ghost'n Goblins, eines der populärsten Automatenspiele überhaupt. Und: In irgendeiner Garage in Las Vegas, Nevada gründen Brett Sperry und Louis Castle die Westwood Associates, die späteren Urväter des modernen Echtzeit-Strategie-Genres. Wir haben uns Aufstieg und Fall von Westwood (Command & Conquer) einmal genauer angeschaut und beleuchten die Unternehmensgeschichte im Detail.

Brett Sperry und Louis Castle - zwei junge Männer, beide mit nur wenig Erfahrung im Bereich der Spielprogrammierung. Die mussten sie erst sammeln, portierten drei Jahre lang für Epyx und SSI (Publisher aus dem Nachbarstaat Kalifornien) 8-Bit-Spiele auf 16-Bit-Systeme, darunter Commodore, Amiga und Atari ST. 1988, der kleine große Durchbruch: Sie erhalten einen Auftrag, wieder von einem kalifornischen Nachbarn, Electronic Arts. Dieses Mal sollen sie nichts portieren, sie sollen entwickeln, und zwar Mars Saga, ein Rollenspiel im Science-Fiction-Setting.

Mars Saga Mars Saga Alles lief schief, trotz Know-How und den nötigen finanziellen Mitteln. Schuld war der von EA oktroyierte Termin, Mars Saga musste noch 1988 erscheinen. Unmöglich, sagten Brett Sperry und Loius Castle, aber Electronic Arts bestand darauf. Das finale Produkt war alles andere als fertig: Der Protagonist des Spiels verfügte über sechs Fähigkeiten, Mechanik, Elektronik, Strategie, Bergbau, Taktik und Sprache - nicht eine davon hatte auch nur den geringsten Einfluss auf das Spielgeschehen.

Electronic Arts trug die Konsequenzen, zog das Spiel ein Jahr später komplett zurück, benannte es in Mines of Titan um, änderte das Setting, löschte fünf der sechs Fähigkeiten und veröffentlichte es für den PC. Ein Rückschlag, sowohl für EA als auch für Westwood.

Eye of the Beholder Eye of the Beholder Es folgten weitere Spiele: Battletech, Dragon Strike und Circuit's Edge, letzteres basierend auf dem Roman When Gravity Fails von Alec Effinger (Planet der Affen). 1990 dann ein erster Durchbruch: Eye of the Beholder, ein Rollenspiel mit Dungeons-&-Dragons-Regelwerk, erscheint für PC und Amiga. Es sollte das Erbe von Dungeon Master antreten, bediente sich in dreister Weise dessen Rätsel und Spielprinzip. Nichtsdestotrotz erreichte es einen gewissen Kultstatus. Eye of the Beholder 2: The Legend of Darkmoon erschien 1991, Eye of the Beholder 3 wurde nicht mehr von Westwood Associates entwickelt.

Moderation
14.06.2008 12:10 Uhr
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Bewertung: 0
19.06.2008 16:10 Uhr
Zitat: (Original von thor2101 am 15.06.2008 11:03)
ich habe neulich gerade wieder versucht C&C 3 weiter zu zocken, aber was mich jedesmal wieder frustriert das Spiel wegpacken lässt, ist die Tatsache, dass ich gar keine Zeit und Ruhe habe meine Basis aufzubauen. Alles geht viel zu hektisch und man ist ständig bedroht. Das macht mir keinen Spass mehr. Ich weiss noch wie ich mit Dune2 und auch mit Tiberian Sun viel Spass hatte weil ich erst einmal alles schön aufbauen konnte. Schöne Mauern um die Basis, ein paar schöne Geschütztürme, in aller Ruhe 15 Flugfelder und dann wurde bombardiert. Das war einfach herrlich. Heute muss alles hektisch spannend und aufregend sein. Das macht mir keinen Spass mehr. Ich hoffe mit dem nächsten C&C fliesst wieder mehr "InRuheaufbauen" ein.


  ich hab in letzter zeit tiberiumkonflikt durchgezockt und bin zur zeit mit tiberian sun beschäftigt. meine gedanken dazu waren genau die gegenteiligen von deinen. "omg is das alles langsam, bis ich kohle hab, bis produktionen fertig sind, wie sich die einheiten bewegen".
würde mir da doch n bisschen mehr action wünschen.

außerdem glaub ich nicht dass es noch spiele geben wird mit "InRuheaufbauen" und schon garkein c&c.

mfg
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
17.06.2008 13:06 Uhr
Hey, guter Artikel (finde die ganzen Specials von PCG in letzter Zeit sehr gelungen, sowohl online als auch besonders im Heft). Aber wo ist eigentlich Nox geblieben. Ich fand das war ein cooles Westwood Spiel und war auch gar nicht schlecht bewerted wenn ich mich recht entsinne. Ueber Verkaufszahlen weis ich jetzt nichts aber ich finde, das Spiel kann man durchaus in ein Westwood-Special mit aufnehmen.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
15.06.2008 11:12 Uhr
Zitat: (Original von thor2101 am 15.06.2008 11:03)
ich habe neulich gerade wieder versucht C&C 3 weiter zu zocken, aber was mich jedesmal wieder frustriert das Spiel wegpacken lässt, ist die Tatsache, dass ich gar keine Zeit und Ruhe habe meine Basis aufzubauen. Alles geht viel zu hektisch und man ist ständig bedroht. Das macht mir keinen Spass mehr. Ich weiss noch wie ich mit Dune2 und auch mit Tiberian Sun viel Spass hatte weil ich erst einmal alles schön aufbauen konnte. Schöne Mauern um die Basis, ein paar schöne Geschütztürme, in aller Ruhe 15 Flugfelder und dann wurde bombardiert. Das war einfach herrlich. Heute muss alles hektisch spannend und aufregend sein. Das macht mir keinen Spass mehr. Ich hoffe mit dem nächsten C&C fliesst wieder mehr "InRuheaufbauen" ein.


Dann spiel ein gefecht mit der Einstellung "einigeln" beim gegner und schon hast du viiiiiiiiel Zeit.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
14.06.2008 22:30 Uhr
Zitat: (Original von w33werner am 14.06.2008 15:01)
wo sind die ganzen Mitarbeiter eigentlich jetzt?

Einige von ihnen haben das Studio "Petroglyph Games" gegründet.
Bekannt durch das Spiel "Star Wars - Empire at War".
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
14.06.2008 22:12 Uhr
Zitat: (Original von axelschweiss am 14.06.2008 21:22)
Was wurde eigentlich aus "Virgin" ???
Die hatten doch die alten Westwood Titel vertrieben.

1999 wurde das Unternehmen vom französischen Publisher Titus Interactive übernommen und wurde am 1. Juli 2003 in Avalon Interactive umbenannt.


Quelle Wikipedia

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