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Kundenfang beim Zocken: Werbung in Spielen

05.06.2008 12:10 Uhr
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Werbung in Splinter Cell. Werbung in Splinter Cell. Es gibt sie, seit es die Medien gibt: Werbung - im TV, im Kino, in Zeitungen, im Internet und in Computer- und Videospielen. Letztere sind wohl die jüngsten Glieder der langen Kette von Werbeplattformen. Nichtsdestotrotz: Angefangen hat alles bereits im Jahre 1978...

Und zwar mit dem Text-Adventure Adventureland, programmiert vom US-Amerikaner Scott Adams. Weil er bereits an einem anderen Buchstaben-Abenteuer arbeitete, Pirate-Adventure, hielt er es für sinnvoll, das Spiel in Adventureland zu bewerben. Die erste, wenn auch vergleichsweise unschuldige In-Game-Werbung war geboren. LucasArts nutzte diese Referenzen besonders in seinen Adventures - in Monkey Island 3 etwa gibt es Buttons "Frag mich nach Grim Fandango", im Vorgänger fragt Guybrush nach dem Release von Indiana Jones and the Fate of Atlantis.

Fifa 94: Unten links sehen Sie einen Ausschnitt der Bandenwerbung. Fifa 94: Unten links sehen Sie einen Ausschnitt der Bandenwerbung. Bis 1994 war die Zahl der Games mit integrierter Werbung für Fremdprodukte aber überschaubar. Kein Wunder, waren die grafischen Möglichkeiten doch sehr beschränkt.
Mit Fifa 94 etablierte Electronic Arts In-Game-Advertising fest in einer populären Marke. So prangerte an einigen Banden am Spielfeldrand der Schriftzug von Adidas, während oftmals nach einem Tor das Wort "Panasonic" über dem großen Bildschirm eingeblendet wurde - der Anfang statischer In-Game-Werbung. Statisch deshalb, weil sie sich im Nachhinein nicht mehr verändern ließ: der Banner war fix, der Werbekunde für immer im Spiel verewigt.

Moderation
05.06.2008 12:10 Uhr
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Dein Kommentar
Klugscheißer
Bewertung: 0
05.06.2008 16:52 Uhr
Zitat: (Original von HLP-Andy am 05.06.2008 16:29)
Zitat: (Original von XIII13 am 05.06.2008 15:19)
Aber gleichzeitig immer mehr Menschen Computer haben udn sie auch zum spielen benutzen.

Echt? HL1 = 8 Millionen Verkäufe. HL2 = 4 Millionen Verkäufe, Orange Box: etwa 2 Millionen PC-Verkäufe.
Starcraft hat sich fast 10 Millionen mal verkauft, Blizzard wird sehr froh sein, wenn Starcraft 2 sich drei Millionen mal verkauft. (Das wäre im Bereich von Civ4 und das hatte schon sehr gute Absatzzahlen.) Also ich sehe deine Rechnung nicht aufgehen, schon gar nicht beim PC.

Weil sich natürlich nicht nur die Verfügbarkeit von PCs verändert hat, sondern auch der Zugang zum Internet ist für jeden verfügbar. Breitband? Kein Problem.

Eine 16Mbit Flatrate, mit der man ohne Probleme große Datenmengen saugen kann, kostet keine 30 EUR mehr heute. Aggressive Werbung, die dazu verleiten soll dinge aus dem Internet zu laden sieht man auch an jeder Straßenecke, pardon, Webseite.

UseNext? Anyone?
Erfahrener Benutzer
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05.06.2008 16:12 Uhr
Zu der Werbung in SWAT 4 hätte man ruhig noch erwähnen können auf welch dreiste Art und Weise diese eingeführt wurde. Das Basisspiel hat nämlich erstmal keine, erst mit dem Patch wurde dem Käufer diese aufgezwängt, selbst die EULA musste wohl nachträglich angepasst werden.
Wer ohne Werbung spielen wollte musste also auf Bugfixes und später das Addon verzichten, welches ebenfalls den Patch voraussetzt. Informationen darüber gab es zunächst auch keine, bis sich findige Spieler daran gemacht haben herauszufinden was dort überhaupt passiert. So wurde dann bekannt, dass Blickwinkel und Dauer, etc. übertragen werden und auch wie man die Plakate abstellen kann (bestimmte IP in Windows Hosts Datei eintragen).

Sonderlich passend waren die Plakate meiner Meinung nach nicht. Reklame für ein Album in einem Club ist ja in Ordnung, aber selbst Abstellkammern wurden zugepflastert.
Erfahrener Benutzer
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05.06.2008 15:43 Uhr
Zitat: (Original von Jaramo am 05.06.2008 15:01)


Stimmt zwar, andererseits werden viel mehr Spiele verkauft als früher. Ob diese Steigerung auch die höheren Produktionskosten deckt, ist eine andere Frage.


Ich schätze durch Werbung kann das Risiko etwas vermindert werden, klar, ein Megaseller wie CoD 4 benötigt keine Werbung um rentabel zu sein, aber kleinere Produktionen vielleicht schon eher.
Erfahrener Benutzer
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05.06.2008 15:19 Uhr
Zitat: (Original von HLP-Andy am 05.06.2008 15:11)
Zitat: (Original von ForgottenRealm am 05.06.2008 14:05)
Die Publisher/Hersteller bekommen von den beworbenen Firmen nen haufen Kohle und von uns Käufern ebenfalls nochmal 50€. Da sollten genannte wirklich an der Preisschraube drehen.

Und sie haben auch wesentlich höhere Entwicklungskosten, während der Preis für die Spiele gleichgeblieben ist.

Aber gleichzeitig immer mehr Menschen Computer haben udn sie auch zum spielen benutzen. Und z.B. Medieval 2 - ein Spiel das in Sachen Umfang und Qualität fast alles schlägt, was es an neueren Spielen gibt - lief doch auch ganz gut ohne Werbung, oder? Ich kenne zwar nicht die Produktionskosten, aber die dürften verdammt hoch gewesen sein.
Erfahrener Benutzer
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05.06.2008 15:01 Uhr
Zitat: (Original von Boesor am 05.06.2008 14:20)

Hängt immer davon ab würde ich sagen.
Manch ein Spiel ist in der Entwicklung natürlich auch zig mal aufwendiger (und damit teurer) geworden, vielleicht sorgt die Werbung in dem Fall dafür, dass Spiele zwar nicht billiger, aber auch nicht teurer werden.


Stimmt zwar, andererseits werden viel mehr Spiele verkauft als früher. Ob diese Steigerung auch die höheren Produktionskosten deckt, ist eine andere Frage.