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Ersteindruck und Screenshots zum Adventure: So Blonde

27.06.2007 14:46 Uhr
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Ersteindruck und Screenshots zum Adventure: So Blonde Claas Wolter von Dtp setzte gestern Fuß ins Redaktionsgebäude der PC Games, hintendran: Steve Ince, der seinerzeit die Story zu Baphomets Fluch 3 geschrieben hatte. Diesmal ging es nicht um ein weiteres Abenteuer von George Stobbart & Co., sondern um ein neues Adventure, entwickelt vom französischem Studio Wizarbox. Die Schmiede ist im PC-Sektor bislang dadurch aufgefallen, dass sie nicht aufgefallen ist. Mit So Blonde, dem Titel, den sie uns vorführten, könnte sich das ändern.

So Blonde ist ein Adventure, dessen Zielgruppe trotz der eingestreuten Minispiele nicht den sogenannten Casual Gamer anvisiert: Also jenen, der abends ein halbes Stündchen zur Entspannung spielt und die Kiste dann wieder ausmacht, um Wer wird Millionär? zu schauen. Nein, So Blonde möchte den Hardcore-Adventure-Spieler ansprechen: Denjenigen, der skurrile Charaktere, humorige Dialoge und anspruchsvolle Kombinationsrätsel zu schätzen weiß. Warum dann trotzdem Minispiele drin sind, das konnte uns Claas nur so erklären, indem er sagte, sie lockerten den Spielablauf auf. Außerdem machten sie nur etwa 10 bis 20% des Inhalts aus, der Rest sei Adventure, Adventure, Adventure. Das ist zwar gut; trotzdem bedarf es keines Blickes in die Kristallkugel um zu prophezeien, dass die Geschicklichkeits-Einsprengsel vor den Kopf stoßen werden.

So Blonde spielt mit Erwartungshaltungen. Einerseits suggeriert der Titel, dass er das Klischee der dummen Blondine pflegt, andererseits gibt die Hauptfigur namens Sunny keinen sonderlich hellen Eindruck ab. Die 17-Jährige macht mit ihren Eltern eine Reise, ein Luxusdampfer tuckert auf dem Meer, die Sonne lacht, die Möwen kreisen – bis ein Sturm aufkommt, das Schiff kentert und Sunny das Bewusstsein verliert. Als sie aufwacht, findet sie sich gestrandet auf einer Insel, von ihren Eltern fehlt jede Spur. Sie zu finden ist Aufgabe Nummer 1. Zu sich selber zu finden, das ist Aufgabe Nummer 2.

Derzeit ist So Blonde etwa zu knapp 60 Prozent fertiggestellt. 100%ig final scheint der Charakter der Heldin zu sein. So ist das erste, was ihr als Gestrandete missfällt, dass ihre Brieftasche verschwunden ist. Darin: Make-Up, Nagelpfeile, Handy, Body-Lotion, also alles, was NICHT überlebensnotwendig ist. Bestimmte Aktionen wehrt Sunny mit dem Hinweis ab, sie wolle sich nicht die Nägel ruinieren. Der Zicken-Alarm lockt den Spieler zunächst auf die falsche Fährte. Allmählich stellt sich heraus: So doof ist die gar nicht, die liebe Sunny. Etwas eigen zwar, aber durchaus intelligent und lernfähig. Je länger sie auf der Insel verweilt, desto wichtiger erachtet sie die Dinge, auf die es wirklich ankommt. Das nennt man Charakterentwicklung.

Eins der ersten Mini-Spiele besteht daraus, mit einer Kokosnussschale herabfallende Regentropfen aufzufangen. Dazu bewegt man Sunny mit den Cursortasten nach links und rechts, bis die notdürftige Schüssel voll ist. Damit lässt sich Max, ein "undefinierbares Tier", wie ihn Steve Ince beschreibt, von einer Palme locken. Und siehe da: Er hat Sunnys Handtasche. Ein Rätsel wäre damit gelöst. Max ist ebenfalls Spielcharakter. In bestimmten Szenen lenken Sie den kleinen Wolpertinger durch enge Stellen, die Sunny nie passieren könnte. Einmal klauen Sie mit ihm einen Schlüssel, um Sunny aus einem Gefängnis zu befreien.

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27.06.2007 14:46 Uhr
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