In eigener Sache: Wir stellen unser Wertungssystem um

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In eigener Sache: Wir stellen unser Wertungssystem um
Quelle: PC Games

Wir stellen das Wertungssystem auf ein 10er-System mit ganzen Schritten um. Das überkorrekte 100er-System ist damit Geschichte. Zudem führen wir neue Sonder-Awards ein, um Spiele unabhängig von ihrer Wertung für besondere Stärken zu prämieren.

Es ist in der Geschichte der PC Games nicht das erste Mal, dass wir am Wertungssystem schrauben. Allerdings waren die Änderungen bisher nicht so elementar wie in diesem Fall. Warum also jetzt dieser Schritt?

Warum die Änderung?

Wir sind der Meinung, dass das bisherige System viel zu granular ist, um abzubilden, was Spieletests vermitteln müssen. Früher spielte die exakte Vergleichbarkeit mit Vorgängern und der Genre-Konkurrenz im Rahmen einer Marktübersichtsberichterstattung eine wichtige Rolle. Inzwischen erscheinen so viele Titel via Steam und anderen Plattformen, dass eine Berichterstattung, die den kompletten Markt abbildet, nicht mehr realistisch ist. Viele Titel lassen sich zudem nicht in enge Genre-Korsetts zwängen und bedienen sich munter mehrerer Einflüsse. Wir sind uns einig, dass eine so kleinteilige Bewertung, deren eigentlicher Ursprung der Genre-Konkurrenz-Vergleich war, inzwischen hinfällig ist.

Apex Legends: Nicht alle Helden stehen von Beginn an zur Verfügung. Wer kein Geld bezahlen will, der braucht bis zu Caustic oder Mirage mindestens Level 23. Quelle: Electronic Arts Immer mehr Spiele wie Apex Legends verändern sich fortlaufend über ihren Release hinaus, was einer der Gründe für die Anpassung unseres Wertungssystem ist. Wir werden zwar auch in Zukunft Vergleiche zur Konkurrenz und den Vorgängern ziehen, sind uns aber sicher, dass Diskussionen über einen Prozentpunkt mehr oder weniger nicht dabei helfen, euch zu vermitteln, ob ein Spiel wirklich Spaß macht und sein Geld wert ist. Ein Spieletest sollte die folgenden Fragen beantworten: Lohnt sich der Kauf und für wen ist das Spiel geeignet? Die übertriebene Genauigkeit eines 100er-Systems halten wir für nicht mehr zeitgemäß, um die Antworten verständlich zu liefern. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind "Games as a Service". Die ständige Weiterentwicklung der Spiele lässt die Release-Wertung zu einem überholten Relikt verkommen. Bei GaaS-Titeln werden wir in Zukunft länger dranbleiben und euch natürlich über Verbesserungen informieren, nachträgliche Auf- und Abwertungen müssen in einem 10er-System jedoch gewichtige Gründe haben.

Der Fokus soll zudem auf der Meinung des Testers und somit den Inhalten des Textes liegen. Falls ihr euch nun fragen solltet, warum wir dann nicht komplett auf eine Wertung verzichten? Wir haben tatsächlich ausufernd darüber diskutiert, halten den Schritt derzeit aber noch für zu radikal. Denn wir wissen aus Leserumfragen, dass ihr euch nach wie vor eine Wertung und somit greifbare Einschätzung von uns wünscht. Mit dem 10er-System möchten wir zudem die Skala stärker ausreizen, das war bisher nur sehr selten der Fall. Ihr werdet im neuen System also sicherlich auch mal eine glatte 10 sehen. Um die individuellen Besonderheiten eines Titels zu betonen, führen wir außerdem verschiedene Sonder-Awards ein, deren Vergabe im Ermessen des Testers liegt. Eine herausragende Optik kann unabhängig von der Wertung beispielsweise mit einem Stil-Award gewürdigt werden.

Die Umstellung betrifft nicht nur PCGames.de, sondern alle Fürther Computec-Publikationen, die Spieletests enthalten (PC Games, Play4, Games Aktuell, N-ZONE, PC Games MMORE sowie die dazugehörigen Webseiten).

Was wird wie getestet?

Alle Spiele, die wir für relevant erachten und die thematisch zu unseren Webseiten und Magazinen passen. Außerdem spielen dabei natürlich eure Interessen sowie die Interessen unserer Redakteure eine Rolle. Für Liebhaberthemen oder besondere Indie-Perlen haben wir auch weiterhin ein Herz und einen Platz und Hinweise auf Geheimtipps nehmen wir gerne entgegen. Ebenso werden wir wie gehabt DLCs und Erweiterungen testen, eine eigene Wertung werden diese aber nur noch bekommen, sofern es der Umfang unseres Erachtens hergibt. Bei den meisten DLCs soll ein Kaufen/Nicht kaufen ausreichen, um euch bei eurer Entscheidung zu helfen. Weiterhin werden euch die Pro- und Contra-Punkte Auskunft über die Stärken und Schwächen eines Titels, DLCs oder einer Erweiterung geben.
Auch in diesem Punkt sind wir noch nicht fertig - wir möchten die Optik der Wertungskästen und der gesamten Webseite anpassen und sind hier erst am Anfang einer langen Reise.

Die neue Wertungsskala im Überblick

Zuvor haben wir erwähnt, dass wir die Wertungsskala mit dem neuen Wertungssystem etwas stärker ausreizen möchten. Doch wie sieht diese Skala überhaupt aus? Im Folgenden vermitteln wir euch, was ihr euch unter den verschiedenen Wertungen vorstellen könnt:

  • 10 Punkte - Diese Meilensteine sind das Beste vom Besten und setzen neue Maßstäbe oder bieten ein absolut unvergleichliches Spielerlebnis mit nur sehr vereinzelten Schwächen. Hier vergeben wir zudem einen 10/10-Hit-Award.
  • 9 Punkte - Hervorragende Spiele, die zu den besten des Jahres gehören und die man als Genre-Liebhaber auf jeden Fall auf der Liste haben sollte. Aber auch Genre-fremde Spieler können dank sehr hoher Qualität zugreifen. Titel mit dieser Wertung erhalten einen 9/10-Hit-Award.
  • 8 Punkte - In dieser Wertungsregion tummeln sich sehr gute Spiele, die jedoch ein paar Mankos aufweisen, die den Spielspaß ein wenig trüben. Wer gerne Titel dieser Art spielt, wird hiermit aber sehr sicher glücklich.
  • 7 Punkte - In diesen guten Spielen überwiegen die Stärken, jedoch sind einige klare Schwächen in einzelnen Disziplinen zu spüren oder das Potenzial wird nicht gut genug ausgeschöpft.
  • 6 Punkte - Bei diesen passablen Spielen halten sich die Vor- und Nachteile in etwa die Waage. Wenn euch die Thematik interessiert, ihr große Fans der Reihe seid oder ihr zum Schnäppchenpreis zuschlagen könnt, kommen solche Titel trotz spürbarer Schwächen womöglich noch für euch infrage.
  • 5 Punkte - Nur eine akute Flaute an besseren Alternativen würde es rechtfertigen, sich diese mangelhaften Spiele mit starken Schnitzern anzutun. Ihr könnt garantiert etwas Besseres mit eurer Zeit und eurem Geld anfangen.
  • 1 bis 4 Punkte - Bei diesen grottigen Gute-Laune-Zerstörern liegt so viel im Argen, dass ihr nicht mal geschenkt eure Zeit investieren solltet. Lasst hier bloß die Finger davon!

Unsere künftigen Hit- und Sonder-Awards auf PCGames.de. Quelle: PC Games So sehen unsere künftigen Hit- und Sonder-Awards aus.

Die Sonder-Awards

Anders als die üblichen Hit-Awards, die wir grundsätzlich für besonders gute Spiele ab einer Wertung von 9 Punkten vergeben, sind die Sonder-Awards losgelöst von Wertungen. Es gibt Sonder-Awards in fünf Kategorien, wobei sich ein Spiel nur einen einzigen davon verdienen kann. Im Einzelnen sind das:

  • Grafik - Wie die Bezeichnung bereits klarmacht, prämieren wir mit dieser Auszeichnung grafisch besonders beeindruckende Spiele, wobei hier die Technik im Fokus steht. Enormer Detailgrad, grandiose Partikeleffekte, geniale Lichteffekte, tolle Animationen und brillante Auflösung sind folglich Merkmale, die wir in Betracht ziehen.
  • Stil - Es erscheinen immer wieder Spiele, besonders im Indie-Bereich, die zwar keine Bombastgrafik bieten, die aber durch ihren ungewöhnlichen, markanten oder einfach wunderschönen Grafikstil dennoch eine fabelhafte Optik auf den Bildschirm zaubern. Wenn uns solche Titel mit ihrem tollen Stil verzaubern, verdienen sie sich diesen Award.
  • Sound - Eine hochwertige Sprachausgabe, atmosphärische Soundkulisse und prägende Musikuntermalung - diese Aspekte können für ein immersives Spielerlebnis ebenso wichtig sein wie gelungene Spielmechaniken, eine fesselnde Handlung und beeindruckende Optik. Entsprechend machen wir euch mit diesem Sonder-Award auf Spiele aufmerksam, die in einem oder mehreren der eingangs erwähnten Aspekte brillieren.
  • Story - Eine Handlung bieten sehr viele Spiele, doch nur in wenigen ist sie so gut, dass wir bis zum Schluss mit den Charakteren mitfiebern und unbedingt wissen möchten, wie es ausgeht. Wenn genau das passiert, vergeben wir einen Story-Award.
  • Innovation - Mit dieser Auszeichnung adeln wir Spiele, die uns mit einer innovativen Idee beeindruckt haben. Das kann etwas Schwerwiegendes sein, das das Genre komplett neudefiniert oder aber ein vergleichbar kleines Feature, das jedoch so gut ist, dass wir es uns künftig auch in anderen Spielen wünschen würden.

Was passiert mit den alten Wertungen?

Die Wertungsumstellung auf ein 10er-System erfolgt für alle Einträge in unserer Datenbank. Das bedeutet, alle bisher veröffentlichten Wertungen werden auf Basis eines Schlüssels auf das neue System umgerechnet. Sofern euch Ungereimtheiten in alten Tests auffallen, nehmen wir eure Hinweise gerne entgegen - ob die Umstellung fehlerfrei gelingt, sehen wir nämlich erst, wenn unser Entwicklungsteam den roten "Live schalten"-Knopf drückt.

Die Umstellung soll euch dabei helfen, noch schneller zu erkennen, ob ein Spiel zu euch passt. Ihr braucht jedoch keine Angst haben, dass wir in Zukunft weniger kritisch bewerten, nur weil die Wertungsschritte gröber ausfallen. Selbstverständlich lassen wir auch in Zukunft ebenso viel Sorgfalt und Mühe in unsere Tests fließen, um euch eine fundierte Einschätzung zu gewährleisten. Wir sind von diesem neuen Wertungssystem überzeugt, sind aber natürlich jederzeit offen für Anregungen unserer Leser. Wenn ihr also Feedback habt, immer nur her damit!

Euer PC-Games-Team

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    • Kommentare (220)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Spiritogre Mitglied
        @ fud1974:
        Warum propagieren Spieletester für den Verzicht von Noten, ist doch ganz logisch, zum einen ist es eine enorme Arbeitserleichterung, da Noten im besten Fall innerhalb einer Publikation vergleichbar sind (4Players nimmt sich hier ja selbst raus) d.h. sie müssen bei jedem Spiel schauen, welche Note hatte vorher ähnliches Spiel X und das neue Spiel entsprechend angepasst bewerten.

        Außerdem umgeht man natürlich sehr schön jeglicher Kritik. Gerade neue oder unbekannte Reihen / Spiele bzw, unbekannter Entwickler werden gerne mal niedriger bewertet als etablierte. Man denke da an die Tests von Gamestar zu Syberia (irgendwas in den 60ern) oder The Witcher 1 (anfangs irgendwas um 70) und im Gegenzug dazu von der Leserschaft geliebte Reihen wie Gothic, wo man dann ein Gothic 3 erst mal völlig überbewertet, weil man der Ansicht ist, die Leser erwarten das einfach.

        Ohne Testnoten ist man also erheblich weniger Kritik ausgesetzt und braucht sich entsprechend nicht ständig verteidigen.
        Problem dabei, meiner Ansicht nach macht man sich dadurch auch ein wenig überflüssig. Wenn es nur so verwässerte oder gar keine Noten mehr gibt, wozu dann den Test? Dann kann ich auch ein paar Minuten irgend einem Streamer zuschauen und so selbst einen Eindruck gewinnen, ob mir ein Titel zusagt.
      • Von Spiritogre Mitglied
        @ fud1974:
        Warum propagieren Spieletester für den Verzicht von Noten, ist doch ganz logisch, zum einen ist es eine enorme Arbeitserleichterung, da Noten im besten Fall innerhalb einer Publikation vergleichbar sind (4Players nimmt sich hier ja selbst raus) d.h. sie müssen bei jedem Spiel schauen, welche Note hatte vorher ähnliches Spiel X und das neue Spiel entsprechend angepasst bewerten.

        Außerdem umgeht man natürlich sehr schön jeglicher Kritik. Gerade neue oder unbekannte Reihen / Spiele bzw, unbekannter Entwickler werden gerne mal niedriger bewertet als etablierte. Man denke da an die Tests von Gamestar zu Syberia (irgendwas in den 60ern) oder The Witcher 1 (anfangs irgendwas um 70) und im Gegenzug dazu von der Leserschaft geliebte Reihen wie Gothic, wo man dann ein Gothic 3 erst mal völlig überbewertet, weil man der Ansicht ist, die Leser erwarten das einfach.

        Ohne Testnoten ist man also erheblich weniger Kritik ausgesetzt und braucht sich entsprechend nicht ständig verteidigen.
        Problem dabei, meiner Ansicht nach macht man sich dadurch auch ein wenig überflüssig. Wenn es nur so verwässerte oder gar keine Noten mehr gibt, wozu dann den Test? Dann kann ich auch ein paar Minuten irgend einem Streamer zuschauen und so selbst einen Eindruck gewinnen, ob mir ein Titel zusagt.
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von SirSeemi
        Und als Gipfel schreibt Ihr, dass Ihr überlegt habt, völlig auf eine Wertung zu verzichten... Und weil (die "altbackenen") Leser noch nicht reif sind, für diesen Schritt, hättet Ihr diesen Schritt verworfen (aufgeschoben?). Also - da haut es mir doch doch die Kinnlade runter... Modern sein bedeutet für Euch also - unklarer, diffuser, subjektiver zu bewerten?
        Diese Diskussion gibt es aber nicht erst seit gestern. Viele Redakteure (oder ehemalige Redakteure) propagieren seit Jahren die Abkehr von den Bewertungssystemen, unter anderem auch Leute die groß bei der Gamestar waren und heute in anderen Jobs und rückblickend sagen was für ein Blödsinn das alles immer war, in Publikationen anderer Länder und auch aktive vom Computec (siehe einer der letzten Gamesaktuell Podcasts).

        Sprich, wenn es nach denen ginge hätte man das schon lange abgeschafft.. inwiefern da noch eine Motivation vorhanden ist (oder war) eine Bewertung auf den Einser-Prozentpunkt genau zu machen halte ich für nach wie vor fraglich.

        Das Festhalten an der Bewertung schien mir zu guten Teilen immer eher vom Marketing bzw. dem Vertrieb auszugehen als den Redakteuren selber. Und wie gesagt: Nicht erst seit gestern, denn diese Diskussion wurde ja schon wiederholt in den letzten Jahren an diversen Stellen geführt.

        Wie gesagt befürworte ich auch ein zumindest grobes Wertungssystem, da es für mich den Einstieg in den längeren Text liefert und eine grobe Orientierungsmöglichkeit bietet. Ich halte es für nach wie vor als etwas - sagen wir "mutig" - wenn man beim Leser davon ausgeht dass er in jedem Falle den kompletten Text lesen will,
        auch wenn man als Schreiber des Textes das natürlich hätte, schließlich hat man sich mit dem Werk schon abgemüht dann will man nicht dass der verdammte Pöbel ;) hinten nur das kurze Fazit und die Zahlen liest.

        Meine Motivation dafür schwankt jedenfalls je nach Spiel und Genre stark.. und ich bin jemand der liest sonst gerne und viel, aber auch meine Zeit ist begrenzt.
      • Von Eberhard Hobby-Spieler/in
        Zitat von Worrel
        Außerdem kann man ein Spiel durchaus auch noch Jahre später spielen.
        Komme ich nicht dazu. Schaffe nicht mal die, die ich unbedingt spielen möchte.

        Zitat von Worrel
        dh: du mußt, um dein Spielerlebnis für die nächsten 10-20 Spielstunden zu maximieren, glatt mal eine halbe Stunde investieren, um die Tests gründlich zu lesen.
        Falscher Ansatz. Ich brauche erst mal einen Anreiz, das überhaupt zu tun! Sonst lasse ich vielleicht nicht nur die Informiererei, sondern verwerfe auch gleich die Idee eines neuen Spieles. Habe ja noch genügend älteres Zeugs liegen.

        Zitat von Worrel
        Mit einem durchschnittlichen Spiel ist man nach 20-40 Stunden fertig.
        Tja, nur dass die sich im ungünstigen Fall über ein ganzes Jahr bzw. im Fall von 40 Stunden auch über zwei Jahre verteilen. :-)
        In der Zeit lese ich aber durchaus etliche Hefte der PC Games. Immer so zwischendurch zu Zeiten und an Orten, wo an Spielen eh nicht zu denken ist auf Grund, Dauer, Gelegenheit und Mood.
        Wie sich logisch ableiten lässt, dann aber eher nicht, um Kaufentscheidungshilfen zu bekommen.

        Zitat von Worrel
        You're kidding?
        Dutzende Stunden Zeit haben wollen für ein Spiel, ...
        Wollen schon .... :-D

        Zitat von Worrel
        ... aber keine halbe Stunde, um mal Testberichte für den zukünftigen Spielspaß zu vergleichen?
        Keine Lust haben trifft es besser.
        Wie schon im Beitrag eins höher dargelegt, ist der Test eh nur noch der Abschluss eines Prozesses. Und es geht auch ohne. Es braucht also einen Anreiz, den Test lesen zu wollen. Ein Schleifchen, einen Zuckerguss, ein Aushängeschild.

        Das Kaufen eines Heftes und Lesen von Tests ist ein vom Spielen (in meinem Fall) ehrlicherweise relativ unabhängiges Vergnügen. Eher eine Ergänzung oder Alternative. Wenn ich über mein Hobby lese, fühle ich mich so, als würde ich es aktiv betreiben, auch wenn das nüchtern betrachtet nur sehr bedingt der Fall ist.
      • Von Eberhard Hobby-Spieler/in
        Zitat von Neawoulf
        Ganz ehrlich: Wertungssysteme interessieren mich eigentlich gar nicht. Ich lese lieber die (gerne auch sehr subjektiven) Argumente von Leuten, die einen ähnlichen Geschmack haben wie ich
        Genau.
        Und da kommen wir nämlich zum Wichtigsten: Warum lese ich die Tests überhaupt?
        Warum kaufe ich die Zeitschrift überhaupt?
        - Will ich mich schlau machen, um eine eigene Kauf-Entscheidung zu treffen?
        - Will ich mich eigentlich nur noch in meiner bereits bestehenden Meinung bestätigt oder ergänzt sehen?
        - Will ich nur zum Zeitvertreib etwas über mein Lieblingshobby lesen?

        Ich falle da noch am ehesten in Kategorie zwei.
        Meist habe ich bereits ein Kauf-Interesse, oder gar eine Kauf-Absicht, von dem/der mich nur noch eine extrem abweichende Wertung abbringt. Der Test dient allermeist eher so einer Art "Siehst'e, die sehen das auch so". Ein Wohlfühl-Schmankerl.
        Wenn ich so die Spiele-Käufe meines Lebens anschaue, waren die einzelnen Infos zu den Features des Spiels meist die ausschlaggebenden Faktoren für den Kauf des Spiels, aber die Prozent-Wertungen die Faktoren für den Kauf der Zeitschrift.

        Zitat von Neawoulf
        Zum Schluss entscheide mich dann selbst, ob das Spiel anhand dieser Eigenschaften etwas für mich ist oder nicht. ..... nicht, da der Stil für mich entscheidend ist, nicht die Technik.
        Genau, die Eigenschaften. Und der Stil. Das Bauchgefühl.
        Und wenn dann, wie oben geargwöhnt, mal nicht schon die Entscheidung vor Lesen des Tests fest steht.
      • Von Eberhard Hobby-Spieler/in
        Zitat von SirSeemi
        Die Begründung für das neue Wertungssystem "Damit tragen wir der Entwicklung moderner Spiele Rechnung, die sich nicht , wie früher, in Genre Korsetts zwängen lassen und zudem eine permanente Beschäftigung mit häufigem Nachjustieren erfordern". Liest sich wie ein Auszug aus einer Merkel Rede - viel diffuses Geschwafel mit unklarem Sinn.
        JA!
        Genau das kam mir auch in den Sinn, als ich den Unsinn gelesen habe.
        "Früher war alles einfacher und klarer, und deshalb kann man nicht mehr so genau sein.

        Dann doch lieber gar keine Begründung. Oder gleich ganz die Abschaffung der Bewertung in Zahlen. Aber da ist die Angst vor Leser-Verlust wohl doch zu groß.

        Und gar nicht mal unberechtigt. Als Kiosk-Käufer spielen für mich die Prozentzahlen eine wichtige Rolle als Eye-Catcher und Interessen-Wecker. Wie eine gute Überschrift. Oder als Ergänzung zu dieser. Ohne Zahlen-Bewertung fällt dann wohl allermeist der Kaufanreiz weg.
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