pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

Kopierschutz in der Kritik: Was würden Sie tun, wenn Sie Publisher wären?

09.11.2008 12:58 Uhr
|
168°
|
Kaum ein Thema bringt Deutschlands PC-Spieler derzeit mehr in Rage als die diversen Kopierschutzmechanismen der Spielehersteller. "Entmündigung", "Nötigung", "Verarsche" sind noch die harmlosesten Vokabeln, die in Foren, bei Händlern und gegenüber den Kunden-Hotlines fallen.

Obwohl Sacred 2 auf einen 'Kopierschutz Light' setzt, steht das Action-Rollenspiel unter Beschuss der PC-Spieler. Obwohl Sacred 2 auf einen "Kopierschutz Light" setzt, steht das Action-Rollenspiel unter Beschuss der PC-Spieler. Spore, Sacred 2, Far Cry 2, Alarmstufe Rot 3: Reihenweise watschen die User an sich sehr ordentliche Spiele mit niedrigen Wertungen ab; gerade bei großen Versendern wie Amazon.de überwiegen vielfach die negativen Kommentare in den Rezensionen. Dabei geht es weniger um den Spielspaß, sondern fast immer um den "unverschämten" Kopierschutz. Online-Aktivierung, begrenzte Installationsanzahl, Übermittlung von Rechnerdaten - all dies ärgert die Fans und vergrätzt mögliche Käufer des Spiels.

Wer die Rezensionen auf amazon.com sieht, könnte meinen, Spore gehörte zu den 100 schlechtesten Spielen aller Zeiten. Tatsächlich richtet sich die Kritik gegen den Kopierschutz. Wer die Rezensionen auf amazon.com sieht, könnte meinen, Spore gehörte zu den 100 schlechtesten Spielen aller Zeiten. Tatsächlich richtet sich die Kritik gegen den Kopierschutz. Bei unseren Recherchen berichten uns Publisher, dass es sich bei der Debatte hauptsächlich um ein "deutsches Phänomen" handelt; in anderen europäischen Ländern gingen die Spieler deutlich entspannter mit der Situation um. In den USA gleicht der Aufschrei den deutschen Dimensionen: Das Electronic-Arts-Spiel Spore wurde bei Amazon.com von über 3.000 Käufern rezensiert - 2.500 davon zückten einen von fünf Sternen. Hauptgrund: der Kopierschutz.

Ach, World of Warcraft, du hast es besser: Deine Spieler sind es gewohnt, dass sie sich bei jedem Spielstart mit Name und Passwort einloggen - und Blizzard freut sich über 11 Millionen zahlende Kunden weltweit. Ach, World of Warcraft, du hast es besser: Deine Spieler sind es gewohnt, dass sie sich bei jedem Spielstart mit Name und Passwort einloggen - und Blizzard freut sich über 11 Millionen zahlende Kunden weltweit. Selbst EA-Boss John Riccitiello bekannte kürzlich, dass er kein Fan von Kopierschutzmaßnahmen ist - allerdings sieht er keine Alternative, um seine Produkte (und damit seine Spieldesigner, Programmierer, Grafiker) vor Piraterie zu schützen.

PC Games möchte von Ihnen wissen: Angenommen, Sie wären der Chef eines großen Publishers und müssten entscheiden, wie ihre PC-Spiele im Jahr 2009 vor Raubkopierern geschützt werden sollen. Was würden Sie tun?

- Online-Authentifizierung bei jedem Spielstart - so wie es Millionen von World of Warcraft- oder Warhammer-Online-Spielern gewohnt sind?
- Einmalige Online-Authentifizierung - wie bei Half-Life 2, für dessen Aktivierungssystem Valve herbe Kritik beim Verkaufsstart einstecken musste?
- Gar kein Kopierschutz - etwa wie bei Musikdownload-Portalen mit DRM-freien MP3s?
- Securom und Co. - wie gehabt.
- Aufklärung und/oder erhobener Zeigefinger - wie es die Kinobranche mit nicht abbrechbaren DVD-Vorspännen und Kino-Trailern handhabt?
- Starker Multiplayer-Part - so wie es Blizzard mit dem Battle.net bei Diablo 3 und Starcraft 2 versucht?
- ... oder eine ganz andere Lösung?

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare. Alternativ können Sie uns Ihre Meinung gerne an redaktion@pcgames.de mailen.

Lesen Sie außerdem:
Kein DRM für Diablo 3 und Starcraft 2 - Battle.net soll Piraterie verhindern
Command & Conquer Alarmstufe Rot 3: DRM führt zu Negativwertungen bei Amazon
DRM , Copy Control, Securom und Co.: Großes PC-Games-Special über Kopierschutz-Systeme

Chefredakteurin
Moderation
09.11.2008 12:58 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
07.08.2011 20:24 Uhr
Zitat: (Original von Hasamoto;9329735)
Ganz einfach
-Die Position der Nummer ist mit dem Quellcode versiegelt und die Position wird zufälig beim Erstellen in der Produktion platziert.
- das Program, das die Abfrage macht, wird erst bei der Fertigstellung eingefügt und nicht schon vorher (wie es bisher der fall immer ist).
- da die Nummer fortlaufend ist, müsste für jede Kopie (selbst wenn durch irgendeinen Zufall der Quellcode offengelegt wird) jedes mal ein neuer Crack geschrieben werden und das für jede Kopie (alleine der Zeitaufwand ist schon so gewaltig das es sich für die Cracker nicht lohnen würde, von der Verbreitung ganz zu schweigen)

beantwortet das die fragen Worrel?

Abgesehen davon, daß keine Firma für jeden Kunden eine individuelle DVD anfertigen würde, weil das bei denen ebenfalls zu zeitintensiv und zu teuer werden würde:

a) Die Codeschreiber werden erst recht nicht für jeden einzelnen Kunden eine extra Kopierschutzabfrage schreiben, weswegen der Code dann sinngemäß nachher so aussehen dürfte:

- reserviere X MB Speicher
- lade Umgebundsdaten
- starte Kopierschutzabfrage
- wenn Kopierschutzabfrage positiv => lade Menü
Der Cr-/Hacker löscht nun "einfach" die beiden Zeilen mit der Kopierschutzabfrage und lässt nur das "lade Menü" über.
=> nicht unknackbar.


b) Natürlich haben die Cr-/Hacker nicht unmittelbar den Quellcode zur Verfügung.
Aber dafür gibt es mehrere Methoden.
1. Es gibt Hackprogramme, die eben aus fertig kompilierten Programmen versuchen, eine Quellcodevariante daraus zu formen.
Denn was passiert beim Kompilieren? Der für uns mMenschen verständliche Programmcode wird entschlackt und in die Maschinensprache übersetzt.
Bestimmte Programmzeilen sehen so in der fertig kompilierten Datei immer gleich aus, so daß man sie zurückübersetzen kann.

In der Maschinensprache gibt es u.a. einen Befehl, mit dem man als Konsequenz Unterprogramme (wie eine Kopierschutzprüfung) einfach überspringen kann.

2. Man hat eine extra Umgebung, auf der man das Originalprogramm ausführt. Diese Umgebung ist mit zig Programmen gespickt, die genauestens untersuchen, was denn das Originalprogramm macht, welche Daten es versenden will und wann es auf Antwort wartet. So kann man anhand der Reaktionen des Programms ein anderes Programm schreiben, was die selben Funktionen hat, aber eben die Kopierschutzabfrage ignoriert.


Natürlich ist das nicht trivial und höchstwahrscheinlich auch zeitintensiv, aber definitiv machbar und damit ist immer noch jede Software knackbar.

3. Wenn dein Vorschlag wirklich unknackbar wäre - meinst du nicht, dann wären andere, die sich beruflich damit auseinandersetzen, schon längst darauf gekommen?
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
07.08.2011 18:18 Uhr
Zitat: (Original von Hasamoto;9329735)
Ganz einfach
-Die Positzion der nummer ist Mit dem Quellcode versiegelt und die Positzion wird zufählig beim erstehlen in der Production platziert.
- das Program das die Abfrage macht wird erst bei der fertigstehlung eingefügt und nicht schon vorher (wie es bisher der fall immer ist).
- da die nummer fortlaufend ist müste für jede kopie (selbst wenn durch ihrgendein zufall der quellencode offengelegt wird) jedes mal ein Neuer Crack geschrieben werden und das für jede kopie (alleine der zeitaufwand ist schon so gewaltig das es sich für die Cracker nicht lohnen würde, von der verbreitung ganz zu schweigen)

beantwortet das die fragen Worrel?
Falsch, es gäbe genau einen Crack: einen der die ganze Abfrage entfernt/umgeht.
Glaubst Du wirklich, die Leute, die sich mit sowas beschäftgien, sind so dämlich, dass sie nicht auf eine so offensichtliche Lösung kämen, wenn es funktionieren würde?
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
05.08.2011 16:37 Uhr
Ganz einfach
-Die Positzion der nummer ist Mit dem Quellcode versiegelt und die Positzion wird zufählig beim erstehlen in der Production platziert.
- das Program das die Abfrage macht wird erst bei der fertigstehlung eingefügt und nicht schon vorher (wie es bisher der fall immer ist).
- da die nummer fortlaufend ist müste für jede kopie (selbst wenn durch ihrgendein zufall der quellencode offengelegt wird) jedes mal ein Neuer Crack geschrieben werden und das für jede kopie (alleine der zeitaufwand ist schon so gewaltig das es sich für die Cracker nicht lohnen würde, von der verbreitung ganz zu schweigen)

beantwortet das die fragen Worrel?
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
05.08.2011 00:10 Uhr
Zitat: (Original von Hasamoto;9328835)
Ich würde mein Kleinhirn benutzen
Es ist so einfach ein Kopierschutz zu entwickeln der Wirklich unknackbar ist

Wie fragt ihr ?
Ganz einfach Schaut euch mal die unterseite der DVD genau an
Da seht ihr im inneren Ring ein Kleinen Strichcode und eine Nummer...

Keine Software ist unknackbar.

Was steht denn letztendlich in dem Programm drin?

- sieh nach, welche Zahl auf der DVD steht
- speichere diesen Wert in der Variablen A
- wenn A = 12558122 ist, dann starte Spiel
Was hindert jetzt einen Hacker, Cracker oder sonstwen, das Programm folgendermassen zu ändern?

- setze A auf den Wert 12558122
- wenn A = 12558122 ist, dann starte Spiel
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.08.2011 23:51 Uhr
Zitat: (Original von FYoshi;9320843)
Ich habe keine Lust auf einen gekauften Spiel zu sitzen welches aufgrund von insolventen Herstellern oder abgeschalteten Auth-Servern nicht mehr läuft.

Word!

Verwandte Artikel

366°
 - 
Die 133. Folge des PC Games-Podcasts ist da! Hoher Besuch im Podcast. Christian Schlütter, ehemaliger PC Games-Redakteur und jetzt Producer von Legends of Pegasus, beehrt uns und stellt sein SciFi-Strategiespiel vor. mehr... [25 Kommentare]
351°
 - 
PC-Spieler können aus der Winterstarre erwachen. Im Februar geht es wieder heiß her. PC Games stellt euch mit der Video-Monatsvorschau die kommenden Top-Titel vor. Mit dabei sind unter anderem Kingdoms of Amalur: Reckoning, Syndicate und Wargame. mehr... [11 Kommentare]
293°
 - 
Ich wähle keine Spielekiller: Eine Aktion GEGEN die unsachliche, vorurteilsbehaftete Diskriminierung von Video- und Computerspielern und FÜR die Stärkung eines wirksamen Jugendschutz. mehr... [151 Kommentare]
289°
 - 
Die 132. Folge des PC Games-Podcasts ist da! Diesmal mit dabei: Felix Schütz, Sascha Lohmüller, Peter Bathge und Viktor Eippert. Diesmal reden wir über Darksiders 2, Diablo 3, den Ausfall der Blizzcon 2012 und viel Quatsch. mehr... [26 Kommentare]
282°
 - 
Die 131. Folge des PC Games-Podcasts ist da! Diesmal mit dabei: Felix Schütz, Peter Bathge und Viktor Eippert. Diesmal reden wir über Resident Evil 6, Diablo 3 sowie Deponia und beantworten Leserfragen. mehr... [40 Kommentare]