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Ich wähle keine Spielekiller: Randy Pitchford (Brothers in Arms, Borderlands) zur PC-Games-Aktion

19.09.2008 11:22 Uhr
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Der offizielle Banner zu unserer Aktion Ich wähle keine Spielekiller. Der offizielle Banner zu unserer Aktion Ich wähle keine Spielekiller.
Randy Pitchford, Mitgründer und Geschäftsführer von Gearbox Software (Brothers in Arms, Aliens: Colonal Marines, Mitarbeit an Halo -und Half-Life-Versionen) hat unsere Aktion "Ich wähle keine Spielekiller" verfolgt und seine eigene Meinung zu dem Thema. Was der bekannte Entwickler dazu zu sagen hat, lesen Sie hier:

Es ist einfach, etwas zu verurteilen, was man nicht versteht. Ältere Generationen sind mit Videospielen nicht aufgewachsen; viele haben Angst vor Technologie und neuen Medien, dementsprechend klafft eine große Lücke zwischen den Generationen.

Frühere Generationen befürchteten, Rock'n'Roll-Musik würde das Abendland zum Einsturz bringen. Heute feiern Rock und andere neue Musikrichtungen als Teil unserer Kultur.

Entertainment und Medien im allgemeinen bringen uns nicht nur Unterhaltung, sondern können uns auch Dinge lehren, uns helfen, Dinge zu verstehen über uns, einander und die Welt.

Video- und Computerspiele, egal ob familienfreundlich, hard-core-Action, gewaltintensiv oder abgedreht, tragen alle zu einem kollektiven Erlebnis bei, das für eine gesunde und lebendige Kultur nötig ist. Die lebendigsten Kulturen wiederum sind jene, welche den Weg in die Zukunft anführen mit Innovation, Technologie, Geist und Philosophie.
Auch Brothers in Arms: Hell's Highway, das jüngste Werk von Gearbox Software, kommt in Deutschland geschnitten auf den Markt. Auch Brothers in Arms: Hell's Highway, das jüngste Werk von Gearbox Software, kommt in Deutschland geschnitten auf den Markt.
Bei geschlossenen Kulturen hingegen ist es viel wahrscheinlicher, dass aus Ihnen Intoleranz, Gewalt und Bösartigkeit entsteht. Offene Kulturen verfügen über ein Erlebnisspektrum; je offener eine Zivilisation ist, desto eher vermag sie, ihre eigenen Stärken und ihre Existenz zu verteidigen und zu fördern.

Veröffentlichungen und Äußerungen ganz gleich welcher Art zu verbieten, ist ein Schritt zum Abschließen der Kulturen. Ein solches Verbot widerstrebt allem, was die deutsche Kultur für so viele Jahre so fortschrittliche machte. In den letzten Jahren ist Deutschland zu einem großartigen weltweiten Symbol für Toleranz und Freiheit geworden. Es stimmt mich traurig, von solchen Attacken auf den Fortschritt und eine weltweit führende Kultur zu hören.

Selbst in den Vereinigten Staaten existiert diese Lücke zwischen den Generationen, manche Menschen ängstigen sich vor dem großartigen neuen Medium der Videospiele. Aber es gibt gewaltige Indizien dafür, dass unsere Kultur das elektronische Zeitalter und das Informationszeitalter annimmt und Erfahrungen wie Videospiele und das Internet in sich aufnimmt, während altbekannte Probleme mit Jugendgewalt und -kriminalität geringer werden.

Ich finde diesen Artikel, welcher auf Basis von Daten des US-Justizministeriums eine Korrelation zwischen abnehmender [Hervorhebung im Original, Anm. d. Red.] Jugendgewalt und Videospielkultur aufzeigt, sehr überzeugend: http://www.gamerevolution.com/features/violence_and_videogames

Ich würde deutschen Politikern, die Videospiele selbst nicht verstehen, dazu ermuntern, ihren Geist für die Perspektive zu öffnen, dass die kognitiven Herausforderungen und soziale Interaktionen in der sicheren Welt des Videospiels viele, viele nützliche Folgen haben - für die Menschen, die sich damit unterhalten und für die Kultur, die es annimmt.

Beste Grüße,

Randy Pitchford.
Geschäftsführer von Gearbox Software


Übersetzung: Christian Burtchen. Auf der nächsten Seite finden Sie das englische Original

Moderation
19.09.2008 11:22 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.09.2008 17:12 Uhr
Mir hat das Amen gefehlt!  
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.09.2008 09:20 Uhr
aha- gewaltdarstellung in zeitlupe ist also realistisch. soso. 
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
19.09.2008 21:56 Uhr
Zitat: (Original von Bonkic am 19.09.2008 14:22)
trotz allem sollte sich pitchford die frage gefallen lassen, warum man in einem weltkriegsshooter das herumfliegen von abgerissenen extremitäten in zeitlupe zeigen muss.

jo ich würde auch gern wissen warum Spieberg in seinem Weltkriegsdrama "Der Soldat James Rayn" die Gewalt so realistisch dargestellt hat.Pfui Teufel wie kann man nur...
 

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