Aktion zur bayerischen Landtagswahl - Ich wähle keine Spielekiller!
Es reicht. Endgültig. Wir haben es satt. Und wir wehren uns. Nach den unsäglichen Äußerungen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, der ein "Herstellungsverbot für Killerspiele" fordert, ist es - wieder - an der Zeit, Farbe zu bekennen.
Wir fordern alle volljährigen, wahlberechtigten Spielefans in Bayern auf, diesen Brief auszudrucken, auszufüllen und zu unterschreiben. Faxen Sie! Mailen Sie! Schreiben Sie! Kopieren Sie den Text (siehe Seite 2) und leiten Sie ihn an Freunde und Kollegen weiter! Drücken Sie das Dokument Ihrem Abgeordneten und Kandidaten an den Infoständen Ihrer Stadt in die Hand. Schicken Sie E-Mails und Faxe direkt an die Amtsinhaber der bayerischen Staatsregierung. Kurzum: Machen Sie deutlich, dass Sie sich als Bürger und Wähler des Freistaates Bayerns nicht diskriminieren und bevormunden lassen wollen.
Die Banner zur Aktion dürfen Sie gerne auf Ihrer Website oder in Foren einsetzen.
[UPDATE]
Unsere Leser haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass es hier eine komplette Liste aller CSU-Abgeordneten gibt - inklusive Websites und E-Mail-Adressen und Telefaxnummern. Herzlichen Dank für diesen Hinweis!
[UPDATE 2]
Einen Überblick über das umfangreiche und breite Medienecho finden Sie hier.
jetzt.sueddeutsche.de veröffentlichte am 10.09. ein langes Interview zum Vorstoß von PC Games.
[UPDATE 3]
Die offiziellen Banner zur Aktion bieten wir hier an. Sie dürfen die Logos sehr gerne in Foren oder auf Ihrer privaten Website einsetzen.
[UPDATE 4]
Bis zum 25.09. (also kurz vor der Landtagswahl) legt der Onlineversender 3dsupply allen Bestellern aus Bayern das offizielle Shirt zur Aktion kostenlos bei. Besteller außerhalb Bayerns können sich das Shirt für 9,90 Euro bestellen. Weitere Informationen gibt es hier.
Der Versender 3Dsupply schenkt allen bayerischen Bestellern das Shirt zur Aktion - allerdings nur bis zum 25.09.
Unser Service für Sie: E-Mail-Adressen einiger Amt- und Würdenträger von Regierung und CSU.
Günther Beckstein, Bayerischer Ministerpräsident
poststelle@stk.bayern.de
Christine Hadertauer, CSU-Generalsekretärin
christine.haderthauer@csu.de
Markus Söder, Bayerischer Europaminister
europaminister@stk.bayern.de
Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister
joachim.herrmann@csu-bayern.de
Stefan Müller, Landesvorsitzender der Jungen Union Bayerns
stefan.mueller@bundestag.de
Thomas Dopfer, Stv. Landesvorsitzender der Jungen Union Bayerns
thomas.dopfer@gmx.net
Auch in den USA stößt die Aktion auf Resonanz: gamepolitics.com bringt ein übersetztes Interview mit der ZEIT und weist auf die PC-Games-Kampagne hin.
Eberhard Sinner, Chef der bayerischen Staatskanzlei
esinner@t-online.de
Jürgen Heike, Staatssekretär im bayerischen Innenministerium
juergen.heike@stmi.bayern.de
Erwin Huber, CSU-Parteichef
minister@stmf.bayern.de
Dr. Beate Merk, Bayerische Justizministerin
poststelle@stmj.bayern.de
Siegfried Schneider, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus
mdl@siegfried-schneider.de
Emilia Müller, Bayerische Wirtschafts- und Technologieministerin
poststelle@stmwivt.bayern.de
Vermeiden Sie Spam-Mails: Bitte versenden Sie nur dann E-Mails, wenn Sie hinter dieser Aktion stehen. Geben Sie stets Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre E-Mail-Adresse an - anonyme E-Mails helfen niemandem. Geben Sie dem Protest einen Namen - Ihren Namen!
Wir bitten Sie herzlich: Machen Sie mit!
Die Redaktion von PC Games
- Download: Brief an die Abgeordneten - Vorlage [375,10 KB]


von Wahlberechtigten .
für Ihre E-Mail vom 11. September bedanke ich mich. Sie wenden sich darin gegen das von der CSU geforderte Verbot von so genannten Killerspielen.
Ich verstehe unter "Killerspielen" Produkte von abstoßender Brutalität und Grausamkeit, bei denen es darum geht, am Bildschirm grausame oder die Menschenwürde verletzende Gewalttätigkeiten zu begehen und die mit zunehmendem technischen Fortschritt immer realistischere Darstellungen enthalten. Der derzeitige Jugendschutz ist bei Computerspielen völlig unzureichend. Die von der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK) ausgesprochene Einschränkung "Keine Jugendfreigabe" bietet leider keine Gewähr dafür, dass Kinder von der Nutzung abgehalten werden. Es ist zunächst natürlich Sache der Eltern, sich darum zu kümmern, was ihre Kinder spielen. Jedoch darf hier die Politik nicht die Augen verschließen und tatenlos zusehen.
Erforderlich ist deshalb unseres Erachtens ein Bündel von Maßnahmen, die Bayern zur Umsetzung des Koalitionsvertrages bereits im Februar 2007 in den Bundesrat eingebracht hat:
Bei den Alterseinstufungen im Rahmen der Freigabeentscheidungen darf nicht mehr das Interesse der Spieleindustrie im Vordergrund stehen, sondern der Jugendschutz ohne Wenn und Aber. Hinzukommen muss aber auch ein gesetzliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot menschenverachtender Killerspiele. Die Amokläufe von Erfurt bis Emsdetten haben gezeigt, dass sich die Hemmschwellen für die eigene Gewaltbereitschaft auch in der realen Welt verringern, wenn man über mehrere Stunden ständig in einer virtuellen Welt Gewalt ausübt.
Mit dem angestrebten Verbot will Bayern in keiner Weise das Spielen am Computer generell verbieten. Wir wissen, dass es zahlreiche intelligent gemachte Computerspiele gibt, die eine attraktive und herausfordernde Freizeitbeschäftigung darstellen. Verbote allein können sicherlich auch nicht alle Probleme lösen, die von menschenverachtenden Computerspielen ausgehen. Dass es darüber hinaus an unseren Schulen weitere Anstrengungen der Medienerziehung geben muss, bestreite ich nicht. In einem Markt, der Kinder und Jugendliche mit jugendgefährdenden Produkten geradezu überschwemmt, ist der Erfolg der Medienerziehung jedoch stark in Frage gestellt. Deshalb setzen wir uns für strengere Gesetze ein. Sie sind ein unverzichtbares Mittel zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Ingrid Heckner, MdL
beckstein meinte ja im gleichen atemzug das autofahren mit 2,2 promille vollkommen ligitim sei, kein wunder dass die CSU abgerutscht ist!
Genau genommen hat sich doch meines Wissens KEINE Partei pro Medienfreiheit ausgesprochen. Aber gar nichts wählen bringt auch nichts. Wobei das Thema ja nun auch nicht SOOO weltbewegend ist.
Da habt ihr mit eurer Aktíon bestimmt auch einen (kleinen ?) Teil dazu beigetragen.
Nochmals, Danke !
Also wenn man die Leserreichweite der des Magazins nimmt, dann überlegt wieviele davon aus bayern kommen, wieviele davon wiederum bereits das erforderliche Alter haben und wieviele dann auch noch so einen Blödsinn wie Killerspiele in ihrer Wahlentscheidung miteinbeziehen könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Aktion nur einen Sinnn und eine Auswirkung hatte.
PR und Eigenwerbung für Computec.
Das denke ich hat scheinbar hervorragend geklappt.