Overlord 2-Test: Böse sein und Spaß dabei?
Neue Truppen, bessere Waffen und abwechlungsreiche Landstriche motivieren zum Weiterspielen und lassen über KI-Mängel hinwegsehen.
Gemein sein ist gut, böse sein ist noch besser. Dies ist eine der Weisheiten Ihrer rechten Hand in Overlord 2. Eine andere lautet: "Robben können in eure Seele blicken, sie müssen ausgerottet werden." Sie merken es sicher schon, auch im zweiten Teil der lustigen Bösewicht-Simulation regiert wieder triefend schwarzer, bitterböser Humor - echt erfrischend!
Für all jene unter Ihnen, die von der Overlord-Serie noch nie etwas gehört haben, hier eine kurze Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte: Die Welt wird vom sogenannten (an das Römische Imperium angelehnten) Kaiserreich regiert. Mithilfe seiner Inquisitoren will diese Macht jegliche Magie ausrotten. Da der Overlord des Vorgängerspiels aus der Welt verschwunden ist, scheint nichts und niemand sie aufzuhalten. Im eisigen Nordberg soll ein kleiner Abkömmling der Overlords den Inquisitoren ausgeliefert werden, kann jedoch in letzter Sekunde von den Gremlin-artigen Schergen gerettet werden.
All dies erleben Sie im Tutorial. Danach folgt ein Schnitt und Sie übernehmen die Rolle des nun erwachsenen Fieslings. Ihr Ziel: Rache an Nordberg und am Kaiserreich.
Der Overlord erinnert nicht nur vom Aussehen an Sauron aus den Herr-der-Ringe-Filmen.
Ein Genre-Cocktail bietet für jeden Geschmack etwas. Als Grundgerüst dient ein Action-Adventure. In der Verfolgersicht steuern Sie Ihren Overlord durch abwechslungsreiche Landschaften, erfüllen Aufgaben und greifen Gegner per Tastendruck an. Aufgelockert wird das Ganze durch Schalterrätsel. Ein Hauch Rollenspiel kommt hinzu, etwa dann, wenn Sie Ihren Charakter mit verschiedenen Waffen und Rüstungen ausstatten oder Ihre Zaubersprüche verbessern.
Schließlich kommt noch eine Prise Strategie dazu, wenn Sie Ihren unterirdischen dunklen Turm ausbauen und Ihre Armee in den Kampf schicken. Für ein wenig Gold verbessern Sie beispielsweise das Startlevel neugeborener Schergen oder schmieden sich neue Waffen. Die strohdummen, aber treuen Untertanen unterteilen sich dabei in vier Arten. Braune Schergen sind klassische Nahkämpfer, sie nutzen Rüstungen und Waffen und dürfen auf Wölfen reiten. Rote Schergen sind Pyromanen und zünden aus der Ferne alles an, was brennbar ist. Grüne Schergen können sich tarnen und greifen ihre Gegner am liebsten von hinten an. Die blaue Variante schließlich ist magiebegabt und kann durchs Wasser laufen.
Eine geschickte Zusammenstellung und Positionierung der Armee ist unabdingbar, zumal die maximale Truppengröße begrenzt ist. Um die jeweiligen Schergen beschwören zu können, müssen Sie jedoch erst ihr Nest finden.
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Bildergalerie zu Overlord 2
Vielleicht sollte man allen in der Games Group mitteilen das Spielspaß bewertet wird (wie es ja immer mal wieder von einem Redakteur gesagt wird). Hier ist es… 
