Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Orcs Must Die! Unchained in der Hands-on-Vorschau: Launiges Action-MOBA für Dota-Verweigerer

    Mit Orcs Must Die! Unchained driftet die für den Einzelspielermodus bekannte Tower-Defense-Serie in Richtung Online-MOBA ab. Quelle: Gameforge

    Vom Tower-Defense-Spiel mit Story-Kampagne und Koop-Modus zum Free2Play-MOBA: Orcs Must Die! Unchained geht in eine neue Richtung. Wir haben den actionreichen Konkurrenten zu League of Legends und Dota 2 vorab angespielt und verraten euch, ob der kostenpflichtige Vorabzugang zur Alpha-Version schon jetzt Spaß verspricht - oder ob die Entwickler den Charme der Serie mit Mikrotransaktionen und Booster Packs ersticken.

    Gäbe es einen Strafgerichtshof für virtuelle Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das Verfahren gegen Entwickler Robot Entertainment und seine Orcs Must Die!-Serie würde schon seit Jahren andauern. Die ultrawitzigen Tower-Defense-Spiele der Texaner behandeln nämlich schlicht und ergreifend Völkermord – in einer äußerst comichaften, herrlich zugespitzten und wunderbar überdrehten Art und Weise. Die Wesen, die in diesem Foltersimulator wie Lämmer zur Schlachtbank geführt werden, existieren in Wirklichkeit nicht und daher findet sich keine Lobby, die sich für ihre Rechte einsetzt: Orks sind von Natur aus unbeliebt und eignen sich daher ideal als grüne, dümmliche und unangenehm riechende Zielscheibe.

    In den beiden Orcs Must Die!-Spielen werden die Orks nun schon seit beinahe drei Jahren in einer Tour gevierteilt, zerstampft, aufgespießt, mit Säure verätzt, überrollt und angezündet. Mit dem neuen Multiplayer-Ableger der Reihe namens Orcs Must Die! Unchained weitet Robot Entertainment dieses Dauermorden auf die Avatare menschlicher Spieler aus: In einer Mischung aus Tower Defense, MOBA (Multiplayer Online Battle Arena, Beispiel League of Legends) und World of Tanks beharken sich zwei Teams mit je fünf Spielern mit dem Ziel, einen Dimensionsriss im Inneren der gegnerischen Festung, den sogenannten Rift, zu zerstören. Einzelspielerpartien soll es dabei zumindest vorerst nicht geben, zumindest eine alternative Koop-Option haben wir aber schon erspäht. In den Multiplayer-Gefechten kommen nicht nur Fantasy-typische Waffen wie Armbrust, Axt und Arkane Magie zum Einsatz, sondern auch zwei der bekanntesten Merkmale der Orcs Must Die!-Serie: Fallen und KI-Monster.

    Hands-on mit Bärchenrittern

    Im Rift-Raum einer Karte steht das zu beschützende Portal jeder Seite. Im Rift-Raum einer Karte steht das zu beschützende Portal jeder Seite. Quelle: Gameforge Bei einem Entwicklerbesuch in der Redaktion bekamen wir eine der neuen, weitläufigen Karten zu sehen, auf denen Unchained spielt. Diese zeichnete sich bereits durch deutlich mehr optische Abwechslung als die Vorgänger aus, in denen es ausschließlich in Burgen und Minen zur Sache ging. Die Multiplayer-Map kombinierte dicke Festungsmauern mit verschlungenen Pfaden im Grünen. Von jenen Pfaden gibt es pro Map üblicherweise vier und die Entwickler nennen sie "Lanes" wie in League of Legends oder Dota 2. Auf diesen Wegen marschieren die vom Computer gesteuerten Dienerkreaturen jedes Teams automatisch in Richtung Feindbasis – nur diese Monster können den gegnerischen Rift beschädigen! Ergo müssen die Spieler ihre KI-Unterstützung sicher über die Map geleiten. Die Viecher - alle herrlich einfallsreich gestaltet, wie man es von der Serie gewohnt ist (unsere Lieblinge: Bärenritter in Rüstung!) – strömen aus bis zu zwei Kriegslagern.

    Es gilt, die Fallen taktisch klug im Team zu kombinieren, um möglichst viele Gegnerwellen zu überleben. Es gilt, die Fallen taktisch klug im Team zu kombinieren, um möglichst viele Gegnerwellen zu überleben. Quelle: Gameforge Das erste davon ist bei Spielbeginn freigeschaltet – jeder Spieler eines Teams kann dort eine Monsterart auswählen, die in regelmäßigen Intervallen aus den Toren quillt. Jede dieser Wellen ist also aus bis zu fünf Monstergruppen zusammengesetzt – jede Einheit gehört einem Spieler, aber alle fünf kämpfen für das selbe Team, genau wie die menschlichen Teilnehmer einer Partie. Je weiter die eigenen Monster kommen, bevor sie von den Gegnern und ihren automatischen Fallen gestoppt werden, umso mehr Führungskraft fließt auf das Konto des jeweiligen Spielers. Mit dieser Ressource bezahlt ihr nicht nur die Monster, sondern könnt auch die Kriegslager aufrüsten. Um ein Lager auf eine neue Stufe zu heben, braucht es fünf Investitionen von je 1.000 Führungspunkten. Eine höhere Stufe erlaubt die Auswahl stärkere Monster zu Folge, die selbst aber auch mehr Führungspunkte kosten. Nach jedem Stufenanstieg eines Kriegslagers empfiehlt es sich also, dort vorbeizuschauen, um eine neue, kräftigere Monsterart auszuwählen. Zudem lässt sich mit genügend Führungskraft ein zweites Lager öffnen, wodurch auch die zweite Lane der eigenen Fraktion von KI-Soldaten bevölkert wird. Das alles beschäftigt einen abseits der Action ähnlich wie der dynamische Kauf von Gegenständen in den Map-Shops von League of Legends oder Dota 2.

    Interface und Optik erinnern stark an Orcs Must Die! 2. Interface und Optik erinnern stark an Orcs Must Die! 2. Quelle: Gameforge

    Fallen bauen, Monster hauen

    Die spielbaren Helden sollen sehr unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Die spielbaren Helden sollen sehr unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Quelle: Gameforge Apropos Action: Wie in den Vorgängern steuert ihr euren vor Spielbeginn ausgewählten Charakter (es gibt zur Zeit zehn Helden mit Namen wie Blackpaw, Ivy oder Stinkeye, auf die beide Seiten Zugriff haben) aus der Third-Person-Perspektive. Mit der Maus und einigen wenigen Tasten wie Q und E führt ihr Standardattacken, Spezialangriffe und besondere Fähigkeiten aus. Am unteren Bildschirmrand liegen in einer Leiste zudem die Gegenstände und Fallen, die ihr vor Spielbeginn als Teil eures Kartendecks ausgewählt habt und die sich per Zifferntasten aufrufen lassen. Was folgt, ist leicht zu durchschauen: Ihr knallt feindliche KI-Monster und Helden ab oder nutzt die Nahkampfwaffen der sehr unterschiedlichen Spielercharaktere und pflastert Wände, Boden und Decke eurer eigenen Festung mit tödlichen Pfeilfallen, verlangsamenden Teerbecken oder witzigen Stampfern.

    Fallen kosten Gold, das ihr durch den Abschuss von Monstern verdient – auch durch eure Fallen erledigte Gegner lassen euer Konto anschwellen. Getötete Helden hinterlassen eine besonders begehrte Schatztruhe, die verbündete Spieler aber einsammeln und so dem anderen Team die Belohnung für den Kill verwehren können, ein "Denial", um in der MOBA-Fachsprache zu bleiben. Ein Last-Hit-System wie bei Dota 2 gibt es aber nicht, ihr könnt also nicht eigene KI-Diener umknüppeln.

    Den Gefechten verleihen die aus den Vorgängern bekannten Spezialfähigkeiten Würze wie Feuer- und Blitzzauber oder heilende/Projektile verschießende Totems sowie Gegner packende Ranken. Ein Held kann Fallen im Fadenkreuz kurzzeitig deaktivieren, ein anderer gelangt mit einem Sprungangriff schnell mitten ins Getümmel, ein weiterer bufft nahe Kameraden oder KI-Monster. Per Teleportring geht es flugs in den eigenen Rift-Raum, wo genau wie an zwei Stellen an den Lanes computergesteuerte Wächter stehen. Die stellten sich in unserer Vorabversion durch einen Bug noch reichlich dumm an, sollen im fertigen Spiel aber eine erste und letzte Verteidigungslinie für die eigene Mannschaft bilden.

    Gute Taktik: Die Tore zu Beginn offen lassen und erst später verschließen, wenn stärkere Gegner auftauchen. Gute Taktik: Die Tore zu Beginn offen lassen und erst später verschließen, wenn stärkere Gegner auftauchen. Quelle: Gameforge Weitere Kniffe sorgen bereits in unseren zwei Testpartien für angenehme taktische Tiefe: Verschließbare Tore halten Gegner auf, bis diese sie zerstören – wer clever ist, öffnet die Tore zu Beginn und spart sie sich so für spätere Wellen auf. An bestimmten Stellen lassen sich gegen Geld Glyphen auf den Boden ritzen, die darüber laufende Dienerkreaturen des eigenen Teams mit einem Buff versehen. Und dann sind da auch noch die aus dem ersten Orcs Must Die! bekannten Weberinnen, bei denen ihr euch zwischen drei Rollen entscheidet (Angriff, Verteidigung, Unterstützung) und euren Charakter gegen Gold nach und nach mit immer mächtigeren passiven Boni verbessert. Das alles ist im ersten Moment fast schon zu komplex, gleichzeitig kommt Orcs Must Die! Unchained durch die zugänglichen Action-Gefechte und die überschaubare Anzahl an Helden und Fähigkeiten aber deutlich einsteigerfreundlicher daher als andere, reinrassige MOBAs. Vor allem spielt sich Unchained für Fans der Reihe sehr vertraut und hat dieselben aberwitzigen Monster-Designs, den selben vergnügten Soundtrack und die selbe motivierende Mischung aus Actionspiel und Tower Defense.

    00:43
    Orcs Must Die! Unchained - Free2Play-Ableger im Trailer angekündigt

    Alles gratis - mehr oder weniger

    Während Robot Entertainment nach bisherigem Stand also erfolgreich war in dem Streben, das Orcs Must Die!-Spielprinzip in kompetitive Online-Gefilde zu transportieren, sorgt der Free2Play-Aspekt des Spiels noch für viele offene Fragen. Orcs Must Die! Unchained erscheint im 4. Quartal 2014 als grundsätzlich kostenloses Download-Spiel, allerdings mit einem eingebauten Item-Shop. In dem dürft ihr gegen echtes Geld Booster-Packs kaufen, etwa neue Helden und Fallen, die wie in den Vorgängern als Karten dargestellt werden.

    Die kostenpflichtigen Founders Packs gewähren frühen Zugang zu Alpha- und Betatest. Die kostenpflichtigen Founders Packs gewähren frühen Zugang zu Alpha- und Betatest. Quelle: Gameforge Neben der mit echten Euros erworbenen Premium-Währung verdient ihr aber durch erfolgreiche Partien aber auch virtuelles Gold (und steigt nebenbei noch im Rang auf), mit dem sich diese Gegenstände ebenfalls erstehen lassen. Wenn ihr durch den Kauf eines Booster-Packs doppelte Karten erhaltet, dürft ihr diese ähnlich wie in Blizzards Hearthstone auflösen und bekommt dafür "Gibs", die Orcs Must Die!-Variante des Hearthstone-Staubs. Damit lassen sich beliebige eigene Karten herstellen.

    Wie gut und fair das Free2Play-System funktioniert, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch überhaupt nicht abschätzen. Dass Robot Entertainment auch Helden zum Kauf anbieten will, sorgt bei uns jedoch für die ein oder andere Sorgenfalte: Da die Charaktere MOBA-typisch bestimmte Rollen erfüllen und somit nicht jede Figur im engen Sinne "ausbalanciert" ist, um jeden anderen Charakter besiegen zu können, könnten sich Spieler mit dickem Portemonnaie theoretisch Vorteile erkaufen. Auch bleibt abzuwarten, wie viel Zeit das Erspielen von virtuellem Gold in Anspruch nimmt, wie viel Einfluss also der Free2Play-typische Grind auf das Spielerlebnis hat.

    Orcs Must Die! Unchained erscheint im 4. Quartal 2014. Wer an Alpha oder Beta teilnehmen möchte, kann sich auf der offiziellen Webseite bewerben oder für bis zu 110 Euro eines der Founders Packs mit diversen weiteren Vorteilen erwerben.

  • Orcs Must Die! Unchained
    Orcs Must Die! Unchained
    Publisher
    Gameforge AG
    Developer
    Robot Entertainment
    Release
    2015
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Worrel
    Weil der Shitstorm für Dungeon Keeper Mobile's 90 Euro Pack nicht groß genug war, gibt's hier jetzt eins für 110 Euro…
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Worrel Erfahrener Benutzer
        Weil der Shitstorm für Dungeon Keeper Mobile's 90 Euro Pack nicht groß genug war, gibt's hier jetzt eins für 110 Euro. 
    • Aktuelle Orcs Must Die! Unchained Forum-Diskussionen

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1117240
Orcs Must Die! Unchained
Vorschau: Launiges Action-MOBA für Dota-Verweigerer
Vom Tower-Defense-Spiel mit Story-Kampagne und Koop-Modus zum Free2Play-MOBA: Orcs Must Die! Unchained geht in eine neue Richtung. Wir haben den actionreichen Konkurrenten zu League of Legends und Dota 2 vorab angespielt und verraten euch, ob der kostenpflichtige Vorabzugang zur Alpha-Version schon jetzt Spaß verspricht - oder ob die Entwickler den Charme der Serie mit Mikrotransaktionen und Booster Packs ersticken.
http://www.pcgames.de/Orcs-Must-Die-Unchained-Spiel-54197/News/Orcs-Must-Die-Unchained-gespielt-Erste-Preview-1117240/
11.04.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/04/OMDU_02-pc-games_b2teaser_169.jpg
orcs must die,moba,action,league of legends,dota
news