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  • Orcs must die! - Ein überaus witziges Spiel, mit etwas wenig Inhalt - Leser-Test von HolyHerbert

    Eine Horde Orcs, einen selbstverliebten Kampfmagier und einen Spalt - was will man mehr? Die Neuerscheinung "Orcs must die!" verbindet Tower Defense und Action mit dem typischen RPG-Setting.

    Der alte Magier ist tot. Ausgerutscht auf einer Pfütze Koboldblut schlägt er sich den Kopf auf einer Treppenstufe auf. Nachdem er 300 Jahre lang den Spalt verteidigt hat, geht die Aufgabe an seinen Lehrling. Wer jetzt nur Bahnhof verstanden hat, ist bereits mitten drin in Orcs must die! vom Entwicklerstudio Robot Entertainment. Aber von Anfang an: Die Orks wollen unbedingt in die Menschenwelt und Unheil anrichten. Um dahin zu gelangen, müssen sie durch magische Portale, die so genannten Spalte. Und um die Spalte zu beschützen, haben die Menschen die Spalte durch Festungen im Ork-Gebiet geschützt und die Kriegsmagier zu deren Verteidigung entsannt. Soweit, so verrückt.

    Nachdem für Magier etwas ungewöhnlichen Tod des Alten, schnappt sich sein Lehrling, ein von sich selbst überzeugter Jüngling mit flotter Gelfrisur, Zauberbuch sowie Waffe und stürzt sich selbst in den Kampf gegen die Horde. Verschiedene Spalten in unterschiedlichen Festungen gilt es zu beschützen, dabei entwickelt sich eine recht platte Story, in der sich vor allem herausstellt, dass die Menschen vor einen Problem stehen und der Lehrling, der während seiner Ausbildung nicht grade die hellste Birne im Leuchter war, das Unheil abwenden muss.

    So. Die Fallen sind platziert. So. Die Fallen sind platziert. Quelle: HolyHerbert Im Spiel gestaltet sich das so: Die neue (und einzige) Hoffnung der Menschheit muss eine Horde von Orks, die durch ein Festungstor in der Burg bricht, am Vorankommen hindern, sodass die grünen Genossen nicht zum Spalt kommen und somit in die die andere Dimension geportet werden. Dabei stehen dem Spieler, wie in einem guten Tower Defense-Spiel, einige Fallentypen zur Verfügung, die Gegner verlangsamen, wegschleudern, meist aber einfach töten. Schwefel verbrennt Orks, Klingenfallen zerteilen sie in handliche Stücke, Pfeilfallen lösen von allein aus und was ein Stampfer macht, ist wohl jedem klar. Zimperlich wird mit den Orks nicht umgesprungen, soviel vorab. Und es ist auch bitter nötig, denn auch wenn unser Nachwuchsmagier mit Schwert, Armbrust und allerlei anderem Gerät ausgestattet ist, kann er die Massen, die in den Leveln auf ihn zurennen, unmöglich alle von Hand erledigen. Generell scheinen die orkigen Freunde von Masse-statt-Klasse-Gedanken beseelt und kommen pro Level zu Hunderten angerannt.

    Obwohl es komisch klingt: Die Orks sind die heimlichen Stars des Spiels. Nicht dass sie besonders schön oder helle wären, aber allein die dummen Sprüche, die man immer wieder zu hören bekommt, sind den halben Kaufpreis wert. Der eine schreit beim Sterben: "Ich bin zu alt für den Scheiß", ein anderer: "Warum bin ich nicht Klempner geworden?" Die spaßige Vertonung der Orks trägt viel zum Spielspaß bei und man beginnt die grünen Wesen zu lieben, bevor sie reihenweise in die Schredder laufen. Endlich mal ein Spiel, das den sonst auf ihre "dummer Gegner zum abschlachten"-Rolle beschränkten Orks einen Charakter verpasst. Wenn auch den eines dummen Gegners zum Abschlachten.

    Ein typischer Spalt in einer Festung. Ein typischer Spalt in einer Festung. Quelle: HolyHerbert Womit wir auch schon beim zweiten Star des Spiels wären, der Hauptfigur, den jungen Kampfmagier. Der hat zwar eine große Klappe, aber nichts dahinter, auch wenn er im Laufe der Handlung an Reife und Einsicht gewinnt. So Sprüche wie "Ich bin so klug. Und gutaussehend!" kommen dauernd. Trotzdem sympathisiert der Spieler recht schnell mit dem Kerl, auch wenn er llaut der Zwischensequenzen nicht wirklich der Prototyp eines Weltenretters ist.Ebenfalls einen zweiten Blick wert sich die wunderbar designten Festungen, die immer anders aussehen und in ihrer Pracht und Anlegung mit viel Liebe gezeichnet worden sind und genauso schön sind wie die restliche Grafik auch. Fliegende Pfeile, blubbernde Säuregruben, sabbernde Orks und blinkende Fallen sehen hervorragend detailverliebt aus. Noch besser ist allerdings die Synchro und das gilt auch für die deutsche Ausführung.

    Einen viel wichtigeren Grund, mal einen Blick auf Orcs must die! zu werfen, stellt natürlich der Spielspaß dar. Die Mechanik des Waffenaufstellens und der Kämpfe funktioniert wunderbar flüssig, besonders die magisch verstärkte Armbrust macht Spaß und verleiht dem Spiel fast schon den Charakter eines Third Person Shooters. Wenn es mit dem Schwert zufelde geht, fühlt es sich dagegen eher wie ein Hack'nSlay an. Wenn man die Tower-Defense-Elemente und das Burgen-Setting, das an RPGs erinnert, dazuzählt, erschließt sich die ganze Bandbreite des Titels, die mehrere Genres in Orcs must die! vereint. Nach jedem Level erhält man immer eine neue Falle, die sich meist im nächsten Abschnitt gut macht. Für den Spieler ist das jedesmal wie Weihnachten, denn Items wie die Pendelkeule oder der Ring der Blitze sind jedesmal anders konzipiert und überraschen oft mit neuen Einsatzmöglichkeiten, mit denen eine andere Taktik gefahren werden kann.

    Orcs must die? Nein. Orcs must fly! Orcs must die? Nein. Orcs must fly! Quelle: HolyHerbert An einen Klassiker fühlte ich mich beim Spielen ständig erinnert, nämlich an Plants vs. Zombies. Zwar gibt es signifikante Unterschiede, aber bei beiden muss man sich aus einer Vielzahl Waffen/Pflanzen für eine Handvoll entscheiden, denn auch bei Orcs must die! scheint die Zahl der Fallen unbegrenzt, aber es gibt nur ein paar Slots, um diese mitzunehmen, dann aber muss man sich mit den zur Verfügung stehenden für eine Taktik entscheiden. Beide nehmen es mit der Story nicht so genau, setzen dabei aber auf sympathische Figuren und einen Humor, der alles nicht so ernst zu nehmen scheint. Außerdem bestehen beide aus klar abgegrenzten Stages und Levels, sodass man nicht das ganze Spiel auf einmal durchspielt, sondern immer wieder ein wenig Zeit damit vertreibt. Außerdem wird Orcs must die! auch nach den ersten Levels zu schwer, um es im Vorbeigehen zu schaffen und wenn es erst einmal vorbei ist, geht es praktisch wieder von vorn los. Dann nämlich kann man den "Alptraum"-Modus freischalten und hier kommt man wirklich nur mit viel Strategie und Köpfen weiter. Oder man wechselt in den einfachsten Modus und versucht, ein Level nur mit Sprungfallen, die die Gegner herumwerfen, oder mit den Schreddern zu schaffen. Ein Heidenspaß!

    Neben dem "Alptraum"-Modus und ein paar Steam-Errungenschaften (ja, es ist ein Steam-Spiel) gibt es leider sonst nichts im Spiel zu entdecken. Solange man also nicht die ganzen Levels immer besser meistern will, um so seine Gesamtstatistik zu verbessern, dem bietet das Spiel nichts außer der Hoffnung auf DLCs. Das ist besonders in der Hinsicht schade, da mit den trottelligen Orks und den schönen Festunden und den tollen Fallen noch so viel mehr an Minispielen, Sondermissionen, etc. möglich gewesen wäre und es den Entwicklern wirklich nicht an Ideen zu fehlen scheint.

    Orcs must die! auf einen Nenner zu bringen ist schwer, aber das Hauptaugenmerk sollte darauf liegen, dass der Titel ein wunderbares, kleines, witziges, detailverliebtes Spiel ist, das sich herrlich anders anfühlt und einfach spielt, auch wenn ihm ein wenig mehr Inhalt gut getan hätte.

    07:34
    Orcs Must Die! - Kommentiertes Video zum Tower-Defense-Spiel
  • Orcs Must Die!
    Orcs Must Die!
    Publisher
    Robot Entertainment
    Developer
    Robot Entertainment
    Release
    12.10.2011
    Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von Nixda89
    Ok also Orcs must die hat mir verdammt gut gefallen.Hab alle Level mit 5 Sternen durchgespielt auch auf Nightmare und…
    Von toxin
    Hab mir auch mal gegoennt. Ich finds sehr witzig aber saggschwer.
    Von Draikore
    Das Spiel war lustig, aber kurz. Jedoch reicht es für ein Indie-Game vollkommen. Sehr gut das Spiel, kann ich nur…

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    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von Nixda89 Neuer Benutzer
        Ok also Orcs must die hat mir verdammt gut gefallen.
        Hab alle Level mit 5 Sternen durchgespielt auch auf Nightmare und fand es bei einigen wirklich fordernd. Wer mal eine WC3 maul gespielt hat wird das Spiel eventuell sogar zu leicht finden, wenn er auch ein passabler Schütze ist. Headshots sind OP!
        Schwert…
      • Von toxin Erfahrener Benutzer
        Hab mir auch mal gegoennt. Ich finds sehr witzig aber saggschwer.
      • Von Draikore Erfahrener Benutzer
        Das Spiel war lustig, aber kurz. Jedoch reicht es für ein Indie-Game vollkommen.

        Sehr gut das Spiel, kann ich nur weiterempfehlen.
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Orcs Must Die!
Orcs must die! - Ein überaus witziges Spiel, mit etwas wenig Inhalt - Leser-Test von HolyHerbert
Eine Horde Orcs, einen selbstverliebten Kampfmagier und einen Spalt - was will man mehr? Die Neuerscheinung "Orcs must die!" verbindet Tower Defense und Action mit dem typischen RPG-Setting.
http://www.pcgames.de/Orcs-Must-Die-Spiel-16033/Lesertests/Orcs-must-die-Ein-ueberaus-witziges-Spiel-mit-etwas-wenig-Inhalt-Leser-Test-von-HolyHerbert-850456/
20.10.2011
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2011/10/omd_kopf.jpg
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