OnLive: Alle Infos zum Cloud-Gaming-Service von der GDC 2010
OnLive-Präsentation auf der GDC 2010
OnLive-Chef Steve Perlman stellte auf der GDC 2010 erneut den gleichnamigen Cloud-Gaming-Dienst vor. So sollen selbst hardwarehungrige Spiele auf weniger gut ausgestatteten PCs, Macs laufen. Es ist sogar möglich, den Dienst lediglich via Fernseher zu nutzen Der Trick: Sämtliche Titel laufen auf den maximal 1000 Meilen entfernten OnLive-Servern und werden mit unmerklicher Verzögerung auf die Bildschirme der Dienst-Mitglieder gestreamt. OnLive feierte bereits auf der GDC 2009 Premiere, doch mit weiteren Neuigkeiten war es danach dünn gesät. Dieses Jahr sah es anders aus. Mit der Ankündigung, dass OnLive am 17. Juni 2010 starten werde, nannte Steve Perlman endlich einmal konkrete Zahlen. Und fügte hinzu, dass die Kosten 14,95 US-Dollar pro Monat betragen werden. Damit hat man jedoch erst mal "nur" Zugriff auf den Dienst, ein Spielerprofil, das Ausprobieren von Demos und eine höchst interaktive Freundesliste inklusive. Was dann Spiele großer Hersteller wie EA, Ubisoft, Take Two oder THQ kosten werden, wollte Perlman noch nicht verraten. Wohl aber, dass OnLive zunächst nur auf den 48 kontinentalen US-Staaten startet - die Datenzentren in San Francisco, Dallas, Atlanta, Chicago und Washington, D..C. dürfen nicht mehr als 1000 Meilen oder 1600 Kilometer von den Benutzern entfernt sein.
OnLive-Präsentation auf der GDC 2010 (2)
Die geforderten Bandbreiten für den Instant-Spielspaß sind relativ moderat. Für Spiele in Standardauflösung werden 1,5 MBit/Sekunde, für solche in HDTV 5 Mbit/Sekunde gefordert. In den USA sind über 71 Prozent aller Haushalte mit zwei und mehr, über 26 Prozent aller Haushalte fünf und mehr MBit/Sekunde ans Internet angebunden. Wählt man dann ein Spiel aus, entweder per Browser-Plugin auf PC und Mac oder mit der zigarrenschachtelgroßen OnLive-Konsole (Markenzeichen: Ethernet rein, HDMI raus), startet dieses ohne Wartepause sofort - und lässt sich auch jederzeit speichern und dann auf jedem beliebigen anderen OnLive-System wieder laden und weiter spielen. Als besonderen Kracher startete Steve Perlman den Hardwareschreck Crysis ohne Ruckeleien auf einem iPhone - und der Shooter sah so aus wie auf den üblichen Konsolen-Verdächtigen. Über die Bedienung kann man sich streiten, als Fallstudie der OnLive-Möglichkeiten ist das natürlich der Hammer.
Der Controller und die Micro-Konsole für den Streaming-Service OnLive
Für Hersteller ist OnLive natürlich attraktiv: keine Raubkopierer oder Verkäufe gebrauchter Spiele, die den Publishern den Gewinn schmälern, viel bessere Gewinnspannen (doppelt so viele Publisher-Einnahmen, wobei ein Drittel der Gewinne als Gebühr an OnLive geht. Für Spieler ist der Dienst spannend, weil damit das Aufrüsten von Komponenten nicht mehr vor Ort, sondern in den Datenzentren von OnLive passiert. Spezialcontroller, Gestensteuerung und Auflösungen von 1080p60 sind noch genauso Zukunftsmusik wie ein fixer deutscher Starttermin, der noch in diesem Jahr verkündet werden soll. Eine weitere Verschiebung kann sich Perlman ein zweites Mal aber nicht mehr erlauben. Eins steht jedenfalls fest: Wenn OnLive so gut wird, wie es auf der diesjährigen GDC aussah, und damit genug Kunden in seinen Bann schlagen kann, könnte das einen großen Paradigmenwechsel zur Folge haben und den Übergang von physikalischen Medien hin zum reinen Download ordentlich beschleunigen. Für 900 US-Dollar, die der Spaß fünf Jahre lang kostet, bekommt man schließlich keinen PC, der stets auf der Höhe der Zeit liegt.
Fotos und Bilder zu OnLive:
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Da hab ichs doch jetzt tausend Mal besser. Ich kauf mir ein Spiel, welches ich mir ins Regal stellen kann. Kann das Ganze auf meinem 24er Moni in 1980x1020 spielen, kann mir unzählige Mods installieren und hab die Kontrolle über meine Spiele. Da wäre man ja bescheuert, wenn man sowas unterstützen würde.
Ich sehe da jedenfalls für mich nur Nachteile.
Ein bisschen egoistisch, diese Aussage. Was ist denn mit denen, die keine Daddelkiste mit allen Raffinessen ihr Eigen nennen koennen. Ich spiele auf einem 2 Jahre alten Acer Travelmate mit 15 Zoll. Selbst Battlefield 2 laeuft nur mit Niedrig-Einstellungen fluessig. Da kann ich von "Bad Company 2" nur traeumen. Und das Geld fuer einen neuen Laeppi habe ich nicht. Da kommt mir 'Onlive' doch sehr recht...
Hat uebrigens noch einen Vorteil: Wenn der Rechner mal abraucht muss man nicht den ganzen Sch*** neu installiern. Alle Spielerdaten sind online. Alles hat seine Vor- und Nachteile.
Gruss,
b33t4b
Da hab ichs doch jetzt tausend Mal besser. Ich kauf mir ein Spiel, welches ich mir ins Regal stellen kann. Kann das Ganze auf meinem 24er Moni in 1980x1020 spielen, kann mir unzählige Mods installieren und hab die Kontrolle über meine Spiele. Da wäre man ja bescheuert, wenn man sowas unterstützen würde.
Ich sehe da jedenfalls für mich nur Nachteile.
Besser kann man's kaum ausdrücken. Am besten gefällt mir der zweitletzte Satz!
genau, dafür hast du dann eine low end dell kiste zuhause stehen die nur die hälfte an strom saugt und schon mal abschmiert wenn du dir ein video in hd anschauen möchtest, und gegen ende des jahres kriegst du ein brief von onlive, inhalt: 90$ stromkosten deckung
Da hab ichs doch jetzt tausend Mal besser. Ich kauf mir ein Spiel, welches ich mir ins Regal stellen kann. Kann das Ganze auf meinem 24er Moni in 1980x1020 spielen, kann mir unzählige Mods installieren und hab die Kontrolle über meine Spiele. Da wäre man ja bescheuert, wenn man sowas unterstützen würde.
Ich sehe da jedenfalls für mich nur Nachteile.
ohne Ruckeleien auf einem iPhone - und der Shooter sah so aus wie auf
den üblichen Konsolen-Verdächtigen. Über die Bedienung kann man sich
streiten, als Fallstudie der OnLive-Möglichkeiten ist das natürlich der
Hammer.
sicher witzig, aber eigentlich genau überhaupt nicht beeindruckend.
es ist halt ein video - mehr nicht.
wieso sollte man ein video auch nicht auf iphone oder was auch immer streamen können (vorausgesetzt die performance des empfangenden geräts genügt den stream flüssig abzuspielen)?
das ging auch schon vorher und konnte jeder sogar zu hause ausprobieren.
die einzig entscheidende frage ist doch, ob das auch (schon) in großem stile funktionieren kann und dabei rentabel ist.