Oil Rush (PC)

Release:
23.03.2012
Genre:
Strategie
Publisher:
k.A.

Oil Rush im Test: Indie-Strategie auf hoher See - Starke Engine, günstiger Preis.

23.03.2012 15:55 Uhr
|
Neu
|
Oil Rush muss sich im Test beweisen. Das SciFi-Strategiespiel ist das Erstlingswerk von Unigine Corp. Und die Entwickler haben einen guten Job gemacht - zumindest für ein Low-Budget-Spiel.

Oil Rush bietet euch eine rund acht bis zehn Stunden lange Kampagne. Fair. Oil Rush bietet euch eine rund acht bis zehn Stunden lange Kampagne. Fair. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Das russische Studio Unigine Corp war bislang vor allem für den Heaven DX11 Benchmark bekannt. Mittlerweile hat die Firma jedoch ein eigenes Team für Spiele aufgebaut und liefert mit Oil Rush seinen Debüt-Titel ab. Der entführt in ein Sci-Fi-Szenario, das sich kräftig bei dem Kevin-Costner-Streifen Waterworld (1995) bedient: In der Zukunft sind die meisten Landmassen vom Meer überspült und die Menschen streiten sich nur noch um eins: um Öl. Ihr erlebt die Story aus der Sicht des Soldaten Kevin, der anfangs noch im Namen einer üblen Militärfraktion in die Schlacht zieht, sich dann aber auf die Seite der unterdrückten Menschen stellt. Was ein cleverer Kommentar zu Themen wie Umweltschutz oder Politik hätte sein können, entpuppt sich als steifer Plot mit schwacher Präsentation: Die Figuren haben null Profil, die Dialoge sind belanglos und wenn die englischen Sprecher erst mal loslegen, will man sich am liebsten die Ohren zuhalten.

Grafisch macht Oil Rush einiges her. Es hapert allerdings an einem steifen Plot mit magerer Präsentation. Grafisch macht Oil Rush einiges her. Es hapert allerdings an einem steifen Plot mit magerer Präsentation. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Inhaltlich hat das Spiel dafür einiges zu bieten. Anders als in klassischen Strategietiteln spielt das Terrain in Oil Rush kaum eine Rolle. In den Missionen geht's vielmehr darum, zentrale Punkte auf der Karte einzunehmen, etwa Ölbohrtürme oder Fabriken, die dann vollautomatisch Rohstoffe und Einheiten produzieren. Einzig die Verteidigung wird von Hand festgelegt: An fünf Slots errichtet man flink einen von drei Abwehrtürmen, dann geht's direkt weiter zum nächsten Kontrollpunkt, bevor der Feind ihn einnehmen kann – ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem erfreulich aggressiven KI-Gegner.

Die Truppenkontrolle ist ungewöhnlich: Einheiten werden nicht einzeln ausgewählt, stattdessen selektiert man nur das Gebäude, um das die Truppen gerade kreisen. Nun kann man der gesamten Mannschaft den Marschbefehl zum nächsten Kontrollpunkt erteilen oder die Auswahl vorher noch umständlich verkleinern. Genauere Kommandos sind allerdings nicht möglich: Die Truppen kreisen vollautomatisch um Kontrollpunkte herum, greifen an, wenn's was zu bekämpfen gibt, und erlauben sonst keine weiteren Befehle. Dadurch geraten die Kämpfe unnötig chaotisch, Profis werden außerdem taktische Tiefe vermissen.

Durch Kämpfe steigt der Spieler im Level auf und darf so in kleinen Talentbäumen neue Boni und Fähigkeiten freischalten. So kann man etwa die feindliche Abwehr schwächen oder Bauprozesse beschleunigen – klingt banal, hat durch das simple Spielprinzip aber großen Einfluss auf die Balance. In den Talentbäumen schaltet man auch mächtige Spezialeinheiten frei, die das dürre Truppenangebot etwas aufpeppen. Unterschiedliche Fraktionen gibt's in Oil Rush nämlich nicht, man kommandiert stets die gleichen Kampfboote und Lufteinheiten.

Mit acht bis zehn Stunden ist die Kampagne fair bemessen. Zudem bietet Oil Rush auch einen Skirmish- und einen Mehrspielermodus. Die Kartenauswahl für zwei bis vier Spieler kann sich zwar sehen lassen, allerdings kamen in unserem Test nur wenige Partien zustande – allzu viele Spieler treiben sich nämlich nicht im Multiplayer herum. Ab 23. März 2012 ist Oil Rush auch in einer lokalisierten Fassung im deutschen Handel erhältlich.

12:35
Oil Rush: DirectX-11-RTS Gameplay-Video Singleplayer
Für die Verwendung in unseren Foren:
Oil Rush (PC)
Spielspaß-Wertung

73 %
Leserwertung
(2 Votes):
78 %
   
Felix Schütz
Kein schlechter Start für Unigine Corp!
In praktisch keiner Disziplin erreicht Oil Rush das Top-Niveau, das man von Vollpreisspielen erwartet. Das mag hart klingen, doch für mich geht das in Ordnung - Oil Rush ist nun mal ein Budget-Spiel für den kleinen Geldbeutel und als ein solches macht es immer noch eine ziemlich gute Figur: schöne Optik, einige nette Missionsideen, ein unverbrauchtes Setting und dazu ein solider Mehrspielermodus – für 16 Euro kann man da nicht viel falsch machen, trotz der öden Story.
   
Print-Redakteur
Moderation
23.03.2012 15:55 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
09.04.2012 03:21 Uhr
Also ich find das Game aufjedenfall Kaufwürdig. Es ist nicht einfach dieses typische bau deine Basis auf Prinzip, sondern da wurde etwas geformt und gemacht.
Gutes Gameplay zum kleinen Preis und aufjedenfall Abwechslungsreich.
Benutzer
Bewertung: 0
23.03.2012 21:11 Uhr
Hm... hatte mir schon mehrfach überlegt, das Spiel zu kaufen. Da ich dieses Tower-Defense-Zeugs überhaupt nicht mag, war ich erfreut, dass endlich mal wieder ein RICHTIGES RTS-Game rauskommt.
Die Grafik sieht nett aus, der Preis ist niedrig und von der Beschreibung her erinnert es mich ein wenig an "Z",…

Verwandte Artikel

Neu
 - 
Oil Rush bietet Echtzeit-Strategen ein Gameplay-Erlebnis rund um das schwarze Gold. Das Spiel nutzt die Unigine-Engine. Das Video zeigt gut 12 Minuten Spielszenen. mehr... [0 Kommentare]
Neu
 - 
Oil Rush bietet Echtzeit-Strategen ein Gameplay-Erlebnis rund um das schwarze Gold. Das Spiel nutzt die Unigine-Engine, erscheint für Windows, Linux sowie PS3 und bietet einen LAN-Modus. mehr... [7 Kommentare]