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  • Kingdome Come-Entwickler über Oculus Rift: "Für hochwertige Hardware muss man eben bezahlen"

    Tomáš Blaho von Warhorse Studios im Interview über Oculus Rift. Quelle: Oculus VR

    Die Bekanntgabe des Preises von Oculus Rift löste Diskussionen bei den Spielern aus - viele halten die veranschlagten 699 Euro für zu teuer. "Für hochwertige Hardware muss man eben bezahlen", sagt Tomáš Blaho, Lead Programmer bei Warhorse Studios, im Gespräch mit PC Games. Noch würden jedoch qualitativ hochwertige Software und damit auch ein triftiger Grund fehlen, wieso der Verbraucher sich eine VR-Lösung zulegen sollte.

    Oculus Rift kostet 699 Euro, inklusive Versandkosten 741 Euro. Für viele Spieler ist der Preis für die VR-Brille zu hoch angesetzt, wie etwa eine Umfrage unter PC-Games-Lesern ergeben hat. Tomáš Blaho, Lead Programmer bei Warhorse Studios, sieht den Preis als keine große Überraschung: "Für hochwertige Hardware und deren Entwicklung muss man eben bezahlen. Die Leute haben sich an die geringen Kosten der Entwicklerversionen gewöhnt. Diese unterscheiden sich jedoch drastisch von der finalen Qualität, den Spezifikationen und dem Zubehör sowie den Spielen". Der Entwickler, der aktuell am ambitionierten Rollenspiel Kingdom Come: Deliverance arbeitet, führt im Gespräch mit PC Games aus, dass die Entwicklerversionen ursprünglich nur für Entwickler und Early Adopter zur Verfügung stehen sollten. Dies sei nun vorbei. "Nun kommen echte Kunden und Nutzer, die anspruchsvoller sind", ergänzt der Programmierer.

    Blaho geht davon aus, dass der Markt "im Nu mit schlechten VR-Brillen überflutet wird, falls es genügend Software gibt". Das finale Erlebnis hänge jedoch stark von der Qualität der Hardware ab. "Es ist sehr leicht, das Erlebnis zu zerstören, zum Beispiel durch billige und qualitativ minderwertige Displays, die Beleuchtung der Augen, geringe Auflösungen oder hohe Reaktionszeiten. Schwere Helme oder schlechte Materialien können problematisch für Brillen- oder Kontaktlinsenträger sein, Licht kann von außen in die Hardware scheinen, Nackenschmerzen könnten auftreten, unangenehme Gerüche oder vermehrter Schweißausstoß könnten nerven. Die Hardware und Software könnten schlecht aufeinander abgestimmt sein und somit die Neigungswinkel schlecht oder zu langsam berechnen, was wiederum Unwohlsein hervorrufen könnte", führt der Entwickler aus.

    Für eine "wirklich gute VR-Lösung" müsse man daher enorm erfahrene Hard- und Software-Entwickler haben, "die sich dann ihre Gedanken zum finalen Produkt machen müssen". Dies könne im Moment einfach nicht kostengünstig stattfinden. "Wer es wirklich ernst meint, der muss seinen Geldbeutel auf einen geeigneten, starken Computer vorbereiten. Erst dieser wird die wirklich wahre VR-Erfahrung ermöglichen", sagt Blaho im Interview weiter.

    Tomáš Blaho von Warhorse Studios: 'Für hochwertige Hardware muss man eben bezahlen.' Tomáš Blaho von Warhorse Studios: "Für hochwertige Hardware muss man eben bezahlen." Quelle: Warhorse Studios Die Pläne bei Warhorse rund um das Thema VR-Gaming hätten sich durch den hohen Preis von Oculus Rift aber nicht geändert. Blaho dazu: "Zwar funktioniert Kingdom Come: Deliverance mit Oculus Rift, da die CryEngine diese unterstützt, jedoch werden wir nicht die Zeit finden, das Spiel dahingehend zu optimieren - um beispielsweise die Motion Sickness zu minimieren. Ausschließen möchte ich es aber auch nicht. Wer die Brille jedoch besitzen wird, wird auch die Möglichkeiten haben, Böhmen im Jahr 1403 zu erkunden."

    Vive, die VR-Lösung von HTC, sieht Blaho als großen Oculus Rift-Konkurrenten. "Es bringt seine ganz eigenen Ansätze für Probleme, mit denen Oculus Rift zu kämpfen hat. Noch sind wir aber in der Phase, in der auf dem Markt noch immer qualitativ hochwertige Software fehlt und damit eben auch ein triftiger Grund, wieso der Verbraucher sich eine VR-Lösung zulegen sollte. Die VR-Entwickler arbeiten zurzeit alle mehr oder weniger zusammen, da sie dem Markt ihre Daseinsberechtigung erläutern müssen. Gleichzeitig versuchen sie, uns Spiele- und Softwareentwicklern beizubringen, wie wir die Mägen unserer Spieler/Nutzer schonen können, falls wir VR unterstützen möchten."

    Übrigens: Ein großes Special zum Thema Oculus Rift und Virtual Reality lest ihr in der PC Games 02/16, die ab dem 27. Januar erhältlich ist.

    08:55
    Kingdom Come Deliverance: Neues Video zeigt Crime-System und mehr
  • Oculus Rift

    Oculus Rift

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    Oculus VR
    Es gibt 9 Kommentare zum Artikel
    Von ten10
    Im Prinzip stimme ich Herrn Blaho zu ... Allerdings ... sehe ich in dieser "ersten" Consumer Version von Oculus Rift…
    Von moloch519
    So blöd es klingt, aber die einzige tatsächliche Chance für VR sich durchzusetzen sehe ich im Erfolg oder Misserfolg…
    Von CryPosthuman
    Klar, muss man vor hochwertige Hardware auch entsprechend zahlen... ABER nicht, wenn vorher einem ein deutlich…
    • Es gibt 9 Kommentare zum Artikel

      • Von ten10 Erfahrener Benutzer
        Im Prinzip stimme ich Herrn Blaho zu ... Allerdings ... sehe ich in dieser "ersten" Consumer Version von Oculus Rift noch nicht die hochwertige Hardware-Version, für die ich soviel Geld hinblättern würde.
        Es hapert immer noch an der Auflösung (verbessert, aber die Auflösung reicht wohl immer noch nicht für…
      • Von moloch519 Benutzer
        So blöd es klingt, aber die einzige tatsächliche Chance für VR sich durchzusetzen sehe ich im Erfolg oder Misserfolg von der Playstation VR Brille. Selbst wenn diese 400€ kosten sollte, wäre Sie immer noch zusammen mit der existierenden Hardware anwendbar. Die Notwendigkeit eines wirklichen High End…
      • Von CryPosthuman Erfahrener Benutzer
        Klar, muss man vor hochwertige Hardware auch entsprechend zahlen... ABER nicht, wenn vorher einem ein deutlich niederiger Preis angesagt wurde.
        Das ist der Kern des Problems: Das wäre alles nicht aufgekommen, wenn OR von vorne herein gesagt hätte, "Preis: Um die 700€" und nicht "300€-400€", was ja mal schöne 100% daneben ist.. Das ist ja nicht nur "etwas" verschätzt.
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Oculus Rift
Kingdome Come-Entwickler über Oculus Rift: "Für hochwertige Hardware muss man eben bezahlen"
Die Bekanntgabe des Preises von Oculus Rift löste Diskussionen bei den Spielern aus - viele halten die veranschlagten 699 Euro für zu teuer. "Für hochwertige Hardware muss man eben bezahlen", sagt Tomáš Blaho, Lead Programmer bei Warhorse Studios, im Gespräch mit PC Games. Noch würden jedoch qualitativ hochwertige Software und damit auch ein triftiger Grund fehlen, wieso der Verbraucher sich eine VR-Lösung zulegen sollte.
http://www.pcgames.de/Oculus-Rift-Hardware-256208/News/Warhorse-Studios-ueber-Oculus-Rift-1184180/
25.01.2016
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