Nvidia verliert Patentstreit mit Rambus, US-Importverbot droht
Sitz der USITC in Washington D.C.: Hier wurde das, bislang nur vorläufige, Urteil im Rechtsstreit Rambus vs. Nvidia gesprochen.
Dem Grafikchiphersteller Nvidia steht Ärger ins Haus. Grund ist eine vorläufig ergangene Entscheidung der amerikanischen Handelskommission USITC (United States International Trade Commission) laut der Nvidia mehrere Patente des Speicherherstellers Rambus verletzt hat und immer noch verletzt. Vorläufig darf der Halbleiterhersteller sein US-Geschäft zwar weiterführen, muss aber für jedes betroffene Bauteil eine Sicherheitsleistung in Form von Geld bei der USITC hinterlegen. Folge eines endgültigen Urteils könnte sogar ein komplettes Importverbot für Nvidia-Produkte sein. Hiervon betroffen wäre nicht nur Nvidia selbst, sondern mit Hewlett-Packard, Asustek, Palit Multimedia, MSI Computer, EVGA Corp, DiabloTek, Biostar, Microtech und BFG Technologies auch zahlreiche IT-Unternehmen, die bislang von Nvidia beliefert wurden. Damit es so weit nicht kommt, hat Nvidia entweder die Wahl die Entscheidung der USITC anzufechten oder aber auf die Forderungen Rambus' einzugehen, sprich Lizenzabgaben für die angeblich verletzten Patente zu zahlen. Während des Wall Street Journal behauptet, dass die diesbezüglichen Verhandlungen schon beinahe abgeschlossen und die Rechtsstreitigkeiten damit beigelegt seien, spricht die Nachrichtenagentur Reuters davon, dass Nvidia zunächst rechtliche Mittel einlegen und gegen die Sanktionen vorgehen möchte.
Quelle: WSJ

