Nvidia: Microsoft besitzt exklusives Vorkaufsrecht für Anteile des Chipherstellers
Vor mehreren Jahren soll auch Intel an Nvidia interessiert gewesen sein. Grund für die damaligen Spekulationen war die Übernahme von Ati durch AMD.
Mitarbeiter der IT-Webseite Informationweek haben im, vor wenigen Tagen veröffentlichten, Quartalsbericht von Nvidia eine überaus interessante Entdeckung gemacht: Demnach hat Microsoft eine Art Vorkaufsrecht, für den Fall, dass ein drittes Unternehmen den Versuch unternimmt, 30% oder mehr von Nvidia zu erwerben. Faktisch könnten die Redmonder somit jederzeit ein Veto gegen eine geplante Übernahme des Chipherstellers einlegen. Aufgrund insbesondere des Know Hows im Bereich der ARM-CPUs ist Nvidia auch durchaus begehrt; so wurde unter anderem Apple in der Vergangenheit als möglicher Kaufinteressent gehandelt.
Übrigens ist die Klausel alles andere als neu: Schon vor über 10 Jahren sollen Nvidia und Microsoft erwähnte Übereinkunft getroffen haben. Gleichzeitig, oder treffender formuliert, in erster Linie einigten sich die beiden Unternehmen damals über die Lieferung von Grafikchips für die Xbox (1). Die Tatsache, dass Microsoft bei der Nachfolge-Konsole Xbox 360 auf AMD setzte, scheint der engen Verbundenheit mit Nvidia demnach offenbar nicht geschadet zu haben.

