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  • Nosgoth: Alpha des F2P-Shooters im "Legacy of Kain"-Universum angespielt

    Wir haben uns in der geschlossenen Alpha des Third Person Shooters Nosgoth von Psyonix und Square Enix ausgetobt. Am Wochenende durften glückliche Auserwählte den Team Deathmatch Modus anzocken, in dem Vampire und Menschen miteinander um den Sieg und die höchsten Scores ringen. In diesem reinen PvP-Shooter ist nicht nur das Setting ungewöhnlich.

    Reden wir nicht lange drum herum: Die meisten Free2Play-Shooter haben eine ähnliche Daseinsberechtigung wie Gewürzgurken mit Popogeschmack. Fast alle Vertreter dieses Genres kopieren einfach nur Call of Duty, Counter-Strike oder Battlefield - und das schlecht. Selbst die offiziellen F2P-Ableger beliebter Shooter-Reihen können den Vollpreisspielen nicht annähernd das Wasser reichen. Und wenn eine Waffe aus dem Item Shop schon halb so viel kostet wie ein vergleichbarer Vollpreis-Titel, geht der Sinn dann vollends flöten. Dass es auch anders geht, hat uns am Wochenende Nosgoth gezeigt. Zumindest unser Ersteindruck ist sehr positiv und macht Lust auf mehr, auch wenn freilich noch nicht alles rund lief. Alpha ist eben Alpha.

    Vampire gegen Jäger

    Alchimist gegen Reaver. Wenn die Alchimistin den leicht gepanzerten Vampir mit ihrem Granatwerfer voll erwischt, hat dieser endgültig ausgelutscht. Alchimist gegen Reaver. Wenn die Alchimistin den leicht gepanzerten Vampir mit ihrem Granatwerfer voll erwischt, hat dieser endgültig ausgelutscht. Quelle: Square Enix / Psyonix Das erste Plus, das Nosgoth interessant macht, auch wenn man sonst vielleicht kein großer Fan von Gratis-Shootern ist, liegt ganz klar beim Setting. Die vom Krieg zwischen Menschen und Vampiren ruinierte Welt Nosgoth bietet zweifellos eine willkommene Abwechslung, wenn einem die zerbombten Städte irgendwelcher dutzendfach neu aufgegossenen Militärshooter langsam aber sicher zum Hals raushängen. Die Spielwelt diente auch schon als Schauplatz für Spiele wie Soul Reaver - damit muss man aber nicht unbedingt was am Hut haben, damit sie Spaß macht. Wichtig ist nur, dass hier Blutsauger gegen bis an die Zähne bewaffnete Jäger antreten, niemand glitzert und es wird auch nicht lange rumgesülzt. Stattdessen gibt's direkt richtig fett aufs Maul. Das geschieht als Vampir per Nahkampf und als Mensch mit Bogen, Armbrust oder chemischem Granatwerfer, je nach Klasse.

    Beim Testwochenende stand nur der vier gegen vier Deathmatch-Modus zur Verfügung. In unserem ersten Match landeten wir im Team der Vampire. Auf beiden Seiten stehen je drei Klassen zur Auswahl, wie etwa der geflügelte Sentinel bei den Blutsaugern, der gegnerische Spieler im Flug schnappt und sie aus großer Höhe fallen lässt und so seine Kills kassiert. Das fanden wir für unsere erste Runde aber etwas zu hardcore, weshalb wir uns für den tankigen Tyrant entschieden haben. Der kann laut Beschreibung ordentlich einstecken, teilt passabel aus und ist dafür eine Spur langsamer als seine leichter gepanzerten Kollegen. Und so stapften wir dann fröhlich über die düstere, in dunklen Brauntönen gehaltene Deathmatch-Karte, direkt auf die gegnerische Gruppe von Jägern zu. Ein dämlicher Fehler, der auch prompt von der Gegenseite bestraft wurde: Wir bekamen von sämtlichen Spielern dermaßen eine Ladung ins Gesicht, dass wir uns vorkamen wie Hauptdarsteller in einem japanischen Film für Erwachsene.

    Taktik siegt

    Auf der Seite der Menschen finden sich ausschließlich Fernkämpfer. Kommt ihnen ein Blutsauger zu nahe, steht den Vampirjägern aber auch eine überraschend starke Nahkampfattacke zur Verfügung. Auf der Seite der Menschen finden sich ausschließlich Fernkämpfer. Kommt ihnen ein Blutsauger zu nahe, steht den Vampirjägern aber auch eine überraschend starke Nahkampfattacke zur Verfügung. Quelle: Square Enix / Psyonix Einige Tode später stellten wir fest: Der Tyrant ist nix für uns. Also fix auf den Reaver umgestellt. Dieser klettert geschickt Hauswände rauf, kann sich hervorragend an seine Opfer anschleichen und stürzt sich per Mausklick über große Distanz hinweg auf sie. Und ganz ehrlich: Wenn man mal den Bogen raus hat und dem menschlichen Team mit solch fiesen Attacken das Leben schwer macht, ist das schon verdammt geil. Und notwendig - anders als die Menschen verfügt die Seite der Vampire nämlich über keinerlei Möglichkeiten zum Fernkampf und ist auf jeden schmutzigen Trick angewiesen. Darum hatten wir auch gar kein schlechtes Gewissen, als wir besiegte Gegner zwecks Wiederherstellung von Lebenspunkten oder auch einfach mal zur Demütigung aussaugten. Wer während der Mahlzeit nicht selber gemeuchelt werden möchte, kann sein Opfer auch erst noch in irgendeine dunkle Gasse zerren, was aber zumindest in einem hektischen Deathmatch kein sehr oft genutztes Feature sein dürfte.

    Als die Runde endete, wechselten beide Teams die Seiten. Nix mit: "Ich spiel' nur Vampir!" In jedem Match spielt Ihr abwechselnd für beide Fraktionen. Bei den Menschen hatten wir die Alchimistin mit ihrem Granatwerfer zur Auswahl, sowie den Scout, der Gegner mit Langbogen und Flächenattacken ins Jenseits befördert. Wir entschieden uns aber für die dritte Klasse, den Hunter, der mit einer Repetierarmbrust in die Schlacht zieht. Damit ballerten wir dann auch relativ easy die leicht gepanzerten Reaver und die flatternden Sentinels der Gegenseite über den Haufen. Der Tyrant steckte erwartungsgemäß mehr Treffer ein, war durch seine geringe Bewegungsgeschwindigkeit aber recht einfach zu umgehen. Und so kamen erste Schwächen beim Balancing zum Vorschein.

    Schießen ist mächtiger als Kloppen

    Der Hunter hat uns in der Alpha am meisten Spaß gemacht. Die Repetierarmbrust spielt sich super und ist einfach zu bedienen. Für Notfälle haben wir die Bola als Kontrollfähigkeit. Der Hunter hat uns in der Alpha am meisten Spaß gemacht. Die Repetierarmbrust spielt sich super und ist einfach zu bedienen. Für Notfälle haben wir die Bola als Kontrollfähigkeit. Quelle: Square Enix / Psyonix Anders als in so ziemlich jedem modernen Shooter regenerieren die Menschen nicht einfach Lebenspunkte, indem sie blöd rumstehen oder drei Sekunden lang in Deckung gehen. Stattdessen gibt es über die Karte verteilt einige Versorgungsstationen, die bei Benutzung heilen und Munition austeilen. Was auf dem Papier gut klingt, sorgt ingame für ein echtes Problem: Unser Vierertrupp aus Vampirjägern parkte gemütlich vor der Versorgungsstation und rührte sich ganz einfach nicht. Wann immer ein Gegner doof oder verzweifelt genug war, sich unserer Gruppe zu nähern, bekam er die volle Fernkampf-Packung, bevor er uns auch nur annähernd gefährlich werden konnte. Irgendwann stellte sich ein gewisser Lerneffekt ein und die blutdürstigen Fieslinge griffen gesammelt an, was durch diverse Oshit-Buttons aber auch kein großes Problem war. So verschnürten wir einen Gegenspieler, der uns gar zu arg auf die Pelle rückte, über den Bola-Skill unseres Hunters wie einen Rollbraten. Super animiert, übrigens! Die Bola wickelt sich um den Feind und verhindert für einige Sekunden, dass uns dieser im Nahkampf angreift. Was irgenwie unfair ist, wenn Vampire nunmal nur Nahkampfattacken besitzen. Am Ende blieb ihm nur die Flucht, was wir mit einigen Armbrust-Bolzen zu unterbinden wussten. Als unser nächstes Opfer in Nahkampf-Reichweite gelangte, hatte die Bola zwar noch Abklingzeit, aber hier bretterte unser Hunter dem Vampir einfach gepflegt die komplette Armbrust aufs Maul und schickte ihn so ins virtuelle Nirvana. Das überraschte uns dann irgendwie beide etwas.

    Wir sagen es noch mal ganz deutlich: Alpha-Version! Hinzu kommt, dass sämtliche Tester vollkommen unerfahren mit Nosgoth und dessen Kampfsystem waren und dass erste Eindrücke zum Balancing täuschen können. Dass Menschen untätig aufeinander rumsitzen und warten, bis die Vampire sich zeigen und abschießen lassen, dürfte im Deathmatch-Modus aber schwer zu verhindern sein und könnte zum Problem werden. Dynamische Spielmodi, in denen Beide Seiten zu mehr Bewegung gezwungen werden, können hier Abhilfe schaffen. Vielleicht sollten die Versorgungsstationen nach einmaliger Benutzung auch einfach dauerhaft verschwinden und zufällig andernorts respawnen, damit sie nicht mehr zum Camping einladen.

    Wenn die Sprungattacke des Reavers sitzt, sieht sein Opfer meist keine Sonne mehr. Das mag unfair erscheinen, doch anders als seine Gegner besitzt der Reaver sonst keine Distanzangriffe. Wenn die Sprungattacke des Reavers sitzt, sieht sein Opfer meist keine Sonne mehr. Das mag unfair erscheinen, doch anders als seine Gegner besitzt der Reaver sonst keine Distanzangriffe. Quelle: Square Enix / Psyonix Kein Hinweis auf Pay2Win

    Zum Schluss haben wir noch einen kritischen Blick auf den Cash Shop geworfen. Schließlich nervt in F2P-Shootern nichts mehr als übermächtige Waffen, für die man wahlweise über Monate hinweg grinden oder abartig hohe Geldbeträge investieren muss. Zu den Preisen in Nosgoth, oder wie lange man dort für Shop-Gegenstände spielen muss, können wir freilich noch nichts sagen. Zumindest gibt es derzeit aber ausnahmslos jeden Shop-Gegenstand auch gegen Spielwährung. Und neben Charakter-Skins und den obligatorischen Boostern werden dort leicht abgewandelte Versionen der Starter-Waffen und -Fähigkeiten angeboten. So gibt es für den Hunter beispielsweise eine Armbrust, deren Projektile zwar mehr Schaden anrichten als bei der Standard-Armbrust. Dafür bietet die entsprechende Waffe auch eine deutlich niedrigere Schussfrequenz und muss öfter nachladen. Außerdem finden wir eine alternative Sprungattacke für den Reaver, die uns im Gegensatz zur Standard-Fassung zwar nicht beim Anvisieren des Ziels verlangsamt. Dafür wirft sie den Gegner beim Treffer nicht mehr zu Boden und verliert so den Kontroll-Effekt der Standard-Sprungattacke. So existieren verschiedene Variationen von Fähigkeiten und Waffen, die je nach Geschmack und Spielstil mehr oder weniger nützlich sind, doch absolut notwendig oder gar OP ist auf den ersten Blick nichts davon.

    Fazit

    Der Sentinel fliegt über das Schlachtfeld, schnappt sich Feinde im Flug und lässt sie dann aus großer Höhe fallen. Das ist spaßig, spielt sich aber auch etwas schwieriger als andere Klassen. Der Sentinel fliegt über das Schlachtfeld, schnappt sich Feinde im Flug und lässt sie dann aus großer Höhe fallen. Das ist spaßig, spielt sich aber auch etwas schwieriger als andere Klassen. Quelle: Square Enix / Psyonix Nosgoth könnte tatsächlich klappen. Das Setting ist bekannt, für Shooter gleichzeitig einzigartig und frisch und bietet eine willkommene Abwechslung für alle, denen Medal of Battleduty so langsam aber sicher auf den Sack geht. Der Item Shop mit seinen Skins und abgewandelten Waffen und Skills erinnert mehr an League of Legends als an die übliche "Zahle jetzt 20 Euro für eine Waffe, die beim nächsten Update komplett nutzlos wird" - Abzocke anderer F2P-Shooter. Allein das Prinzip Nahkampf vs Fernkampf löst bei uns noch Zweifel aus. Ob die Entwickler da wirklich die Balance hinkriegen? Zuletzt funktioniert hat das vor Urzeiten in Aliens vs Predator 2.

    Wer das Spiel selber mal antesten möchte, kann sich über die offizielle Webseite von Nosgoth übrigens für die geschlossene Beta anmelden.

    00:55
    Nosgoth: "War Is Upon Us"-Trailer aus der Pre-Alpha kommt richtig zur Sache
  • Nosgoth
    Nosgoth
    Publisher
    Square Enix
    Release
    21.01.2015
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Berserkerkitten
    Kann ich absolut nachvollziehen. Und ganz ehrlich - ich bin selbst überrascht! Bis gerade eben wusste ich nämlich…
    Von l0l
    Sehr geehrter Herr Penzhorn,nichts für ungut, aber Ihre ausdrucksweise lässt doch etwas zu wünschen übrig. Wenn ich in…
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Berserkerkitten Autor
        Zitat von l0l
        Sehr geehrter Herr Penzhorn,

        nichts für ungut, aber Ihre ausdrucksweise lässt doch etwas zu wünschen übrig. Wenn ich in einem kurzen Artikel mehrmals "aufs Maul" oder Vergleiche wie "Wir bekamen von sämtlichen Spielern dermaßen eine Ladung ins Gesicht, dass wir uns…
      • Von l0l Erfahrener Benutzer
        Sehr geehrter Herr Penzhorn,

        nichts für ungut, aber Ihre ausdrucksweise lässt doch etwas zu wünschen übrig. Wenn ich in einem kurzen Artikel mehrmals "aufs Maul" oder Vergleiche wie "Wir bekamen von sämtlichen Spielern dermaßen eine Ladung ins Gesicht, dass wir uns vorkamen wie Hauptdarsteller in einem…
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Nosgoth: Alpha des F2P-Shooters im "Legacy of Kain"-Universum angespielt
Wir haben uns in der geschlossenen Alpha des Third Person Shooters Nosgoth von Psyonix und Square Enix ausgetobt. Am Wochenende durften glückliche Auserwählte den Team Deathmatch Modus anzocken, in dem Vampire und Menschen miteinander um den Sieg und die höchsten Scores ringen. In diesem reinen PvP-Shooter ist nicht nur das Setting ungewöhnlich.
http://www.pcgames.de/Nosgoth-Spiel-25574/News/Nosgoth-Alpha-des-F2P-Shooters-im-Legacy-of-Kain-Universum-angespielt-1104739/
13.01.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/01/Alchemist_and_Reaver_1389353671-buffed.png
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