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  • No Man's Sky: Wir haben das ambitionierte Sci-Fi-Abenteuer in London auf der PS4 angespielt

    No Man's Sky Quelle: Hello Games

    Lange genug wurde über No Man's Sky spekuliert - zu Gast bei Sony durften wir nun erstmals selbst Hand an eine spielbare PS4-Version des interessanten Science-Fiction-Abenteuers legen. Und kamen mit vielen Antworten, aber auch mehr als genug Fragen zurück.

    Seit der Ankündigung von No Man's Sky, damals bei den Video Game Awards 2013, schwanken sowohl Fans als auch Fachpresse zwischen Vorfreude und Skepsis, zwischen "Das könnte richtig gut werden" und "Das kriegen die niemals so hin". Schließlich zeichneten die britischen Entwickler Hello Games bisher nur für die beiden Joe-Danger-Titel verantwortlich - und die sind, bei allem Respekt vor der Qualität, eben weitaus überschaubarere, kleinere Spiele. Logisch also, dass wir es uns nicht entgehen ließen, auf Einladung von Sony die PS4-Version in London anzuspielen und die Entwickler mit Fragen zu löchern. Übrigens: Inzwischen steht auch der Release-Termin für No Man's Sky fest - am 22. Juni erscheint das Spiel.

    Die gesamte Fauna wird prozedural generiert. Wer eine Art entdeckt, darf sie sogar benennen. Die gesamte Fauna wird prozedural generiert. Wer eine Art entdeckt, darf sie sogar benennen. Quelle: Hello Games

    No Man's Sky: Aller Anfang ist frostig

          

    Unsere Reise beginnt auf dem eisigen Planeten Balari V. Wie alles im Universum von No Man's Sky ist auch Balari prozedural generiert. Heißt: Statt jeden einzelnen Himmelskörper, jedes Schiff, jede Raumstation und die Bewohner alldessen von Hand zu modellieren, werden die Inhalte von No Man's Sky auf Basis diverser mathematischer Algorithmen erstellt. Der Vorteil dieser Automatik-Handhabung: Die Planetenvielfalt und ihre Flora und Fauna, ja sogar die Technologie der Aliens, ist beinahe endlos. Schätzungen der Entwickler zufolge umfasst das Universum im finalen Spiel rund 18 Quintillionen Planeten - das ist eine 18 mit ebenso vielen Nullen (zumindest im Englischen). Oder wie es die Macher blumig ausdrücken: "Bevor alle Planeten in No Man's Sky erforscht sind, hat die reale Sonne die Erde geschluckt." Große Worte, denen auf dem Anspiel-Event aber (logischerweise) noch keine Taten folgten. Denn: Das auf dem Event anspielbare Sonnensystem war natürlich ein eigens zusammengestöpselter, begrenzter Bereich und nicht etwa Teil der kompletten Spielwelt. Ergo konnten wir weder die Online-Features ausprobieren noch andere Sternensysteme und deren Planeten besuchen.

    Das Dreieck am Himmel ist eine Raumstation, die Striche symbolisieren Schiffshandelsrouten. Wer will, fliegt ohne Ladezeiten zur Station und weiter zum Planeten dahinter - abgefahren! Das Dreieck am Himmel ist eine Raumstation, die Striche symbolisieren Schiffshandelsrouten. Wer will, fliegt ohne Ladezeiten zur Station und weiter zum Planeten dahinter - abgefahren! Quelle: Hello Games Genug zu entdecken gab es trotzdem: Wie bereits erwähnt, geht es auf unserem Startplaneten Balari V eher eisig zu. Temperaturen um die -200 Grad Celsius zehren am Thermal-Schutz unseres Raumanzugs. Hier kommt - erste Überraschung - eine gehörige Portion Survival-Action ins Spiel. Denn wenn sich die Energie unseres Anzugs gen null neigt, nehmen wir auf Planeten mit extremen Bedingungen kontinuierlich Schaden. Und dabei ist es relativ unerheblich, ob wir uns in enormer Kälte, Hitze oder in toxischen Umgebungen bewegen. Umgehen können wir den unweigerlichen Exitus nur, indem wir den Planeten per Schiff verlassen oder uns irgendwo ins Innere flüchten. Sind gerade keine Raumschiffe oder Basen diverser Alien-Rassen (dazu später mehr) in der Nähe, bieten auch natürliche und künstlich erschaffene Höhlen Schutz. Oder anders ausgedrückt: Wenn kein rettender Unterschlupf zu finden ist, müsst ihr euch selbst einen graben. Zu diesem Zweck lässt sich eure Waffe mit einem entsprechenden Upgrade ausrüsten.

    Crafting und Ressourcen

          

    Pflanzen, Mineralien und dergleichen lassen sich abbauen und zum Handwerken benutzen. Allerdings lassen sich erlegte Gegner aktuell noch nicht plündern/häuten oder dergleichen - geplant ist dies aber. Pflanzen, Mineralien und dergleichen lassen sich abbauen und zum Handwerken benutzen. Allerdings lassen sich erlegte Gegner aktuell noch nicht plündern/häuten oder dergleichen - geplant ist dies aber. Quelle: Hello Games Überhaupt spielt das Crafting eine weitaus größere Rolle als bisher angenommen. Nur wer fleißig Pflanzen, Kristalle und dergleichen hamstert, kommt im Universum von No Man's Sky voran. Ihr wollt euren Anzug upgraden, damit ihr länger unter Wasser bleiben oder auf unwirtlichen Planeten überleben könnt? Crafting! Ihr möchtet euer Raumschiff aufrüsten oder ummodellieren? Crafting! Eure Waffe soll mehr Wums oder irgendeine Spezialfunktion haben? Crafting! Selbst Sprit für euren Raumgleiter (alles oberhalb des normalen Antriebs verbraucht Treibstoff) oder das Herbeirufen eures Fluggefährts an einer Landebasis kosten Ressourcen. Dementsprechend verbringt ihr auch einen Gutteil eurer Zeit mit dem Sammeln von Materialien, sei es auf der Planetenoberfläche oder im Weltall, wo ihr EVE Online-ähnlich diverse Himmelskörper zerballert und die übrig gebliebenen Mineralien eintütet. Aktuell ist es allerdings noch nicht möglich, auch erlegte Gegner in Ressourcen umzuwandeln, etwa Felle oder Schuppen getöteter Tiere und mechanische Teile von zerstörten Robotern. Auf Nachfrage erklärte uns aber einer der Entwickler, dass ein solches System auf jeden Fall noch implementiert werden soll.

    Wer keine Lust auf friedliches Erforschen hat, kann auch Handelsschiffe angreifen - ungefährlich ist das aber nicht. Wer keine Lust auf friedliches Erforschen hat, kann auch Handelsschiffe angreifen - ungefährlich ist das aber nicht. Quelle: Hello Games Wer hingegen so gar keine Lust auf den Job als Sammler hat, betätigt sich als Jäger: Zwischen bewohnten Planeten und Raumstationen herrscht ein reger Handel, Weltraumfrachter verschiffen Waren quer durch die Galaxis. Wer von einem Planeten mit klarer Sicht gen Himmel schaut, kann die Handelsfrachter und ihre Routen sogar sehen. Und wo Handel betrieben wird, gibt es meist auch Piraten. Entweder werdet ihr also selbst zu einem Freibeuter und raubt Handelsschiffe aus - was mit deutlich mehr Ressourcen belohnt wird, aber auch entsprechend gefährlich ist. Oder ihr pulverisiert Piratenschiffe, die euch über den Weg fliegen, und sammelt so auch ein paar Crafting-Materialien. Und zu guter Letzt dürft ihr in den besagten Weltraumstationen auch noch Handel betreiben - ob es hier gewiefte Warenkreisläufe wie etwa in den X-Spielen oder eine simplere Variante von Angebot und Nachfrage gibt, lässt sich allerdings noch nicht sagen.

    Forschen und Erkunden

          

    Das virtuelle Weltall ist laut Entwickler so groß, dass die reale Sonne die Erde schluckt, bevor es komplett erforscht ist. Markige Worte! Das virtuelle Weltall ist laut Entwickler so groß, dass die reale Sonne die Erde schluckt, bevor es komplett erforscht ist. Markige Worte! Quelle: Hello Games Noch weitaus mehr Zeit als mit dem Horten von Materialien werdet ihr allerdings mit dem Erforschen der unzähligen Sonnensysteme und Planeten verbringen. Denn dazu gibt es gleich mehrere Motivationsfaktoren. Zum einen wäre da natürlich der Forscherdrang selbst. Vielen Spielern wird es genügen, eine fast nicht mehr greifbare Zahl an Himmelskörpern, die wahrscheinlich nie zuvor ein anderer Spieler besucht hat, bis in den letzten Winkel zu erforschen. Schließlich könnt ihr nie wissen, was euch auf dem nächsten Planeten oder im nächsten System erwartet. Giftige Atmosphären? Von Dinosauriern bevölkerte Dschungel-Landschaften? Oder gar ein fremdes Volk in exotisch anmutenden Städten? Nur wer die Augen offen hält, entdeckt all dies. Ein weiterer Anreiz ist dabei, dass ihr jeden entdeckten Planeten, jedes erstmals eingescannte Lebewesen selbst benennen dürft. Dazu müsst ihr euch natürlich mit den Online-Servern verbinden und eure Forschungsergebnisse in den sogenannten Atlas hochladen. Das ist allerdings kein Muss: Wer mag, kann No Man's Sky auch gänzlich offline erleben, wird dann aber eben nicht den gerade entdeckten Riesenhamster Frank der Allgemeinheit bekannt machen dürfen.

    Ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Wer die Welt gründlicher erkundet, stößt natürlich auch auf mehr und vor allem seltenere Ressourcen für das bereits erwähnte Crafting, auf Blaupausen für bessere Ausrüstung oder gar auf Technologie-Artefakte, die ihr direkt verwenden könnt. Bei unserer Anspielsession entdeckten wir beispielsweise auf dem zweiten Planeten - ein tropisches Inselparadies mit vielen kleinen Eilanden und jeder Menge Ozean - eine Unterwasserhöhle, in der sich große Kristallvorkommen befanden. Jack­pot! Ein weiterer Vorteil solcher versteckten Materialien: Ihr werdet beim Abbau nicht von den sogenannten Sentinels gestört.

    Die Planeten sind riesig und oft auch gut bewacht, sodass ihr nicht munter Raubbau betreiben könnt. Die Planeten sind riesig und oft auch gut bewacht, sodass ihr nicht munter Raubbau betreiben könnt. Quelle: Hello Games

    Alien-Rassen und Sentinels

          

    Auf fast jedem Planeten trefft ihr nämlich auf Drohnen oder gar Kampfläufer dieser mysteriösen Fraktion. Was es damit auf sich hat, wollten die Entwickler noch nicht verraten, es scheint aber eine größere Handlung im Hintergrund zu geben, von der wir bisher noch nichts wissen. Was aber bereits nach unserem Probeausflug klar ist: Die Sentinels mögen es gar nicht, wenn wir Raubbau an den Planeten betreiben. Wer es mit dem Sammeln übertreibt oder sonst wie für Unruhe sorgt, ruft die mechanische Security auf den Plan. Es gibt sogar wie in GTA 5 fünf verschiedene Fahndungsstufen, die euch signalisieren, wie unbeliebt ihr bei den örtlichen Sentinels seid. Wer allerdings fröhlich in einer Unterwasserhöhle nach Mineralien buddelt, macht logischerweise auch keine fliegenden Drohnen auf sich aufmerksam.

    An Monolithen wie diesen erlernt ihr neue Begriffe der Alien-Sprachen, was euch in den Dialogen zugutekommt. Die unterschiedlichen Wortschätze werden übrigens ebenso generiert wie der Rest der Welt. An Monolithen wie diesen erlernt ihr neue Begriffe der Alien-Sprachen, was euch in den Dialogen zugutekommt. Die unterschiedlichen Wortschätze werden übrigens ebenso generiert wie der Rest der Welt. Quelle: Hello Games Dritter, nicht unwichtiger Aspekt der Exploration: In vielen Sonnensystemen trefft ihr auf eine von mehreren Alien-Rassen. Dann stolpert ihr über Handelsstationen und größere Siedlungen, oft aber auch nur kleinere Außenposten, die der Forschung oder dem Bergbau dienen. Und mit allen Rassen könnt ihr anfangs kaum kommunizieren, da ihr die Sprache nicht sprecht. Die lernt ihr nur durch den Kontakt mit den entsprechenden NPCs oder durch das Auffinden und Aktivieren mystischer Monumente. Vernachlässigen solltet ihr diesen Aspekt auch keinesfalls, denn die Interaktion mit den Aliens hat viele Vorteile, etwa wenn sie euch mit Scan-Unterlagen für den Planeten oder mit neuer Ausrüstung versorgen.

    Ein Spiel, um sich zu verlieren

          

    Lande-Pods sind doppelt praktisch: Wer hier parkt, findet sein Schiff leichter und notfalls könnt ihr es für ein paar Materialien gar hierherrufen. Und auf kalten Planeten könnt ihr euch im Gebäude auch noch aufwärmen. Lande-Pods sind doppelt praktisch: Wer hier parkt, findet sein Schiff leichter und notfalls könnt ihr es für ein paar Materialien gar hierherrufen. Und auf kalten Planeten könnt ihr euch im Gebäude auch noch aufwärmen. Quelle: Hello Games Welches Fazit lässt sich nun also aus unserem 60-Minuten-Ausflug in das No Man's Sky-Universum ziehen? Vor allem, dass Hello Games hier ein Spiel erschafft, in dem man sich verlieren kann. Und das meinen wir durchaus auch wörtlich: Eine Minimap gibt es nicht, eine Übersichtskarte ebenso wenig. Zur Orientierung dienen euch nur ein Scan-Modus, der euch die Position eures Schiffes und etwaige Points of Interest anzeigt, und ein paar Ferngläser. Aber auch im übertragenen Sinne ist es leicht, sich in No Man's Sky zu verlieren. Wenn man erst einmal anfängt, Planeten zu erkunden, Sonnensysteme abzufliegen und seine komplette Ausrüstung mithilfe des scheinbar sehr umfangreichen Crafting-Systems zu verbessern, dann vergeht die Zeit wie im sprichwörtlichen Flug.

    Im Moment fällt es uns noch schwer einzuschätzen, inwiefern der dann doch recht gemächliche Mix aus Exploration und Handels-/Crafting-Simulation dauerhaft motivieren kann. Angesichts des riesigen Universums und im Gefühl, bisher maximal an der Oberfläche gekratzt zu haben, sind wir hier jedoch durchaus optimistisch. Zumal wir noch fast gar nichts über die Story, das scheinbar reichlich vorhandene Lore oder das sagenumwobene Zentrum des Universums - das eigentliche Ziel eurer interstellaren Reise - wissen.

    05:21
    No Mans Sky: Gameplay-Video mit Entwicklerkommentar
  • No Man's Sky
    No Man's Sky
    Developer
    Hello Games
    Release
    10.08.2016
    Es gibt 12 Kommentare zum Artikel
    Von Bonkic
    in no mans sky ist überhaupt nichts zufallsgeneriert. 
    Von Sayaka
    Stellt sich halt die Frage ob wirklich alles Zufallsgeneriert ist, oder ob es doch gewisse Hotspots gibt zu denen…
    Von Seegurkensalat
    Was bei sowas toll und wichtig wäre, sind besondere Orte, die schwer zu finden sind. Eine Unterwasserstadt oder…

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    • Es gibt 12 Kommentare zum Artikel

      • Von Bonkic Erfahrener Benutzer
        in no mans sky ist überhaupt nichts zufallsgeneriert. 
      • Von Sayaka Erfahrener Benutzer
        Zitat von Seegurkensalat
        Was bei sowas toll und wichtig wäre, sind besondere Orte, die schwer zu finden sind. Eine Unterwasserstadt oder Irgendwelche versteckten Höhlen/Grabmale mit Spuren vergangener Zivilisationen, Seltsame Statuen auf Bergspitzen oder sonstwi schwer erreichbaren…
      • Von Seegurkensalat Erfahrener Benutzer
        Zitat von Sayaka
        ich glaube die Meisten haben eine eher gemischte Erwartungshaltung. Ich für meinen Teil hoffe sehr dass No Man's Sky ein tolles Erkundungsspiel wird, das auch nach vielen Stunden nicht langweilig wird. Leider ist aber auch die Befürchtung für mich groß, dass genau…
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No Man's Sky
No Man's Sky: Wir haben das ambitionierte Sci-Fi-Abenteuer in London auf der PS4 angespielt
Lange genug wurde über No Man's Sky spekuliert - zu Gast bei Sony durften wir nun erstmals selbst Hand an eine spielbare PS4-Version des interessanten Science-Fiction-Abenteuers legen. Und kamen mit vielen Antworten, aber auch mehr als genug Fragen zurück.
http://www.pcgames.de/No-Mans-Sky-Spiel-16108/Specials/Hands-on-Vorschau-1188028/
03.03.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/03/NoMansSky_Creatures_1456760254-pc-games_b2teaser_169.png
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