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  • Nioh im Test-Tagebuch: Teil 3 - PvP und Koop-Modus
    Quelle: Koei Tecmo

    Nioh im Test-Tagebuch: Ist das Samurai-Rollenspiel eine echte Konkurrenz für Dark Souls? 

    Die Parallelen zwischen Nioh von Team Ninja und der Erfolgsserie Dark Souls von From Software sind nicht zu übersehen. Vermag das Rollenspiel trotzdem eigene Akzente zu setzen? Um dem Umfang und der Komplexität von Nioh gerecht zu werden, präsentieren wir den Test in Tagebuch-Form.

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    Sagt euch der Name William Adams etwas? Nein? Nicht weiter schlimm, in Nioh werdet ihr ihn gut kennen lernen, es handelt sich um den Helden des Rollenspiels. Als Vorbild dient die gleichnamige historische Persönlichkeit, die 1600 mit einem holländischen Handelsschiff nach Japan aufbrach, dort sesshaft wurde und als erster Nicht-Japaner den Samurai-Titel erlangte. Die historischen Fakten werden in Nioh kreativ interpretiert, von einem Angriff der bösen Yokai-Dämonen, Schutzgeister in Tierform und anderen übernatürlichen Sperenzchen ist in den Quellen freilich nichts zu finden. Etwaige Kenntnisse der japanischen Geschichte und Kultur und der Mythen und Fabeln machen es dem Spieler leichter, sich in Handlung und Ausrüstungssystem zurechtzufinden. Dafür wirkt die Atmosphäre für alle diejenigen, die bislang wenig Berührung mit Japan hatten, umso exotischer. Wer es satt hat, immer wieder durch vage westlich aussehende Burgen in zu wandeln, der freut sich sicherlich über fremdartige Shogun-Festungen in Nioh.

    Wer gerade mitten im Spiel steckt und Hilfe benötigt, sei es in Form von Boss-Guides oder Hinweisen, wo alle Kodamas versteckt sind, der wird auf unserer Themenseite fündig!

    Update: Wir haben die Mechaniken des Koop-Modus unter die Lupe genommen.

    Nioh im Test: Erste Gemeinsamkeiten

          

    Vergleiche zwischen Dark Souls und Nioh zu ziehen ist so gut wie unvermeidbar. Die Mechanik, bei der Seelen, äh, Verzeihung, Amrita-Punkte (mit denen man auflevelt) an der Stelle liegen bleiben, an der man stirbt, das Ausdauer-Management (nur, dass die Ausdauer in Nioh Ki heißt) und die Möglichkeit, gegen die Geister anderer Spieler anzutreten: Zufall sind diese Gemeinsamkeiten nicht. Trotz der Parallelen weist Nioh aber eine Menge Eigenheiten und Optionen auf, die es in From Softwares RPGs nicht gibt. William stellt sich den Yokai entgegen. Wenn ihr auch diese schicke Frisur dabei tragen wollt, müsst ihr erst den Barbierservice beim Schmied freischalten. William stellt sich den Yokai entgegen. Wenn ihr auch diese schicke Frisur dabei tragen wollt, müsst ihr erst den Barbierservice beim Schmied freischalten. Quelle: PC Games

    Nioh im Test: Ein neuer Impuls

          

    Nioh legt - dankenswerterweise - zu Beginn des Abenteuers viel Wert darauf, die Feinheiten des Kampfsystems zu erläutern. Deshalb gibt es nicht nur eine klassische Prolog-Mission zum Kennenlernen des Spielprinzips, sondern auch weitere Einblendungen im ersten "richtigen" Level sowie ein Dojo als gesonderten Bereich zum Üben und Lernen. Beinahe noch wichtiger als in Dark Souls ist das Ausdauer-, beziehungsweise Ki-Management. Der Clou ist dabei das Impuls-System. Eure Ausdauer wird entsprechend der Heftigkeit eures Angriffes geleert, drückt ihr aber mit dem richtigen Timing den erforderlichen Button, wird die Stamina sofort wiederhergestellt. Das ist vor allem wichtig im Kampf gegen die Yokai-Dämonen, doch dazu später mehr. Zu dieser Mechanik kommt das Haltungssystem. Alle fünf Waffenarten (Katana, Doppelkatana, Speer, Axt und Kusarigama) hält man wahlweise in der hohen, mittleren oder niedrigen Haltung. Die hohe Haltung richtet am meisten Schaden an, ihr gebt aber auch ein gutes Ziel für Angriffe ab. Die mittlere Haltung eignet sich hervorragend zum Blocken und in der niedrigen Haltung weicht ihr am schnellsten aus. Die Kombos unterscheiden sich zwischen den Haltungen, zusammen mit dem Ki-Impuls und fliegenden Haltungswechseln zaubert man beeindruckende Manöver auf den Bildschirm. Voraussetzung sind gutes Timing und Konzentration, ebenfalls wie in Dark Souls verzeihen euch die Feinde kaum eine Schwäche und selbst die jämmerlichsten Kanonenfuttergegner tun euch richtig weh, wenn ihr ihnen die Gelegenheit dazu bietet

    Nioh im Test: Das kenn' ich doch?

          

    Illusionswände gibt es nicht nur in Dark Souls. In Nioh greifen die Dinger sogar an, wenn ihr mit der Schwertspitze in deren Nähe kommt! Illusionswände gibt es nicht nur in Dark Souls. In Nioh greifen die Dinger sogar an, wenn ihr mit der Schwertspitze in deren Nähe kommt! Quelle: PC Games Einen Vorteil genießen alle, die entweder die Alpha und/oder Beta von Nioh ausprobiert und/oder Dark Souls-Erfahrungen haben. Gute Nachrichten auch für die Personen, die den Schwierigkeitsgrad der Probeversionen als zu unerbittlich empfanden. Die Lernkurve im fertigen Spiel ist sanfter als in den Demos, aber dennoch nicht anspruchslos. Als Wermutstropfen für alle, die Nioh schon seit einer Weile verfolgen, kommt jedoch gerade in den ersten Stunden die "Hab-ich-schon-gesehen"-Enttäuschung durch. Wegen der freigiebigen Präsentation des Spiels in Alpha und Beta und zahlreichen unterschiedlichen Parts, die auf Messen spielbar waren, hat man das Gefühl, das meiste schon zu kennen. Erst, wenn man Kyushu verlässt (je nachdem, wie vielen Nebenmissionen man nachgeht, kann das an die zehn Stunden dauern), bekommt man ein paar wirklich neue Gegner, Bosse und Level zu Gesicht. Dass diese zum großen Teil eindrucksvoll gestaltet sind, macht den Déja-vu-geplagten Einstieg wieder wett.

    Nioh im Test: Keine offene, aber eine große Welt

          

    Ein Gebet am Kodama-Schrein, und ihr könnt aufleveln, euren Begleitergeist und den Segen wechseln oder Gegenstände opfern. Außerdem werden eure Elixiere aufgefüllt. Ein Gebet am Kodama-Schrein, und ihr könnt aufleveln, euren Begleitergeist und den Segen wechseln oder Gegenstände opfern. Außerdem werden eure Elixiere aufgefüllt. Quelle: PC Games

    Ähnlich wie in Demon's Souls wählt ihr einzelne Missionen in unterschiedlichen Gebieten an, Nioh bietet keine offene Spielwelt. Eher wie in Dark Souls hingegen funktionieren die Checkpoints, nur, dass ihr statt Leuchtfeuern Schreine aktiviert, an denen ihr wieder startet, wenn ihr über den Jordan geht. In den teilweise sehr großen Levels schaltet ihr klug platzierte Abkürzungen frei, um den Weg zum nächsten Schrein zu verkürzen. Wer dort betet, erhält Tränke, kann aufleveln, Fähigkeiten und Schutzgeister ändern und mehr. Die Feinde, die ihr vor dem Gebet besiegt habt, werden danach aber wieder lebendig sein. Innerhalb der ersten Spielstunden wird klar, dass Team Ninja keine Skrupel hat, die Spielzeit mit einer Menge Backtracking zu strecken. Habt ihr nun eine Hauptmission absolviert, steht euch höchstwahrscheinlich auch eine Nebenmission auf derselben Karte zur Verfügung. Manche Bereiche des Originalspielfelds mögen in diesen Nebenquests abgetrennt sein, aber im Großen und Ganzen, und von ein paar neuen Feinden abgesehen, erkundet ihr die gleiche Umgebung ein weiteres Mal. Noch zeitfressender sind die sogenannten Zwielicht-Missionen. Hier müsst ihr eine komplette Hauptmission noch einmal bewältigen, die Gegner sind allerdings stärker und anders verteilt. Immerhin: Ihr habt nicht die Pflicht, euch diesen Aufgaben zu widmen. Die Belohnungen für den Abschluss sind jedoch oft sehr reizvoll, darunter etwa einzigartige Waffen mit sehr guten Effekten oder neue Geisterbegleiter für William. Einmal abgehakt könnt ihr Aufgaben auf Wunsch ein weiteres Mal angehen, vielleicht, um die Kodama-Wichtel zu suchen, die euch beim ersten Durchgang durch die Lappen gegangen sind. Die kleinen grünen Männchen bevölkern euren Schrein und verleihen euch nützliche Segen, etwa mehr Elixiere zum Heilen oder einen Bonus auf erhaltenes Amrita. Dafür müsst ihr die in allen Winkeln der Level versteckten Kodamas aber zunächst aufspüren und zum Schrein zurückschicken. Je mehr Kodamas einer Sorte ihr gerettet habt, desto höher der Bonus. Bei fünf Orakel-Kodamas zum Beispiel erhaltet ihr ein sattes Plus von 25 Prozent mehr Erfahrung bei jedem getöteten Gegner! Beim Umgang mit Bossen ist man dank des recht freien Level- und Waffensystems recht flexibel. Beim Umgang mit Bossen ist man dank des recht freien Level- und Waffensystems recht flexibel. Quelle: PC Games

    Nioh im Test: Da stellt sich Routine ein

          

    Nicht nur die Wiederholung der Level langweilt von Beginn des Spiels an. Was die Gegnerauswahl betrifft, erweitert Nioh das Repertoire zu langsam, und gewisse Feinde, wie etwa die rothäutigen Oni-Dämonen, hat man rasch satt - trotz unterschiedlicher Element- und Waffenklassen der Ungeheuer. Die Unholde lernen ab und zu neue Angriffsmuster, verhalten sich aber stets ähnlich. Immerhin tauchen im Verlauf des Abenteuers immer schrägere Gestalten auf, die allesamt den Ursprung in japanischer Folklore haben. Dementsprechend trifft man auch auf für westliche Augen extrem ungewohnte Monster-Designs, etwa auf zum Leben erweckte Regenschirme (Karakasas).

    Nioh im Test: Mit prall gefüllten Taschen

          

    Das Inventar wird schnell extrem unübersichtlich, wenn ihr nicht regelmäßig nicht benötigte Objekte verkauft oder am Schrein opfert. Das Inventar wird schnell extrem unübersichtlich, wenn ihr nicht regelmäßig nicht benötigte Objekte verkauft oder am Schrein opfert. Quelle: PC Games Schon nach dem Absolvieren des ersten Levels haben sich jede Menge Ausrüstungssgegenstände angesammelt: Rüstungsteile, Waffen, Verbrauchsgegenstände, Schlüsselobjekte. Die Übersicht im Inventar fällt schwer, dazu kommen die japanischen Begriffe - ist ein Hizayoroi nun eine schwerere Rüstung als ein Hakama? An dieser Stelle muss man viel vergleichen und auch ausprobieren. Denn ähnlich wie in - ihr ahnt es sicher bereits - Dark Souls kann William nicht unendlich viel Gewicht tragen. Je schwerer die Rüstung, desto höher die Verteidigung, mit jedem Gramm mehr wird der Held langsamer und weicht schwerfälliger aus. Noch komplizierter wird das Item-Management durch die unterschiedlichen Boni, Seltenheitsstufen, den Vertrautheitsgrad mit der Waffe und die Elementarkräfte. Beim Schmied könnt ihr eure Lieblingswaffe stets verbessern, indem ihr sie mit einer anderen kombiniert. Das kostet aber ordentlich Geld. Opfert ihr überschüssige Waffen am Schrein den Kodamas, schenken sie euch Amrita und manchmal Gegenstände, verscherbelt ihr sie beim Schmied, erhaltet ihr dafür Kohle. Oder ihr zerlegt die Objekte in ihre Materialien - neu schmieden lassen könnt ihr euch Items, die richtigen Crafting-Zutaten vorausgesetzt, nämlich auch! Im ersten Moment fühlt man sich beinahe erschlagen vom prall gefüllten Inventar und den vielen Möglichkeiten. Gleichzeitig habt ihr aber auch jede Menge Freiheit bei der Entwicklung eures Charakters, und, ein wenig Fleißarbeit vorausgesetzt, könnt ihr einen sehr effektiven Helden bauen.

    Nioh im Test: Amrita und Stufenaufstiege

          

    Der Handlung zu folgen fällt ohne Kenntnisse der japanischen Kultur und Geschichte an vielen Stellen schwer, trotz überraschend vieler Zwischensequenzen. Der Handlung zu folgen fällt ohne Kenntnisse der japanischen Kultur und Geschichte an vielen Stellen schwer, trotz überraschend vieler Zwischensequenzen. Quelle: PC Games Rollenspieltypisch verbessert ihr die Fertigkeiten von William, indem ihr die Amrita-Erfahrungspunkte einlöst. Mit jeder Stufe wird das teurer, ihr solltet also überlegen, in welche Werte ihr investiert. Solltet ihr dabei komplett versagen, dürft ihr gegen einen kleinen Obolus ein Item kaufen, das es euch ermöglicht, alle Punkte neu zu verteilen. Neben den logisch leicht verständlichen Werten wie Körper (verbessert vor allem die Gesundheit) und Geist (verstärkt die Effekte eures Geisterbegleiters) gibt es unter anderem die Kategorien Ausdauer, Stärke und Geschicklichkeit. Hier solltet ihr die angezeigten Veränderungen vor dem Leveln genau studieren, denn die Punktvergabe bewirkt in diesen Sparten teilweise ganz andere Dinge als in den gleichnamigen Kategorien in Dark Souls. Allgemein fallen die Boni beim Levelaufstieg im Vergleich zu den Spielen von From Software geringer aus. Der Vorteil an diesem System ist jedoch, dass man jederzeit zwischen den Waffenarten wechseln kann, wenn man ein paar Basispunkte investiert hat. Hier gibt es keine Zweihandaxt, die etwa eine Stärke von XY erfordert, damit ihr sie überhaupt einsetzen könnt, sodass ihr gezwungen seid, euch an einem bestimmten Punkt zu entscheiden, auf welche Spielart ihr euch konzentrieren wollt. So ist das Experimentieren in Nioh ein großer Teil des Spaß, ihr könnt viel flexibler auf unterschiedliche Gegnerarten reagieren, und wenn ihr eine besonders schicke Waffe findet, dann könnt ihr sie sofort nach Herzenslust ausprobieren.

    03:01
    Nioh: Neuer Gameplay-Trailer zeigt effektreiche Kampfszenen

    Nioh im Test: Voll ins Schwarze

          

    Die Gestaltung der Sagengestalten und Geister ist toll gelungen. Der Exotik-Faktor ist für den durchschnittlichen westlichen Spieler ob der fremdartigen Kultur immens. Die Gestaltung der Sagengestalten und Geister ist toll gelungen. Der Exotik-Faktor ist für den durchschnittlichen westlichen Spieler ob der fremdartigen Kultur immens. Quelle: PC Games Auch Fernkampfwaffen stehen in einem zweiten Slot zur Wahl, dazu gehören Langbögen und Handrohre, also Schwarzpulverfeuerwaffen. Auch hier zeigt sich ein sehr angenehmer Unterschied zu Dark Souls, ein Kopftreffer mit einem Pfeil oder einer Kugel schaltet die meisten Feinde sofort aus und betäubt die größeren Exemplare für kurze Zeit. Kleiner Nachteil: dafür könnt ihr viel weniger Pfeile tragen als in Dark Souls und Co. Zu guter Letzt gibt es da noch die Geister, die euch stets begleiten. Anfangs entscheidet ihr euch frei nach dem Pokémon-Prinzip für einen von drei Elementgespenstern: Hai, Hund oder Vogel. Die beiden anderen könnt ihr später in einer Nebenmission freischalten. Ihr werdet zig unterschiedliche Geister fangen, tragen könnt ihr aber nur einen. Habt ihr eine gewisse Menge Treffer gelandet, lädt sich eure Geisterkraft auf. Aktiviert ihr sie auf Knopfdruck, seid ihr kurze Zeit unverwundbar und habt unendlich Ausdauer, außerdem richtet ihr viel mehr Schaden an und profitiert vom jeweiligen Element- oder Statuseffekt, den euer Geist auslöst. Der Spinnengeist etwa verursacht eine Lähmung bei Feinden, der Hai Wasserschaden, und so weiter. Gleichzeitig versorgt euch euer Geist jederzeit mit passiven Statuseffekten, das können Angriffssboni sein oder ein Plus auf den Faktor Glück, sodass Gegner bessere Objekte fallen lassen.

    Nioh im Test: Immer an eurer Seite

          

    In manchen Truhen wohnen diese ulkigen Gesellen. Antwortet ihnen mit der richtigen Geste, und sie schenken euch einen Schatz. Wenn nicht, müsst ihr kämpfen. In manchen Truhen wohnen diese ulkigen Gesellen. Antwortet ihnen mit der richtigen Geste, und sie schenken euch einen Schatz. Wenn nicht, müsst ihr kämpfen. Quelle: PC Games Geister sind mitunter schlecht auf euch zu sprechen, die Yokai-Dämonen etwa, die aus einer anderen Welt stammen, greifen ganz Japan an und mischen in jedem Bereich des Spiels mit. Neben menschlichen Feinden wie Samurai, Ninjas, Piraten und Helden müsst ihr euch den Ausgeburten der Hölle stellen, und sie haben die Kraft der Schattendimension auf ihrer Seite. Vorsicht: eine leere Ki-Leiste hindert Yokai nicht am Angreifen, lediglich Spezialattacken können sie dann nicht einsetzen. Um euch das Leben schwer zu machen, beschwören die Monster Geisterzirkel am Boden. Wenn ihr euch innerhalb des Radius befindet, regeneriert sich euer Ki kaum. Entfernen könnt ihr den Debuff-Bereich nur, wenn ihr einen perfekten Ki-Impuls ausführt. Gerade in engen Räumen bringen euch dieses Yokai-Zirkel wirklich ins Schwitzen und führen regelmäßig zum Tod. Helft den kleinen Kodamas, den Weg zurück zum Schrein zu finden. Jeder der kleinen Geister verhilft euch zu einem nützlichen Bonus. Helft den kleinen Kodamas, den Weg zurück zum Schrein zu finden. Jeder der kleinen Geister verhilft euch zu einem nützlichen Bonus. Quelle: PC Games

    Nioh im Test: Motivierend oder frustrierend?

          

    Bildschirmtod ist ein gutes Stichwort, denn nicht nur Fans von Dark Souls fragen sich sicher, wie frustrierend Nioh ausfällt. Für geübte Souls-Veteranen ist der Spielfluss angenehm, tendenziell wirkt Nioh noch (wir befinden uns noch in der Testphase und haben das Spiel bislang nicht abgeschlossen) etwas verzeihender als From Softwares Werke. Vor allem nach dem Verlassen des ersten Gebietes fällt einem das Überleben dank zig Ausrüstungsoptionen und tollen Waffen recht leicht. Bosse sind auch in Nioh klassische Stolpersteine, manche von ihnen konnten wir beim ersten Versuch erledigen, manche kosteten uns ein paar Nerven. Hilfreich ist die bereits erwähnte Tatsache, dass man recht problemlos Waffen wechseln und Strategien ändern kann, ohne große Einbuße zu kassieren. Dabei fällt auf, dass die Obermotze klug gestaltet sind und die Arenen oft zum Vorteil genutzt werden können. Insgesamt gilt trotz allem: Nioh verlang Konzentration von euch und hat an einigen Stellen das Potential, ordentlich zu frustrieren.

    Nioh im Test: Nicht immer dumm, aber oft vorhersehbar

          

    Ihr trefft nicht nur auf Yokai, sondern auch auf menschliche Gegner. Die lassen sich oft dazu animieren, ihre Ki-Leiste zu leeren, sodass sie leichte Beute für euch sind. Ihr trefft nicht nur auf Yokai, sondern auch auf menschliche Gegner. Die lassen sich oft dazu animieren, ihre Ki-Leiste zu leeren, sodass sie leichte Beute für euch sind. Quelle: PC Games Die KI der Feinde ist im Allgemeinen ähnlich wie in Dark Souls, allerdings fällt ihnen die Wegfindung in Nioh leichter, und sie lassen erst von euch ab, wenn sie euch aus den Augen verlieren und nicht, wenn eine unsichtbare Wand Bereiche voneinander trennt. Einzige Ausnahme: Wenn ihr eine Boss-Arena betretet, werdet ihr nicht mehr verfolgt. Einen Kritikpunkt hat Nioh bislang aber auch mit dem an Dark Souls gemeinsam, nämlich ist es oft zu einfach, Gegner zu umrunden und ihnen in den empfindlichen Rücken zu fallen. Außerdem achten viele der menschlichen Feinde kaum auf ihre Ki-Leiste. Oft kann man die Duellpartner zu Angriffen provozieren, bis sie außer Puste sind, um in Folge zu Finisher-Attacken anzusetzen und ordentlich Schaden zu verursachen. Schon jetzt ist zudem absehbar, dass es einige Nerfs und Buffs geben wird, die die Effektivität unterschiedlicher Waffen ändern.

    Nioh im Test: Technische Gebrechen

          

    Zwar mag Nioh nicht per se wunderschön sein, die Level sind zum großen Teil dennoch sehenswert. Dieser verschneite Tempel etwa sieht doch wirklich nicht übel aus! Zwar mag Nioh nicht per se wunderschön sein, die Level sind zum großen Teil dennoch sehenswert. Dieser verschneite Tempel etwa sieht doch wirklich nicht übel aus! Quelle: PC Games Auf den ersten Blick erkennt man, dass Nioh nicht unbedingt zu den schönsten Spielen auf dem Markt gehört. Dafür bietet es eine Option, die viele Konsolenspieler sehnlich herbeiwünschen. Je nach Wahl genießt ihr Nioh nämlich mit 60 Frames und einer dafür qualitativ leicht reduzierten Optik, oder in stabilen 30 Frames, oder mit optimaler Grafik, aber weniger stabiler Bildwiederholungsrate. Eindeutig sind die flüssigen 60 Frames die erste Wahl und sorgen für die bestmögliche Kontrolle. Auf der PS4 Pro gibt es zudem noch die Möglichkeit, in 4K-Auflösung zu zocken. Ansonsten ist Nioh vielleicht nicht bezaubernd hübsch, aber auf jeden Fall stimmungsvoll. Verschneite Tempel, überflutete Herrenhäuser und unheimliche Friedhöfe sehen trotz mauer Texturen und Treppcheneffekten an vielen Stellen gut aus. Die Animationen sind zum großen Teil übertrieben, aber auch gelungen, vor allem das Kämpfen mit Katana und Kusarigama macht dank der wirbelnden, stilvollen Bewegungsmuster Laune. Und auch viele der Feinde bewegen sich überzeugend - beinahe lustig ist es etwa, wenn ein heranrasender Zyklop mit dem Kopf gegen ein Hindernis prallt und sich dann vor Schmerzen den Kopf hält. Wie in Dark Souls sind in Nioh unterschiedliche Gesten verfügbar, mit denen man nicht mit anderen Spielern online kommuniziert, sondern auch mit NPCs. Einige der Bewegungen sind so gut wie 1:1 aus From Softwares RPGs entnommen - gut, dass es kein Copyright auf Winkbewegungen gibt.

    03:25
    Nioh: Bessere Framerate oder bessere Grafik? Video-Vergleich


    Rechts im Bild der Missionsbeschreibung seht ihr nicht nur, welche Gegenstände als Belohnung warten, sondern auch, wie viele Kodamas versteckt sind. Rechts im Bild der Missionsbeschreibung seht ihr nicht nur, welche Gegenstände als Belohnung warten, sondern auch, wie viele Kodamas versteckt sind. Quelle: PC Games

    Nioh im Test: Fingerfertigkeiten

          

    Die Kontrolle über William ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Der Haltungswechsel, die Ki-Impulse, Waffenwechsel und Item-Einsatz erfordern Übung, auch mit den Kombos muss man sich vertraut machen, bevor die Handhabung in Fleisch und Blut übergeht. Zwar kann man die Tastenbelegung nicht selbst bestimmen, es gibt aber eine Handvoll unterschiedliche Schemata, sodass für jede Vorliebe eine Option enthalten sein sollte. Noch komplexer wird das Unterfangen wenn man beginnt, mit den Samuraipunkten neue Fähigkeiten zu kaufen, etwa eine Wirbelattacke für die Axt. Diese Sonderangriffe darf man selbst auf die Tasten legen und je nach Waffenhaltung anpassen. Auch in dieser Hinsicht lässt euch Nioh sehr viele Freiheiten und läuft damit Gefahr, Spieler zu überfordern. Wer jedoch bereit ist, sich einzuarbeiten, der fühlt sich pudelwohl. Das gleiche gilt für die Magie- und Ninja-Fertigkeiten. In einen vollwertigen Magier mit Zauberstab kann man William vielleicht nicht verwandeln, die unterschiedlichen Sprüche und Elementar-Unterstützungen dienen aber dem Spezialisieren, genau wie die gemeinen Hilfsmittel der Ninja, darunter Giftbomben, Fußangeln und Shuriken.

    Nioh im Test: Der Koop-Modus (UPDATE)

          

    Der Koop-Modus in Nioh wurde im Vergleich zur Demo geändert: Bevor man einem Freund helfen oder selbst Hilfe in einem Level beschwören kann, muss man dieses erfolgreich alleine absolviert haben! Zu einfach sei das Spiel sonst, so Team Ninja. Zurecht erbost waren viele Spieler, die sich schon auf ein kooperatives Abenteuer gefreut hatten. Ob die Entwickler das Konzept noch einmal ändern, ist fraglich. Zum Amrita-Farmen und zum Zeitvertreib ist es natürlich auch ganz nett, bereits abgehakte Level noch einmal mit einem Freund anzugehen. Der Erwartungshaltung der Fans entspricht das aber ganz und gar nicht. Dabei gibt sogar noch eine ganz interessante Variation des Standard-Koop-Modus im Spiel. Begleitet man einen anderen Spieler ins Yokai-Reich, dann kann man den Mitstreiter nach dem Tod sogar wiederbeleben. Aber nur, solange die entsprechende Leiste noch gefüllt ist: Jede Reanimation reduziert die Anzeige ein kleines bisschen. Ist die Leiste leer, gilt die Mission als gescheitert. Zum kooperativen Spiele benötigt ihr im Übrigen das Vebrauchs-Item Ochoko-Becher. Da kommt man ran, indem man gefallene Krieger bei roten Grabhügeln beschwört und besiegt. Das sind übrigens nicht in jedem Fall andere Spieler. Viele davon haben die Entwickler platziert, um William auf die Gefahren in der Nähe hinzuweisen, oder manchmal auch einfach nur als Scherz - etwa, wenn ein Grab verrät, dass der tote Krieger in knöcheltiefem Wasser ertrunken ist.
    Erstmal chillen: So schnell wird der Koop-Modus wohl nicht geändert. Erstmal chillen: So schnell wird der Koop-Modus wohl nicht geändert. Quelle: Koei Tecmo

    Nioh im Test: Das geheime Teehaus (UPDATE)

          

    Ähnlich wie in Bloodborne und Dark Souls 3 könnt ihr euer Koop-Spiel auf Freunde und Bekannte begrenzen, indem ihr ein Passwort festlegt. Und durch zahlreiche Gesten und Verkleidungsoptionen (viele davon zum Freischalten) verständigt man sich ordentlich mit den Besuchern oder Hosts. Ein wichtiger Unterschied zu den From Software-Titeln: Ihr könnt zu jeder Zeit maximal einen Begleiter haben, und es gibt (noch) kein Eid-System, das dem in den Souls-Spielen entspricht. Das kann aber noch kommen, denn im geheimen Teehaus (diesen Ort könnt ihr nicht von Anfang an besuchen, ihr schaltet ihn erst im Laufe des Spiels frei) schließt ihr euch unterschiedlichen Clans an. Davon gibt es jede Menge, und jede Gruppierung bietet andere passive Boni. Habt ihr einen Clan ausgesucht, steigt ihr dort im Rang unter den Mitgliedern, je mehr Ruhm ihr verdient. Das geschieht von ganz alleine, indem ihr Yokai und gefallene, andere menschliche Charaktere besiegt. Team Ninja werden einen PvP-Modus nachreichen (einen Termin für diesen Patch oder DLC gibt es noch nicht), in dem man die Möglichkeit hat, sich zu duellieren. Ob sich die Clan-Mechanik dadurch bemerkenswert ändert, bleibt abzuwarten.

    Nioh im Test: Das Fazit

          


    Umfangreich, manchmal frustrierend, komplex, nicht wunderschön, aber toll gestaltet: Nioh trägt seine Qualitäten, aber auch seine Schwächen von der ersten Minuten an offen am Revers. Selbst nach zig Spielstunden ergeben sich keine schwerwiegenden Verschlechterungen oder Verbesserungen. Dabei bleibt Nioh fordernd, ohne dem Spieler immer nur stärkere Feinde vor die Füße zu werfen. Lediglich auf das überladene Inventar- und Itemsystem reagiert man mit fortschreitender Spielstunde zunehmend gereizter. Wer nicht regelmäßig ausmistet, verliert gnadenlos den Überblick über all den Krimskrams. Die bereits erwähnten japanischen Eigennamen erschweren es, die gesammelten Objekte effektiv zu verwalten, trotz mannigfaltiger Sortierungsoptionen.

    Die Bosse sind eindrucksvoll gestaltet und gehen nicht gerade zimperlich mit euch um. Es gibt monströse Endgegner, aber auch menschliche Widersacher. Die Bosse sind eindrucksvoll gestaltet und gehen nicht gerade zimperlich mit euch um. Es gibt monströse Endgegner, aber auch menschliche Widersacher. Quelle: PC Games Die Story versucht bestmöglich, den Spieler in den Sog eines Epos rund um Liebe, Verrat, Dämonen und Samurai zu ziehen. Durch mangelnde Vorkenntnisse der wohl meisten Konsumenten, was die japanische Sagenwelt und Geschichte betrifft, gelingt das kaum, außerdem wird die Handlung recht zerstückelt präsentiert und schwankt im Tonfall manchmal stark zwischen ernst und albern. Wer eine auf herkömmliche Art erzählte Geschichte kryptischen Andeutungen und Item-Beschreibungen vorzieht, der wird mit Nioh aber glücklicher als mit den Werken von From Software. Einen Charme-Bonus bekommen neben den menschlichen Charakteren auf jeden Fall die Tiergeister, die man mit in den Kampf nimmt.

    Die meiste Zeit bleibt die musikalische Untermalung von Nioh vornehm im Hintergrund. In Bossgefechten trägt das Orchester dann umso dicker auf. In diesen wichtigen Momenten wären mehr unterschiedliche Musikstücke wünschenswert gewesen, eine größere Vielfalt auch bei der Gegnerauswahl hätte das Abenteuer ab dem Mittelpart aufgewertet. Schön: die Bosse sind abwechslungsreich und eindrucksvoll gestaltet.

    Gäbe es kein Dark Souls, Nioh würde garantiert dessen Platz einnehmen als ein modernes Kultspiel. Ein Spiel, dessen Gussform zig weitere Titel in den kommenden Jahren nachzuahmen versuchen. So ist es zwar nicht gekommen und Nioh "nur" ein Spiel in Souls-Tradition, trotzdem geht jede Menge Respekt in Richtung Team Ninja, die nach vielen Jahren endlich wieder ein ungemein rundes, spaßiges und durchdachtes Spiel entwickelt haben, das die Herzen der Rollenspielgemeinde hoffentlich im Sturm erobern wird.

    Nioh (PS4)

    Spielspaß
    87 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Tolles, komplexes Kampfsystem
    Großer Umfang
    Forderndes Spielprinzip
    Interessantes Setting
    Exotische Atmosphäre
    Zig Waffen, Kostüme, Items
    Schönes Design
    Eindrucksvolle Bossgegner
    Clevere Geheimnisse
    Auf Wunsch mit 60 Frames spielen
    Hübsche Charatermodelle
    Schwache Texturen
    Unübersichtliches Inventar
    Item-Flut erschlägt den Spieler
    Mangelnde Gegnervielfalt
    Story reißt nicht mit
    Level wiederholen sich
    Fazit
    Nicht bahnbrechend, aber doch verdammt gut: Nioh kopiert nicht einfach bestehende Konzepte, sondern baut auf den Stärken anderer Serien auf und liefert so ein extrem unterhaltsames Rollenspiel-Erlebnis.

    01:50
    Nioh: Neuer Trailer mit Williams Erzfeind

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    • Es gibt 10 Kommentare zum Artikel

      • Von solidus246 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Agrmpf
        Ich spreche jetzt nur für mich: nicht einmal ansatzweise.

        Für mich persönlich macht die Faszination von Dark Souls und Bloodborne eben nicht nur die Spielmechanik aus und dass man ständig die Hucke voll bekommt, wenn man mal nicht aufpasst. Oder eine interessante…
      • Von RedDragon20 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Agrmpf
        Ich spreche jetzt nur für mich: nicht einmal ansatzweise.

        Für mich persönlich macht die Faszination von Dark Souls und Bloodborne eben nicht nur die Spielmechanik aus und dass man ständig die Hucke voll bekommt, wenn man mal nicht aufpasst. Oder eine interessante…
      • Von moeykaner Erfahrener Benutzer
        Zitat von Agrmpf
        Ich spreche jetzt nur für mich: nicht einmal ansatzweise.

        Für mich persönlich macht die Faszination von Dark Souls und Bloodborne eben nicht nur die Spielmechanik aus und dass man ständig die Hucke voll bekommt, wenn man mal nicht aufpasst. Oder eine interessante…
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1219677
Nioh
Nioh im Test-Tagebuch: Ist das Samurai-Rollenspiel eine echte Konkurrenz für Dark Souls? 
Die Parallelen zwischen Nioh von Team Ninja und der Erfolgsserie Dark Souls von From Software sind nicht zu übersehen. Vermag das Rollenspiel trotzdem eigene Akzente zu setzen? Um dem Umfang und der Komplexität von Nioh gerecht zu werden, präsentieren wir den Test in Tagebuch-Form.
http://www.pcgames.de/Nioh-Spiel-56799/Tests/Review-1219677/
08.02.2017
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2017/02/Nioh-Aufnahmen-Screenshot-2017-02-01-16-58-38-pc-games_b2teaser_169.png
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