Neverwinter Nights: Der Schatten von Underznzit
Vor allem der Schneelandschaft sieht man an, dass die Grafikengine bereits ein Jahr alt ist.
Zu eintönig, zu unpersönlich, zu textlastig -Rollenspieler waren mit Neverwinter Nights nie restlos zufrieden. Die meisten Kritikpunkte bügelt das Add-on Der Schatten von Undernzit aus: Die Story wird durch deutlich kürzere Textfenster erzählt, auf die unwichtigen Seiteninformationen wird verzichtet. Dennoch erschließt sich dem Spieler eine komplette Welt, in der jeder der vergleichsweise wenigen NPCs seine Aufgabe hat und dem Spieler endlich das Gefühl gibt, im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen. Dabei handelt es sich um eine der üblichen Fantasy-Geschichten: Als Zauberlehrling bekommt man den Auftrag, sich in den Ruinen der vor langer Zeit abgestürzten, ehemals fliegenden Magierstadt Undernzit umzusehen. Dabei kommt man unversehens einem Komplott böser Mächte auf die Spur und gerät in die Pflicht, die Welt zu retten.
Wie auch im Hauptprogramm verläuft die Geschichte weitgehend linear und erinnert fast schon an ein Adventure. Dieses Feature wird durch geskriptete Sequenzen noch betont: Beispielsweise steht der Spieler einem Heer von Bogenschützen gegenüber. Anstatt nun im offenen Kampf das Leben zu riskieren, kann er auch die Tür des Schweinestalls öffnen und zusehen, wie die Tiere die Bogenschützen in die Flucht schlagen. Erfahrungspunkte gibt es für beide Herangehensweisen. Das Add-on in Zahlen: 50 zusätzliche Zaubersprüche, 30 neue Talente, fünf Klassen wie zum Beispiel Attentäter und Feuertänzer, 19 weitere Gegnertypen, drei weitere Grafiksets (Wüste, Ruinen, Schnee) und endlich Waffen, die großflächig Feuer, Säure oder Gift verteilen.

