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  • Tipps zu Technik und Kauf von Netzteilen mit Marktübersicht bis 100 Euro

    Noch immer unterschätzen viele, wie wichtig die Investition in ein ordentliches Netzteil ist. Wir geben euch allgemeine Tipps, damit ihr Mehr zum Thema Netzteile erfahrt, und bieten zudem eine Marktübersicht mit empfehlenswerten Netzteilen bis 100 Euro.

    Das Netzteil ist ein wichtiges Bauteil des PCs, in das ihr nicht zu wenig Geld stecken solltet. Denn ein gutes Netzteil kann Strom sparen, ist sehr ausfallsicher und wird euch vor allem für viele Jahre begleiten. Gerade bei Netzteilen zeigt sich oft: wer spart, kauft zwei Mal. Wir erklären euch daher einige Dinge über die Technik von Netzteilen, die euch eine Kaufentscheidung erleichtern, und bieten zudem noch eine Marktübersicht mit Netzteilen bis 100 Euro.

    Effizienz

          

    Vor allem wenn ihr den PC länger am Tag benutzt, spielt die Effizienz eines Netzteiles eine größere Rolle. Die Effizienz gibt euch an, wie viel des aus der Steckdose gezogenen Stroms wirklich im PC ankommt. Denn das Netzteil wandelt die 230 Volt des Steckdosenstroms in die drei für die PC-Komponenten wichtigen Spannungen 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt um. Bei dieser Umwandlung geht auch Energie verloren, und je weniger dabei verloren geht, desto effizienter ist ein Netzteil.

    Be Quiet! System Power 7-SerieBe Quiet! System Power 7-SerieQuelle: Be QuietWir wollen das an einem Beispiel verdeutlichen: wenn die PC-Komponenten effektiv 250 Watt Leistung benötigen und die Effizienz des Netzteiles bei 85 Prozent liegt, dann wird das Netzteil etwa 294 Watt aus der Steckdose ziehen (man teilt einfach die 250 Watt durch 0,85). Bei einer Effizienz von 90 Prozent sind es nur noch 278 Watt. Differenz: 16 Watt. Das ist zwar nicht viel, aber bei drei Stunden täglich kommen pro Jahr schon etwa fünf Euro zusammen. Ein gutes Netzteil nutzt man normalerweise mindestens fünf Jahre, so dass sich durch den Effizienzvorteil schon mehr als 25 Euro Stromersparnis ergeben. Dieses Beispiel ist allerdings vereinfacht, denn Netzteile haben keine konstante Effizienz, sondern die Effizienz hängt von der Netzteil-Auslastung ab. Wenn das Netzteil wenig ausgelastet ist, so ist die Effizienz meist ein wenig schlechter als wenn es gut ausgelastet ist. Das heißt: nehmen wir als Beispiel ein 400-Watt-Netzteil mit einer durchschnittlichen Effizienz von 87 Prozent. Beim Surfen im Internet benötigt ein moderner PC um die 100 Watt, somit wäre das Netzteil nur zu 25 Prozent ausgelastet (100 Watt von 400 Watt sind 25 Prozent) - hier hat das Netzteil vielleicht nur eine Effizienz von 85 Prozent. Beim Gaming mit einer sehr starken Grafikkarte sind es wiederum eher 300 Watt, das Netzteil ist zu 75 Prozent ausgelastet und hat dort vielleicht sogar 90 Prozent Effizienz. Wenn ihr selber berechnen wollt, ob sich der Aufpreis für ein effizienteres Netzteil lohnt, könnt ihr aber ruhigen Gewissens mit dem Durchschnittswert arbeiten - denn nur in sehr seltenen Fällen ist die Effizienz bei wenig Auslastung wirklich deutlich schlechter als bei hoher Auslastung, zudem fällt eine schlechte Effizienz bei geringer Last ohnehin nicht so sehr ins Gewicht, da bei geringer Last so oder so nur wenig Strom verbraucht wird.

    Antec TruePower ClassicAntec TruePower ClassicQuelle: Antec Ausnahme: wer den PC (fast) den ganzen Tag eingeschaltet lässt, der sollte doch die genauen Effizienzwerte zur Hand nehmen. Bei einem kleinen Server-PC, der effektiv vielleicht nur 60 Watt Strom benötigt, machen fünf Prozent Effizienzunterschied etwa 5 Watt Unterschied beim Stromverbrauch aus. Dies hört sich wenig an, macht aber bereits 10 Euro pro Jahr aus, so dass sich der Kauf eines hochwertigeren Netzteils mit guter Effizienz durchaus lohnt, da ihr den PC ja mit Sicherheit einige Jahr nutzen werdet. Übrigens: auf Seite 2, wo ihr auch unsere Marktübersicht findet, haben wir noch ein kurzes Kapitel zum Thema 80 Plus - dies ist ein Label, welches bestimmte Effizienzwerte eines Netzteils garantiert.

    Wie viel Watt, und lohnen sich Markennetzteile?

          

    Beim Kauf eines Netzteiles fragen sich viele: wie viel Watt muss es haben? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab. Ein Faktor ist natürlich die verwendete Hardware, denn beispielsweise eine AMD R9 290 als Grafikkarten benötigt mehr Strom als eine Nvidia GTX 750. Aber selbst wenn man ein bestimmtes fixes Hardware-Setting hat, kommen mehrere Watt-Nennleistungen in Frage. Denn es gibt sehr hochwertige Netzteile von sehr seriösen Produzenten, die in der Praxis mehr leisten als manch ein günstiges Modell eines No-Name-Herstellers mit gleicher Nennleistung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen sind teurere, gute Netzteile oft effizienter, zudem wird bei der Berechnung, wie viel Watt ein Netzteil angeblich leisten kann, bei günstigen Netzteilen gerne übertrieben. Ein 400-Watt-Markenmodell für 50 Euro kann in Wahrheit auch problemlos 450 Watt über längere Zeit erreichen, aber der Hersteller gibt seriöserweise für einen garantierten Dauerbetrieb nur 400 Watt an und beachtet die Combined Power (dazu im nächsten Kapitel mehr) penibel.

    Fractal Design Tesla R2Fractal Design Tesla R2Quelle: Fractal Design Bei einem billigen Modell kann es umgekehrt sein: das mit 600 Watt werbende No-Name-Modell für 40 Euro schafft die 600 Watt vielleicht nur in der Theorie, wenn man alle Maximalwerte der drei Hauptspannungen 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt addiert, aber in Wahrheit schafft es mit Berücksichtigung der Combined Power nur 500 Watt, und stabil über mehr als nur wenige Sekunden vielleicht nur 450 Watt, wobei es mit diesen 450 Watt dank seiner schwachen Effizienz gerade so Hardware-Komponenten versorgen kann, die das 400-Watt-Markenmodell locker bewältigt. Nun könnte man zwar sagen, dass das billige Netzteil immer noch günstiger ist - neben einer besseren Effizienz und somit auch Stromkostenersparnis bringen gute Markenmodelle aber auch hochwertigere und langlebigere Bauteile sowie bessere Schutzfunktionen im Falle von Überspannungen oder Defekten. Daher ist unser Tipp: es muss kein superedles High-End-Netzteil sein, und mehr als 600 Watt sind nur dann nötig, wenn ihr Multi-GPU (mehrere Grafikkarten gleichzeitig im PC) betreiben wollt. Aber ihr solltet ein Markenmodell mit mindestens 450 Watt ab 40 bis 50 Euro anschaffen, die Effizienz sollte dabei bei mindestens bei 85 Prozent liegen. Außerdem achtet darauf, dass zwei PCIexpress-Stromstecker mit 6+2Pins (die Stecker sind je nach Bedarf als 8- oder 6-Pin-Stecker nutzbar) vorhanden sind. Mit so einem Netzteil seid ihr bei PCs mit Intel-CPUs auch für starke Grafikkarten gut gerüstet, da ein solcher PC auch mit starker Grafikkarte nicht mehr als etwa 350 Watt verbrauchen wird. Bei AMD-CPUs solltet ihr 50 bis 100 Watt bei der Nennleistung des Netzteils dazurechnen, da die stärkeren Acht-Kern-CPUs mehr Strom benötigen.

    Combined Power

          

    Anhand der Combined Power können wir auch gut erklären, was ein seriöses Markennetzteil ausmacht. Doch beginnen wir von Anfang an: Netzteile stellen den PC-Komponenten Strom in drei verschiedenen Spannungen zur Verfügung: 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt. Die maximale Gesamtleistung des Netzteils ergibt sich dann zunächst aus der Summe der Watt-Leistung, die diese drei Leistungsschienen jeweils bieten. Bei den Herstellern oder auch in Internetshops findet ihr in der Regel die Amperewerte, die auf den drei Leistungsschienen maximal abgerufen werden können - dadurch lässt sie die jeweilige Watt-Leistung berechnen. Nehmen wir als Beispiel das Be Quiet! System Power 7 mit 400 Watt Nennleistung, dessen genaue Daten hier bei einem Klick auf den Menüpunkt Ausgangsdaten gut sehen könnt: es bietet bis zu 24 Ampere bei 3,3 Volt, 15 Ampere bei 5 Volt sowie zwei 12-Volt-Bereiche mit 24 Ampere für die erste Leitung 12V1 und 20 Ampere für die Leitung 12V2. Rein rechnerisch ergibt sich: 24 Ampere mal 3,3 Volt = 79 Watt. Bei 5 Volt mit 15 Ampere sind es 15 mal 5, also 75 Watt. Für 12 Volt ergeben sich 288 und 240 Watt. Es ergeben sich also in der Summe: 79 Watt plus 75 Watt plus 288 Watt plus 240 Watt, also zusammen 682 Watt. Warum aber vermarktet Be Quiet das Modell dann mit nur 400 Watt? Die Erklärung ist hierbei vor allem die so genannte Combined Power: die beiden 12 Volt-Leitungen haben zwar jeweils für sich mindestens 240 Watt Leistung verfügbar, aber zusammengenommen (also kombiniert = combined) können nicht mehr als 384 Watt erreicht werden. Verbraucht die eine Leitung bereits 200 Watt, dann kann die andere maximal auf 184 Watt kommen. Auch bei 3,3 und 5 Volt gibt es eine Combined Power: zusammen sind es maximal120 Watt, obwohl die Summe beider Maximalwerte bis zu 154 Watt vermuten ließe.

    Modulare Anschlüsse, hier bei einem EVGA SuperNovaModulare Anschlüsse, hier bei einem EVGA SuperNovaQuelle: EVGATrotzdem kommen immer noch über 500 Watt zusammen: 384 Watt plus 120 Watt ergeben schließlich 504 Watt. Da be Quiet! aber zudem - wie auch andere namhafte Hersteller - noch seriöserweise den garantierten Maximalwert für den Dauerbetrieb angibt, wird das Netzteil nur als 400-Watt-Modell vertrieben mit einer Spitzenleistung von 450 Watt, die für kurze Zeit auch erreicht werden kann.

    Modulare Netzteile

          

    Modulare Netzteile sind Netzteile, bei denen ihr die Kabel abstecken könnt, die ihr nicht benötigt. Dies vereinfacht das Kabelmanagement, denn oft sind zwei oder drei vier Kabel mit jeweils bis zu fünf Steckern an einem Netzteil vorhanden, die ihr gar nicht benötigt und trotzdem irgendwie im Gehäuse unterbringen müsst, ohne dass sie die Luftzufuhr negativ beeinflussen. Im Vergleich zu einem ansonsten vergleichbar guten nicht-modularen Netzteil kostet dieses Feature in aller Regel um die 10 bis 30 Euro Aufpreis. Wir meinen: eine lohnenswerte Investition. Aufpassen müssen aber Nutzer von Mini-ITX-Gehäusen, denn die Modularkabel sind dort, wo sie ins Netzteil gesteckt werden, durch ihre Stecker etwas starrer, so dass man sie schlechter zur Seite zwängen kann. Etwa ein bis zwei Zentimeter soltet ihr dann bei der Netzteiltiefe dazurechnen muss - für sehr kleine Gehäuse sind manche modulare Netzteile daher einen Tick zu lang.

    00:53
    Sharkoon Silentstorm SFX Gold: SFX-Netzteil mit Kabelmanagement vorgestellt
    • Es gibt 8 Kommentare zum Artikel

      • Von AC3 Erfahrener Benutzer
        bin bis jetzt auch mit be quiet am besten gefahren.
        erst ein netzteil hops gegangen nach über 5 jahren und das befand sich in einem raum mit sehr starken temperaturschwankungen im winter.

        hab auch mal die günstigsten system power von be quiet verbaut. langzeiterfahrung fehlt zu denen noch. ansonsten sind die vermutlich genauso gut wie die normalen.
      • Von SchumiGSG9 Erfahrener Benutzer
        Mein jetziges aus 2009 hat auch so viel und besser haben und nützen können als später wenn man mal eine 2. Grafikkarte nutzen will das nicht zu können, außerdem wenn es nicht am Limit läuft bleibt es leiser denke ich mir jedenfalls.
      • Von GTAEXTREMFAN Erfahrener Benutzer
        Ich würde mal behaupten dass ein gutes Qualitäts-Netzteil nur unter hoher Last erheblich altert. Im normalen Betrieb Surfen / Idle sollten die Komponenten kaum beansprucht werden, da entsprechende Reserven vorhanden sind. Wer sein Netzteil oft am Limit fährt, sollte tatsächlich über einen Wechsel mit Ende der Garantie in Betracht ziehen.
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Noch immer unterschätzen viele, wie wichtig die Investition in ein ordentliches Netzteil ist. Wir geben euch allgemeine Tipps, damit ihr Mehr zum Thema Netzteile erfahrt, und bieten zudem eine Marktübersicht mit empfehlenswerten Netzteilen bis 100 Euro.
http://www.pcgames.de/Netzteil-Hardware-219902/Specials/Martkuebersicht-und-Tipps-zu-Technik-und-Kauf-1162410/
21.06.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/04/Be_Quiet_Pure_Power_L8-pc-games_b2teaser_169.jpg
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