Need for Speed: The Run im Test - Die negativen Aspekte und die Wertung

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Test The-Khoa Nguyen Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wir haben den Test zu Need for Speed: The Run. Das Electronic Arts-Entwicklerstudio Blackbox aus Kanada möchte klassische NfS-Rennspielaction mit Battlefield 3-Grafik (Frostbite Engine 2.0) und einer packenden Story kombinieren. Während das Rennvergnügen und die Optik größtenteils keine Wünsche übrig lassen, bleibt die Geschichte wortwörtlich auf der Strecke.

Das hat uns nicht an Need for Speed: The Run gefallen

Die Story bleibt auf der Strecke und ist unbefriedigend
Die Story von Need for Speed: The Run beginnt eigentlich vielversprechend. Der Protagonist Jack Rourke ist ein Top-Rennfahrer mit Schulden. Er sitzt im Porsche, mit Panzertape gefesselt und sichtlich mitgenommen von Prügeln. Sein Auto hängt dabei an einem Schrottmagneten, Mafiosi möchten ihn samt Auto in eine Wagenpresse werfen und beseitigen. Via Quicktime-Event befreit ihr euch jedoch aus der miserablen Ausgangsposition und könnt nach einer Verfolgungsjagd mit schwarzen SUVs mit schießwütigen Gangstern flüchten. Anschließend und nahtlos trefft ihr in einem asiatischen Restaurant auf die hübsche Sam Harper, die euch mit einem Rennen quer durch die USA aus der Patsche helfen möchte. Insgesamt winken 25 Millionen US-Dollar, von denen sie Jack zehn Prozent abgeben möchte, falls er gewinnt.

An dieser Stelle möchte man meinen, dass gute Geschichtenerzähler nach und nach Hintergründe und Motivationen beleuchten, damit der Spieler erfährt, wie Jack in seine Lage kam, warum Sam ihm hilft, warum gerade die Mafia hinter ihm her ist und vieles mehr. Pustekuchen! Nach einem Gespräch mit Sam geht es direkt in ein Auto eurer Wahl und das Rennen beginnt in San Francisco. Die Geschichte wird dabei mit Video-Einspielern und "Kurzdialogen" zum Start eines Etappenrennens fortgeführt, die sowohl belanglos als auch wegen der schlechten deutschen Sprachausgabe alles andere als packend umgesetzt wurden. Unser Tipp: Spielt auf Englisch! Belanglos ist das Ganze, da hierbei versäumt wird, echte Charaktere herauszuarbeiten, mit denen man sich identifizieren kann. Wenig packend ist die Sprachausgabe, da die deutschen Sprecher von Sean Faris und Christina Hendricks (die Schauspieler für die Charaktere) lieblos und unmotiviert klingen. Ohne Elan und Selbstbewusstsein Sprüche der Marke Vin Diesel aus dem Kinofilm "Fast and the Furious" zu bringen, wirkt peinlich und unterstützt den unbefriedigenden Story-Part nur noch mehr.

Blackbox versucht zudem während und gegen Ende des "Runs" einzelne Widersacher vorzustellen. Hier kommen nun Minibiografien der Charaktere ins Spiel, die Need for Speed: The Run "mal eben" im Ladescreen anzeigt. Nicht mal zwei oder drei Sätze sollen Beweggründe oder Hintergrundinformationen zu den Gegnern liefern. Selbst dem Top-Kontrahenten an der Spitze wird nicht viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Hier war der "noch dünnere" Story-Rahmen von Need for Speed: Most Wanted deutlich besser umgesetzt. Hier gab es wenigstens Videos mit Sprachausgabe, kleinen Story-Trailern und mehr. Am Ende von The Run gibt es das unbefriedigende Gefühl mit der nervigen Frage: "Was jetzt?"

Nervige, aber zum Glück wenige Quicktime-Events
In Need for Speed: The Run befreit ihr Jack via QTE aus seiner misslichen Lage. Quelle: PC Games In Need for Speed: The Run befreit ihr Jack via QTE aus seiner misslichen Lage. Wer während der E3 2011-Präsentation dachte, Need for Speed: The Run wird durch Quick-Time-Events vorrangig zum interaktiven Film, kann aufatmen. Die Entwickler haben die Sequenzen auf nur drei Abschnitte im Spiel begrenzt, die euch "aus dem Auto steigen" und Actionszenen aus der Third-Person-Sicht erleben lassen. Diese sind teilweise mehrstufig, sorgen aber weder für willkommene Abwechslung noch Pluspunkte für die Story. Vielmehr unterstützen sie den Spielfortschritt und sollen unter anderem eine Begründung dafür liefern, warum ihr irgendwann während dem "Run" mit schnelleren Autos unterwegs seid: Ihr trefft beispielsweise in Las Vegas auf eine Polizeisperre, flüchtet zu Fuß über die Dächer der Stadt und klaut euch anschließend einen neuen Wagen. Zu wenig und sehr unnötig!

Künstliche Intelligenz: Gummiband, Skripts und mehr
Need for Speed: The Run setzt wie Hot Pursuit auf eine Gummiband-KI. In Verfolgungsjagden mit der Polizei oder der Mafia führt diese schnell zu unrealistischen Szenen. Hat man Verfolger beispielsweise ausgebremst und in einen Graben oder in eine Böschung geschubst, dauert es nur wenige Sekunden, bis jene Fahrer wieder an euren Fersen hängen – wohlgemerkt: in Situationen, in denen ihr fast konstant mit 250 bis 300 Km/h auf der Strecke unterwegs seid. Die Gummiband-KI fällt in den puren Rennen allerdings nicht so negativ ins Gewicht wie beispielsweise bei Hot Pursuit. Das liegt allerdings an der Spielmechanik der meisten Events. Meistens überholt ihr Kleingruppen von Gegnern während der Rennen. Hat euch die Gummiband-KI zur ersten Gruppe aufschließen lassen, könnt ihr diese mit wenigen Kniffen zu Crashs verleiten und überholen, bevor es zur nächsten Gruppe weitergeht. Besonders aggressiv oder klug agieren die KI-gesteuerten Fahrer nicht. Das Gummiband ermöglicht während der Kampagne auch das Ausführen vieler Skripts. Seien es Attacken durch Verfolger – just bevor eine Straßensperre vor euch auftaucht oder Zivilverkehr euren Weg kreuzt. Hier sorgen viele vorgefertigte Situationen für negative "Überraschungen" auf der Strecke. Spätestens bei einem neuen Versuch oder Reset stellt ihr fest, dass ihr Abschnitte lediglich auswendig lernen müsst, um als erster Fahrer durchs Etappenziel zu düsen.

Automatische Reset-Funktion
Die Reset-Funktion ist an sich nicht schlecht. Allerdings sorgt ein viel zu restriktives, automatisches Auslösen für eine Menge Ärger. In manchen Gebieten laden langgezogene Kurven beispielsweise zu Drift-Experimenten ein. Während man in anderen Rennspielen den ganzen Platz ausnutzen kann, nach einem Fehlversuch einfach von selbst wieder auf die Strecke fahren darf und in manchen Situationen die eine oder andere Abkürzung findet, verbietet und nimmt euch "The Run" die Freude am Ausprobieren. Die Reset-Funktion schmeißt euch zurück zum zuletzt passierten Kontrollpunkt und zwingt euch zum fehlerfreien Fahren auf der dafür vorgesehenen Strecke. Abschalten lässt sich das Feature nicht.

Umfang (#2): zu wenige verschiedene Spielmodi; keine Motivation, Wagen mit schwerem Handling auszuprobieren
Anfangs entscheidet ihr euch für einen von fünf Wagen, von denen zwei der Limited Edition vorbehalten sind. Quelle: PC Games Anfangs entscheidet ihr euch für einen von fünf Wagen, von denen zwei der Limited Edition vorbehalten sind. Während ihr euch sowohl im "Run" als auch in den Challenges über zahlenmäßig sehr viele Events mit unterschiedlichen Settings freuen dürft, stellt ihr bereits nach kurzer Spielzeit fest, dass es an Spielmodi deutlich zu wenige gibt. Der Story-Part begnügt sich vorrangig mit Sprintrennen, in denen ihr abschnittsweise 6, 8 oder 10 Kontrahenten bis zum Ende des Events überholen müsst. Ab und zu sorgt hier die Polizei für zusätzliche Spannung. Dazu kommen Zeitrennen, in denen ihr mit knapp bemessener Zeit mehrere Checkpoints durchfahren müsst. Dazu gesellen sich noch ein Kampfmodus, in dem ihr einen Gegner pro Kontrollpunkt-Abschnitt hinter euch lassen müsst, und ein Überlebensmodus, in dem ihr vor der Polizei flüchtet. Dabei ist allerdings ein Fluchtweg durch Begrenzungen fest vorgegeben. In den Challenges kommen noch Variationen und Kombinationen der genannten Modi hinzu. Es bleibt letztendlich aber zu wenig. Ein Freie Fahrt-Modus durch die schön gestalteten Städte, Rundkurse oder richtige Rennstrecken (von denen gibt es quer durch die USA immerhin einige) wären beispielsweise nette Extras gewesen.

Ein weiterer Faktor betrifft zudem noch die Autos. The Run gibt euch vor, mit welchen Wagen ihr fahren müsst. Dabei steht euch an drei Stellen während des "Runs" jeweils eine kleine Auswahl an passenden Boliden zur Verfügung. Diese unterscheiden sich jeweils im Handling, von leicht bis schwer. Allerdings ist die Geschwindigkeit der zur Auswahl stehenden Boliden immer recht ähnlich. Es gibt keinen Grund, warum man sich also für ein schwerer zu fahrendes Auto entscheiden sollte. Man hat dadurch fast keine Vorteile, ganz im Gegenteil.

Grafik (#2) und Technik: Trotz Frostbite Engine 2.0 einige Flops
Gameplay-Grafik aus Need for Speed: The Run. Frostbite Engine 2.0 in Bestform? Fehlanzeige! Quelle: PC Games Gameplay-Grafik aus Need for Speed: The Run. Frostbite Engine 2.0 in Bestform? Fehlanzeige! Während Strecken und Autos in den Events sowie Gesichter in den Story-Sequenzen meist sehr detailliert und schön gestaltet sind, finden sich beim Rest der Grafik einige Enttäuschungen. In Crash-Sequenzen entdeckt man beispielsweise eine pure schwarze Texturmatte als "Gestaltung" des Unterbaus für die Fahrzeuge. Sieht man in anderen Einspielern das Innenleben von Autos, findet man matschige Texturen und wenige Details vor. In Sachen Technik hätten wir uns zudem mehr gewünscht. DICE hat gezeigt, was bei Battlefield 3 mit der Frostbite Engine 2.0 auf dem PC möglich ist. Stattdessen müssen wir PC-Spieler mit maximal 30 FPS ohne richtige Kantenglättung leben. Im Menü gibt es dafür keine Einstellungen. Versucht man AA im Treiber zu forcieren, leidet die Performance und es gibt – zumindest in der Testversion – Abstürze, wohlgemerkt: bei fast nicht sichtbaren Verbesserungen bei der Treppchenbildung.

Bildergalerie

Wertung zu Need for Speed: The Run (PC)

Wertung:

8.0 /10
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  1. Seite 1 Need for Speed: The Run im Test - Einleitung, Infos zu Kopierschutz und Systemanforderungen
  2. Seite 2 Need for Speed: The Run im Test - Die positiven Aspekte
  3. Seite 3 Need for Speed: The Run im Test - Die negativen Aspekte und die Wertung
    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MartinJRR NPC
        Nicht nur das schlechteste NFD aller Zeiten
        Um es vorweg zu nehmen - Nur drei Dinge können in diesem Spiel überzeugen: Die Grafik, der Sound und die Musik. Mal ehrlich - wer will bescheuerte "Wer drück als erstes X, A oder Y" Geschicklichkeitstest spielen, wenn er Need For Speed kauft? NIEMAND. EA, werdet doch einfach eine Filmproduktionsfirma - dann würden wir Spieler wenigsten vor bescheuerten und aufgezwungenen Macho und Dummbrot Stories verschont bleiben. Was sich anfangs sehr reitzvoll anhört ... nämlich ein Rennen durch die USA ... stellt sich als enttäuschend umgesetzt dar. Ein hektisch aneinander gereihtes abklappern von Etappen, auf deren spuren man dumme HipHop-Gangster und billige Strichmädchen, die auf wundersame Weise an aufgemotzte Autos gekommen sind besiegen muss ... Leute, wir schreiben das Jahr 2012 ... es wird Zeit, sich mal etwas neues und wirklich spielbares einfallen zu lassen, anstatt Spieler und Kunden mit einen Game zu verarschen, welches letzlich nur nervt. Auch wenn Grafik, Sound und Musik spitze sind, reicht dies nicht aus, um bei Käufern und Spielern zu punkten.
      • Von MartinJRR NPC
        Nicht nur das schlechteste NFD aller Zeiten
        Um es vorweg zu nehmen - Nur drei Dinge können in diesem Spiel überzeugen: Die Grafik, der Sound und die Musik. Mal ehrlich - wer will bescheuerte "Wer drück als erstes X, A oder Y" Geschicklichkeitstest spielen, wenn er Need For Speed kauft? NIEMAND. EA, werdet doch einfach eine Filmproduktionsfirma - dann würden wir Spieler wenigsten vor bescheuerten und aufgezwungenen Macho und Dummbrot Stories verschont bleiben. Was sich anfangs sehr reitzvoll anhört ... nämlich ein Rennen durch die USA ... stellt sich als enttäuschend umgesetzt dar. Ein hektisch aneinander gereihtes abklappern von Etappen, auf deren spuren man dumme HipHop-Gangster und billige Strichmädchen, die auf wundersame Weise an aufgemotzte Autos gekommen sind besiegen muss ... Leute, wir schreiben das Jahr 2012 ... es wird Zeit, sich mal etwas neues und wirklich spielbares einfallen zu lassen, anstatt Spieler und Kunden mit einen Game zu verarschen, welches letzlich nur nervt. Auch wenn Grafik, Sound und Musik spitze sind, reicht dies nicht aus, um bei Käufern und Spielern zu punkten.
      • Von ALEmaNIA Mitglied
        Need for Speed The RUN ist das schlechteste Need for Speed was ich je gezockt habe! Das ist so verdammt unlogisch das man schon wieder lachen muss. An alle die sich das Spiel noch kaufen wollen: Kauft euch das nicht das ist der größte SCHEIß
      • Von UthaSnake Spiele-Enthusiast/in
        die story ist wirklich nicht so Bombe, aber dafür bringen die Rennen Spaß (und um ehrlich zu sein, ist die "The Run"-Story genau so langweilig wie die von Underground 1, 2, Undercover oder Most Wanted. ;)

        In meinen Augen war NFS noch nie ne Spielreihe die eine packende Story zu bieten hatte (aber deswegen spiel ich sie auch nicht, sondern wegen der Rennen!).

        Die freigespielten Challanges machen hingegen viel Spaß!!!
        Der größte Kritikpunkt ist bei mir nicht die Story sondern die Hardwareanforderung!
        Und an alle Originhasser....pech gehabt :P
      • Von 2000WATTS NPC
        Mit dem Logitech G27 macht das GAME unglaublich Spass. Spiele jeden Tag.
      • Von veryoldman NPC
        Grafik und Sound super,tolle Autos viel speed aber das wars dann schon. Kaufen würde ich es nicht wieder,rausgeschmissenens Geld.Kann nur dank dieser nervenden Originsoftware aktiviert werden und das jedesmal wenn das Spiel neu gestartet werden soll. (PC-Game). Schierigkeitsgrade leicht, normal schwer und extrem täuschen nur über die Tatsache hinweg das die Software lernfähig ist und sich wenn zu früh die gegner überholt werden der Gegenverkehr massiv aufgebauscht wird und Leitplanken welche vorher duraus Höchstgeschwindigkeit standhalten plötzlich nachgeben auch wir die Lenkung beinträchtigt.
        Der größte Schrott ist das Ende der Story letze Etappe man fährt diesem bescheuerten Chicagotyp hinterher und hat keine Chance er gibt alles vor. Ob fahren in den Gegenverkehr oder der unausweichliche U-Bahntunnel. Fährt man diesem Typ mit 93Km/h hinterher wartet er auch noch wie langweilig spätetens hier juckt die Stelle schmerzlich wo sonst die Geldbörse sitzt.
        Für Cheat-Nutzer also Warmduscher ist zur Eingabe eine Option eingerichtet, na toll.
        Alles in allem ist es ein Spiel was man duraus in zweiStunden durchgespiet hat und das wars.
        Mein Urteil ein schnell langweilig werdendes Spiel, kann man sich sparen.
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