Need for Speed Shift im Test: Ein überaus gelungener Neustart der Serie
In der Cockpit-Ansicht überzeugt der Sound. In der Außenkamera klingt er weniger gut.
Ihr Abschneiden wird natürlich in erster Linie von Ihren fahrbaren Untersätzen geprägt. Ihnen steht aber nicht sofort ein riesiger Fuhrpark zur Verfügung, sondern Sie müssen sich die Fahrzeuge erst nach und nach mit virtuellen Dollars verdienen. Über 70 Modelle namhafter Hersteller stehen im Laufe der Karriere zur Auswahl und alle Flitzer weisen auf der Strecke unterschiedliche Fahreigenschaften auf. Mehr denn je in einem Need for Speed-Spiel müssen Sie feinfühlig beschleunigen und bremsen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Drücken Sie zu sehr aufs Gas, drehen die Reifen Ihres Flitzers durch. Bremsen Sie zu stark, verlieren Sie wertvolle Sekunden. Die KI der Gegner agiert nämlich schon ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad sehr authentisch. Die CPU-Fahrer nutzen Ihre Fahrfehler eiskalt aus und folgen realistisch der Ideallinie. Außerdem blocken Ihre virtuellen Gegner häufig Ihre Überholmanöver und beharken sich auch untereinander.
Beim Test von Need for Speed Shift kam es kaum zu Rucklern.
Deftige Ruckler waren lange Zeit eine der negativen Begleiterscheinungen der Serie. Doch siehe da, die Entwickler konnten dieses Manko in Need for Speed Shift beheben. Nur äußerst selten kam während unseres Tests die Bildrate ins Stocken und wenn, dann kaum spürbar. Sämtliche Fahrzeugmodelle, Strecken sowie Licht- und Schatteneffekte sehen noch dazu richtig klasse aus. Etwas enttäuscht waren wir über das Schadensmodell in der Testversion. Dieses ist zwar nicht schlecht, gefiel uns aber in der Vorabversion besser. Kratzer und Beulen wirkten da noch echter. Immerhin gibt es das Schadensmodell in zwei Varianten. Entweder leidet nach einem Unfall nur das Aussehen des Fahrzeugs oder auch dessen Fahrtüchtigkeit. Nach einem zu heftigen Unfall verzieht es schon mal die Spur ihres fahrbaren Untersatzes. Weniger schön in grafischer Hinsicht: Die Lichtverhältnisse ähneln sich in sämtlichen Rennen sehr stark und verschiedene Witterungsbedingungen gibt es auch nicht. Es mag realistisch sein, dass Motorsport-Veranstaltung eher tagsüber und nicht bei Regen stattfinden. In einem Spiel dürfte es aber etwas abwechslungsreicher zur Sache gehen. Fast nichts zu kritisieren gibt es an der Sounduntermalung. Lediglich die Motorensounds klingen in der Außenansicht blechern. In der Cockpit-Perspektive brummt es dafür umso authentischer.
Tipp: Die Versionen für PS3 und Xbox 360 von Need for Speed Shift testen unsere Kollegen von Videogameszone.de.
- Schlagwörter:
- , need for speed shift

