Feedback-Ergebnis: Need for Speed: Hot Pursuit 2
In Need for Speed: Hot Pursuit 2 ist die Polizei allgegenwärtig.
Lange Zeit war Need for Speed der Inbegriff für actionreiche Autorennen auf dem PC. EAs sechste Ausgabe der Serie verwirrt die Käuferschar aber mit der Abwesenheit vieler längst ans Herz gewachsener Features. So fehlt der Karrieremodus ebenso wie ein Schadensmodell, Handel und Tuning sind nicht mehr möglich und sogar auf einfache Nachtfahrten wurde verzichtet. Dennoch ist Need for Speed: Hot Pursuit 2 ein sehr gut fahrbares Rennspiel - aber ist es gut genug, um den Preis von 50 Euro zu rechtfertigen? Die PC-Games-Leser haben ihr Urteil gefällt.
Fragen an den Need-for-Speed-Profi
PC Games: Was hältst du persönlich von Need for Speed: Hot Pursuit 2?
Steffen Behn (betreut die Fansite nd4spd.de): "Von der Vollversion von NfS: HP 2 war ich zunächst positiv überrascht. Das Geschwindigkeitsgefühl ist super geworden, auch der Sound hat sich erheblich verbessert. Im Großen und Ganzen ein rundes Paket. Nach und nach waren dann aber die ersten Missstände erkennbar. Cockpitperspektive, Nachtfahrten und Wettereffekte - all dies sucht man vergeblich. Auffallend negativ ist meinem Erachten nach EAs Drang zum absoluten Arcade-Racer. Wo bleibt die Realität, wenn die Polizei mit explodierenden Fässern nach einem wirft?"
PC Games: Wie ist NfS 6 in der Need-for-Speed-Community aufgenommen worden?
Behn: "Das Feedback war eher durchwachsen. Die alteingesessenen Fans waren größtenteils enttäuscht. Wieder hatte EA nicht berücksichtigt, dass der Erfolg von Need for Speed: Brennender Asphalt durch die zahlreichen User-Add-ons begünstigt wurde. Vielmehr wurde den Modifikationen für NfS: Hot Pursuit 2 ein Riegel vorgeschoben, indem man verschlüsselte Dateiformate verwendet hat. Durchweg positiv war jedoch das Feedback zur Grafik sowie zum absolut schnellen Geschwindigkeitsgefühl. In einem Punkt waren sich die Fans jedoch einig: EA hat hier nicht etwa ein schlechtes Spiel abgeliefert, sondern vielmehr eine unfertige Version publiziert."
PC Games: Welche Veränderungen gegenüber den Vorgängern haben dir besonders gefallen beziehungsweise missfallen?
Behn: "Die Grafik ist eine Sache, die sich glücklicherweise stark verbessert hat. Strecken und Umgebung sind nun wieder farbiger und lebendiger als bei Need for Speed: Porsche. Leider fehlt aber der Splitscreen-Modus. Viele Fahrer vermissen den Nervenkitzel, der nur dann aufkommt, wenn der "Gegner" direkt neben einem am selben PC sitzt. Außerdem kommt die Frage auf, ob nicht noch genug Zeit war, Wettereffekte und Nachtfahrten zu implementieren."
PC Games: Was hätte man besser machen müssen?
Behn: "Man hätte sich schlicht und einfach mehr Zeit lassen sollen. Dann hätten so unnötige Fehler wie der, dass bei Besitzern aktueller Ati- Grafikkarten keine Texturen angezeigt oder aktuelle Lenkräder nicht hinreichend unterstützt wurden, nicht passieren müssen. Außerdem hätten dann vielleicht absolut wichtige Features in das Spiel einfließen können, ohne die ein Stück weit Need for Speed-Feeling verloren geht, wie zum Beispiel der Splitscreen-Modus und der Cop-Modus im Multiplayer. Zu bemerken wäre auch noch der eher schlecht ausgefallene Cop-Modus im Singleplayer."

