Typischer Myst-Klon im Horror-Ambiente.
Die Welt von Necronomicon bevölkern allerlei seltsame (und schlecht animierte) Gestalten.
Was haben wir denn hier? Ein Render-Adventure. Wie originell. Und die Handlung inspiriert vom Grusel-Altmeister H. P. Lovecraft? Muss von Cryo sein. Nein, Moment, die Entwickler heißen Wanadoo, kommen aber immerhin aus Frankreich. Nun ja. Ansonsten aber gleicht Necronomicon den Genre-Kollegen aus dem Hause Cryo wie ein Myst-Klon dem anderen. Sie erforschen hübsch gerenderte 360-Grad-Schauplätze, führen Dialoge mit weniger hübschen Plastik-Männchen und lösen Standard-Rätsel der Marke "suche Bildschirm nach Schlüssel für Tür ab". Immerhin verbreiten die Optik und die akustische Untermalung gepflegten Horror, und auch die Hintergrundstory könnte Genrefans für die rund 25 Spielstunden bei der Stange halten, wenn sie nicht vorher wegen des eintönigen Spielablaufs einnicken. Ein Lovecraft-Roman besitzt deutlich mehr unterhalterischen Nährwert als Necronomicon.

