Napoleon: Total War Vorschau: Details zur Kampagnen-KI und der Story
Kavallerie ist nach wie vor ein probates Mittel, um die gegnerische Infanterie aufzumischen.
Die Geschichte Napoleons ist spannend, keine Frage. Genau deshalb versuchen die Entwickler von Creative Assembley, so viel Erzählung wie möglich in Napoleon: Total War zu pressen. Ähnliches, wenn auch auf viel niedrigerem Niveau, kennen Sie schon aus Empire: Total War, in dem vier Kampagnen die Geschichte Amerikas bis zur Unabhängigkeit erzählten. In Napoleon soll die Karriere des Feldherrn im Mittelpunkt stehen und mit Mitteln wie Zwischensequenzen, gerenderten Filmen oder Textfenstern erklärt werden. Bei einem Strategiespiel ist eine brillant geschilderte Geschichte sicherlich nicht einfach einzubauen. Leicht haben es sich die Entwickler der Serie aber noch nie gemacht.
Um auch die KI für die neuen Schlachten fit zu machen, haben die Entwickler ein wenig gewerkelt. Der normalen Kampagnen-KI wurde nun ein sogenannter Kampagnen-Manager unterstellt, der den Zügen und Aktionen der einzelnen Fraktionen mehr Tiefe verleihen soll. So denkt, bildlich gesprochen, eine Nation nicht mehr: "Ich bin eine Nation", sondern eben: "Ich bin Österreich, deshalb verhalte ich mich entsprechend." Eine französische KI agiert also ausgesprochen aggressiv.
Nebenbei haben die Entwickler ihr Meisterwerk Empire nicht vergessen. In einem Gespräch erzählte uns Creative Assembly-Mitarbeiter Kieran Bridgen von den Erfahrungen mit Steam, den Problemen vieler Spieler und der kommenden Mehrspielerkampagne. Die soll, von Fans schon seit Jahren gefordert, nun endlich auf einem guten Weg sein. Mehr dazu erfahren Sie im Interview mit Kieran Bridgen in der PC Games 10/09 auf Seite 33.
Mit Napoleon zeigen die englischen Entwickler erneut, wie viel Arbeit und Detailverliebtheit sie in ihr Spiel stecken. Wie es mit der Serie weitergeht, steht noch nicht fest. Der Erste Weltkrieg fällt laut Creative Director Mike Simpson aber schon mal weg. Zum einen war dieses Ereignis zu schrecklich, zum anderen passt es schlicht nicht ins Konzept spektakulärer Massenschlachten. Das wird viele Fans sicher freuen, denn ein Total War-Spiel braucht Kavallerie, Schwerter, Kanonen und nun auch Napoleon. Das Add-on wird übrigens eigenständig laufen, Empire: Total War benötigen Sie also nicht, um die Schlachten des Feldherren zu erleben.
Weitere Informationen, Screenshots und Eindrücke zu Napoleon: Total War erhalten Sie in der seit dieser Woche am Kiosk liegenden PC Games 10/09.


Wenn es so ordentlich wie Empire wird, dann habe ich da aber gar keine Befürchtungen.