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  • Murdered: Soul Suspect im Test mit Video: Anspruchsloser Mystery-Krimi

    Der untote Ronan und die junge Joy jagen gemeinsam den berüchtigten Glockenmörder. (PC) Quelle: PC Games

    Murdered: Soul Suspect im Test - Die Entwickler von Airtight Games hatten eine gute Idee: Als frisch verstorbener Geisterdetektiv sollen wir das nächtliche Salem erkunden, um unseren eigenen Mörder zur Strecke zu bringen. Leider entpuppt sich das Adventure als fade Gruselei, die uns anstelle ordentlicher Rätsel vor allem öde Sammelaufgaben und nervige Kämpfe vorsetzt.

    Gute Einfälle sollte man loben. Ganz besonders wenn jemand versucht, ein originelles Adventure-Spiel zu zaubern, das auch mal ohne Geballer und Anabolika-Helden auskommt. Darum gehört dem Entwicklerteam bei Airtight Games beherzt auf die Schulter geklopft: Murdered: Soul Suspect ist der lobenswerte Versuch, einen spannenden Mystery-Thriller abseits vom Massenmarkt auf die Beine zu stellen. Leider bleibt bei aller Erzählfreude das Gameplay auf der Strecke – denn spielerisch bietet Murdered wenig mehr als lineare Sammelaufgaben.

    Ruheloser Geisterdetektiv

    Es läuft nicht gut für Ronan, den Helden des Spiels: Beim Versuch den berüchtigten Glockenmörder zu verhaften, segnet der sonst so lässige Detektiv das Zeitliche. Frisch verstorben muss Ronan nun ein Dasein als ruheloser Geist fristen – ins endgültige Jenseits darf er nämlich erst, wenn er den maskierten Killer dingfest gemacht hat.

    Ronan trifft ein junges Opfer des Glockenmörders. In Rückblenden erlebt er die grausamen Morde noch einmal - zum Glück verzichten die Entwickler hier auf übertriebene Gewaltdarstellung. (PC) Ronan trifft ein junges Opfer des Glockenmörders. In Rückblenden erlebt er die grausamen Morde noch einmal - zum Glück verzichten die Entwickler hier auf übertriebene Gewaltdarstellung. (PC) Quelle: PC Games Murdered spielt in der US-Stadt Salem, die Gruselfans vor allem für die grausamen Hexenprozesse bekannt sein dürften, die im 17. Jahrhundert tatsächlich stattgefunden haben. An diesem Ort nimmt Ronan nun die Fährte des Glockenmörders auf. Als Geist ist Ronan für Lebende unsichtbar, außerdem kann er gängigen Klischees folgend auch beliebig durch Wände marschieren. Ausnahmen von dieser Regel bilden blau schimmernde Objekte und Wände, denn die gelten in Salem als gesegnet, was sie für Untote unpassierbar macht. Diese Einschränkung nutzen die Entwickler allerdings meist nur als Levelbegrenzung und nicht etwa für kreatives Aufgabendesign – knifflige Rätsel, in denen Ronan auf kreative Weise einen Weg finden muss, sind selten. Selbst als Ronan im späteren Spielverlauf lernt, sich über kurze Distanzen zu teleportieren, genügt es in den meisten Fällen, einfach stur von A nach B zu laufen.

    Unterstützung einer Lebenden

    Da Ronan keine Objekte greifen oder Türen öffnen kann, bekommt er mit Joy eine interessante Partnerin zur Seite gestellt: Die junge Frau kann Ronans Geistergestalt sehen und hören – und da Joy ebenfalls auf der Abschussliste des Glockenmörders steht, beschließt der rebellische Teenager, dem Detektiv unter die Arme zu greifen. Spielerisch bleibt allerdings auch hier viel Potenzial ungenutzt. Wenn die beiden als Team arbeiten müssen, bedeutet das meistens nur, dass Ronan für Joy den Weg freiräumt: Auf der Polizeiwache muss Ronan beispielsweise seine Kollegen mit klingelnden Telefonen ablenken, während Joy derweil ungesehen zum Raumausgang huschen kann. Fehler kann man dabei nicht machen, unsere Partnerin sucht sich ihren Weg immerzu selbst und kann auch nicht erwischt werden – richtig spannend sind diese Abschnitte daher nie.

    Sammelmarathon statt clverer Detektivarbeit

    Adventure-Profis sollten ihre Erwartungen zügeln: Ronans Ermittlungsarbeit besteht vor allem darin, an bestimmten Locations eine fest vorgeschriebene Anzahl an Hinweisen anzuschauen. Danach hat er wenig mehr zu tun, als aus diesen gesammelten Eindrücken die wichtigsten Indizien auszuwählen. Dabei gibt es stets nur einen Lösungsweg und Fehler bringen auch keinerlei Nachteile mit sich. Die Handlung verläuft streng linear und Entscheidungsmomente wie beispielsweise in Heavy Rain oder Beyond (beide PS3) gibt es auch nicht.

    Auch abseits der Hauptgeschichte sind die Levels vollgestopft mit Sammelbarem. Dutzende Zeitungsschnipsel, geisterhafte Erinnerungen und Briefe liefern mehr Hintergründe zu Salems düstererer Geschichte, zum Glockenmörder und zu Ronans trauriger Vergangenheit. Das sorgt zwar für ein Plus an Atmosphäre, bringt das Gameplay aber nicht weiter: Egal ob man nun 15 versteckte Benzinkanister in einem der Levels entdeckt oder nicht, spielerisch bringt das keinen Vorteil, es wird nur ein kurzer Monolog freigeschaltet, der etwas Hintergrundgeschichte liefert. Nach einer Weile ist uns darum schlicht die Lust vergangen, nach den ganzen Story-Fetzen zu suchen – es fühlte sich einfach wie Spielzeitstreckung an.

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    Murdered: Soul Suspect im Video-Test - Enttäuschende Mörderjagd
    Spielecover zu Murdered: Soul Suspect
    Murdered: Soul Suspect
  • Murdered: Soul Suspect
    Murdered: Soul Suspect
    Publisher
    Square Enix
    Developer
    Square Enix
    Release
    06.06.2014
    Es gibt 9 Kommentare zum Artikel
    Von MichaelG
    Schade. Und schon wirds maximal als Sale gekauft.
    Von Kaisan
    Für 10-15 Euro würde ich durchaus zuschlagen - wenn ich meine Erwartungen ein wenig herunterschraube, dürfte ich…
    Von golani79
    Hehe .. ich weiß - Spiele wie Tomb Raider & Co. würde ich dann aber eher als Action-Adventures bezeichnen.

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    • Es gibt 9 Kommentare zum Artikel

      • Von MichaelG Erfahrener Benutzer
        Schade. Und schon wirds maximal als Sale gekauft.
      • Von Kaisan Erfahrener Benutzer
        Zitat von sauerlandboy79
        Ich hab schon gute Key-Angebote gesehen. Kommst schon für knapp 14 Euro ans Spiel. ;)
        Für 10-15 Euro würde ich durchaus zuschlagen - wenn ich meine Erwartungen ein wenig herunterschraube, dürfte ich durchaus meinen Spaß mit Murdered: Soul Suspect haben, wenn die…
      • Von golani79 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Enisra
        Ansich fallen unter Adventure so Titel wie Monkey Island, aber auch so Sachen wie Tomb Raider und ich denke das hier eher der zweite Fall gemeint ist
        Hehe .. ich weiß - Spiele wie Tomb Raider & Co. würde ich dann aber eher als Action-Adventures bezeichnen.
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Murdered: Soul Suspect
Test - Fade Mörderhatz im Jenseits - mit Video
Murdered: Soul Suspect im Test - Die Entwickler von Airtight Games hatten eine gute Idee: Als frisch verstorbener Geisterdetektiv sollen wir das nächtliche Salem erkunden, um unseren eigenen Mörder zur Strecke zu bringen. Leider entpuppt sich das Adventure als fade Gruselei, die uns anstelle ordentlicher Rätsel vor allem öde Sammelaufgaben und nervige Kämpfe vorsetzt.
http://www.pcgames.de/Murdered-Soul-Suspect-Spiel-2581/Tests/Murdered-Soul-Suspect-im-Test-1123831/
06.06.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/06/X_Murdered-034-pc-games_b2teaser_169.jpg
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