MUD TV im Test: Altbackene WiSim oder gute Mad-TV-Hommage?
Im Studio dürfen Sie zusehen, wie Ihre Mitarbeiter Meisterwerke der Filmkunst erschaffen.
Das Entwicklerstudio Realmforge schafft mit M.U.D. TV das, woran das deutsche Fernsehen seit Jahren scheitert: Anspruch und Unterhaltung sinnvoll zu vermischen. Die Wirtschaftssimulation ist so witzig wie das Vorbild Mad TV und bietet ordentlich Spieltiefe. Lediglich bei Übersichtlichkeit und Interface haben die Entwickler geschlampt. Als Senderchef ist es bei M.U.D. TV Ihre Aufgabe, den täglichen Fernsehwahnsinn zu dirigieren. Jeden Morgen steigen Sie dafür in den Aufzug und fahren in den Keller hinunter, wo Filmverleih und Werbebüro sitzen. Sie kaufen Filme, Serien oder Shows und fügen diese bequem per Drag & Drop in Ihren Programmplan ein. Damit Geld in die Kassen kommt, müssen Sie die Reklame den richtigen Programmen zuordnen. Die dafür wichtigen Zielgruppen wie Hausfrauen oder Yuppies zeigt das Spiel als farbige, kleine Symbole an. Mit dem erwirtschafteten Geld kaufen Sie neue Sendungen, erhöhen den Senderradius oder bauen Ihr Büro aus. Auf Ihrem Stockwerk dürfen Sie nämlich schalten und walten, wie Sie wollen.
So ziehen Sie nach und nach Studios, Kantinen und Großraumbüros hoch und stellen neue Mitarbeiter ein. Ihre Arbeitskräfte haben sechs Eigenschaften wie Charisma oder Kreativität und eignen sich deshalb für die verschiedenen Jobs wie Regisseur oder Schauspieler unterschiedlich gut. Das System funktioniert, einmal durch das passable, dreistufige Tutorial erklärt, ohne Probleme. Und so drehen Sie schon bald eigene Filme und Shows.
Dazu lassen Sie ein Konzept von Drehbuchautoren entwickeln und ziehen dann das Skript, den Regisseur und die Schauspieler einfach ins Studio. In den nächsten Minuten sehen Sie dann zu, wie sich Ihre Mannen abmühen. Alternativ können Sie mit dem Editor auch selbst Filme und Schauspieler erstellen. Die Studioausstattung und das Gebaren der Akteure richten sich sowohl nach der Qualität des Skripts als auch nach dem Genre. Bei Abenteuerfilmen kraxeln Held und Heldin durch düstere Gemäuer, bei Liebesfilmen hören Sie die Betten quietschen.
Apropos hören: Die Comicfiguren mit den riesigen Köpfen brabbeln ein lustiges, Sims-ähnliches Kauderwelsch vor sich hin. Untermalt wird die TV-Posse übrigens von richtig cooler Funk-Musik. Zudem präsentiert sich M.U.D. TV mit beißendem Humor. Da gibt es Filmtitel wie „Nolan der Barbier“ und ein Werbepartner namens Really Bad Games hat ein Logo, das dem von Realmforge frappierend ähnelt. Die Kampagne erzählt die abgedrehte Geschichte um den verrückten Senderboss Matt jedoch lediglich in kommentierten Standbildern.


Theoretisch ein sehr gutes game nur leider getruebt von fehlern.
Leider gibt es ein speicherleck problem wo das spiel nach einer gewissen zeit abstuerzen laesst.da die programmierer bis einschliesslich patch1.7 das problem nicht beseitigen konnten, bitte ich um eine abwertung des titels.
Ein unfertiges produkt mit 78 % zu bewerten scheint mir eindeutig zu hoch.
da das entwickler team eher in den sinn gekommen ist ne xxl demo zu bringen anstatt das speicherleck zu beseitigen, grenzt das schon an bodenloser frechheit.
mfg
Ich habs eben bei meinem Kumpel gesehen und es macht wirklich Spaß und es hat wohl auch eine etwas höhrere Motivationskurve als die meisten anderen Wirtschaftssimulationen, die meist langweilige werden, wenn man alles einmal gebaut hat...
Klar, grafisch ist es nun nicht der Renner, aber man sieht ja immer wieder hier in der Community wie groß der Hunger auf Wirtschaftssimulationen ist. Grade in den letzten Jahren wurden diese Art Spiele ja immer weniger und immer mehr zu Casual Games (Simcity Societies gruselt mich noch heute)
Onan, der Barbier ist für mich etwas befremdlich.
ja kann man gibt zb beispiel schon ein Quentin Tarantino Filmpaket mit 26 echten schauspielern
http://forum.kalypsomedia...
dazu muss man einfach im freien spiel den haken bei "eigene inhalte" markieren