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  • Der komplette Zweiradsport in einer Schachtel

    Das Trial ist der anspruchsvollste und gleichzeitig einer der kurzweiligsten Spielmodi in Moto Racer 3. Das Trial ist der anspruchsvollste und gleichzeitig einer der kurzweiligsten Spielmodi in Moto Racer 3. Die Moto-Racer-Serie hat sich im Laufe ihrer Geschichte stark gewandelt. War der erste Teil mit seinen Mann-gegen-Mann-Asphaltrennen noch eine Art Need for Speed auf zwei Rädern, so ist der dritte Teil ein Streifzug durch fast alle Sportarten, die mit motorisierten Zweirädern zu tun haben. Zum Einfahren bietet sich der "Tempo" genannte Rennmodus an, in dem 15 Fahrer auf Strecken wie dem Sachsenring um die Wette fahren. Sogleich zeigt sich, dass Moto Racer 3 keinerlei Ambitionen hat, eine Simulation zu sein: Ein Nitro-Booster sorgt für atemberaubende Beschleunigungen, die Konkurrenten schubsen sich gerne gegenseitig von der Fahrbahn und ein Schadensmodell sucht man vergebens. Dementsprechend leicht fällt der Einstieg. Schon nach wenigen Minuten beherrscht man sein 250- oder 500ccm-Bike und kann die unglaublichsten Rundenzeiten auf den Asphalt legen. Jedenfalls, solange man nicht dem Geschwindigkeitsrausch verfällt: Dank der tiefergelegten Kamera und "schnell aussehenden" Texturen wird dem Spieler der Eindruck einer viel zu hohen Geschwindigkeit quasi aufgezwängt - wer da nervös wird, riskiert schnell einen Ausritt ins Kiesbett.
    Mit von der Partie sind auch die Supercross- und Motocross-Rennen. Auch hier dienten real existierende Streckenaufbauten - zum Beispiel aus dem Pariser Stade de France - als Vorbild. Elf Computergegner konkurrieren mit dem Spieler auf den engen Lehmpisten um den Sieg und haben dabei gute Chancen. Denn welche der zahlreichen Kameraperspektiven man auch wählt, man kann nie in enge Kurven hineinsehen. Da bleibt nichts anderes übrig, als die Verläufe der insgesamt drei Cross-Strecken auswendig zu lernen. Auch die weiche Federung macht dem Fahrer zu schaffen: Wer gefühllos Vollgas gibt und nicht mit Körpereinsatz seine Maschine auf den welligen Boden drückt, der zeigt zwar unfreiwilligerweise sehenswerte Sprünge, seine Konkurrenten werden ihm aber bald davonfahren. Um dies zu vermeiden, verlagert man sein Gewicht auf Vorder- oder Hinterrad, wozu man am Besten den Joystick nutzt; für das Zusammenpressen beider Federbeine (um Buckel auszugleichen oder höhere Sprünge zu machen) muss man die Tastatur bemühen.
    Leider kann man die Tastatur- und Joystick-Belegung nicht verändern, was vor allem im Freestyle-Modus sehr ärgerlich ist. Denn hier löst man mit konsolenspielartigen Tastenkombinationen die einzelnen Stunts aus, was mit einem Joystick schlichtweg unmöglich ist. Einen Vergleich mit Motocross Madness 2 könnte der Freestyle-Modus von Moto Racer 3 ohnehin nicht bestehen: Sowohl die Kontrolle über den aktuellen Sprung als auch die Kameraperspektive und das Fahrgefühl reichen an das Niveau vergleichbarer Funsport-Simulationen wie Tony Hawk"sPro Skater oder Dave Mirra Freestyle BMX bei weitem nicht heran.
    Die Kamera ist auch das größte Ärgernis beim Trial. Bei diesem Hindernisparcours muss man unter Zeitdruck die abartigsten Hindernisse überwinden, wozu man natürlich wissen müsste, wo man nach einem Sprung landet. Aber selbst, wenn man die Kamera wild kreisen lässt, sind nicht alle Bereiche der Strecke einsehbar - blindes Fahren ist also angesagt. Davon abgesehen ist das Trial ein sehr unterhaltsames Geschicklichkeitsspiel, bei dem es analog zum Cross-Rennen auf den Körpereinsatz und gefühlvolles Gasgeben ankommt.
    Das Highlight einer jeden Folge der Moto-Racer-Serie sind die Straßenrennen. Mit eindeutig zu hohen Geschwindigkeiten fährt man mit einem selbstmörderischen Konkurrenten durch Paris zur Mittagszeit. Zahllose Autos bevölkern die ohnehin recht engen Straßen, so dass man sich todesmutig durch den Verkehr schlängeln muss. Auch hier schafft es Moto Racer 3, durch das einfache Fahrmodell, geeignete Grafiken und Kameraperspektiven, jede Menge Fahrspaß und Tempogefühl zu erzeugen.
    So sehr Moto Racer 3 spielerisch auch überzeugt, technisch ist es nur Durchschnittsware. Die Grafiken können auf leistungsfähigen Rechnern durchaus gefallen, akustisch erinnern die Wettkämpfe aber eher an Mofarennen. Weitaus schlimmer aber ist, dass weder die Grafikauflösung noch die Bedienung verändert werden können. Gleichzeitig den Joystick und ca. 15 teils weit auseinander liegende Tasten zu bedienen, ist für ein Motorrad-Rennspiel einfach nicht angebracht.

    Bildergalerie: Moto Racer 3
    Bild 1-3
    Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (5 Bilder)

    Moto Racer 3 (PC)

    Spielspaß
    82 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Moto Racer 3
    Moto Racer 3
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Delphine Software
    Release
    20.12.2008
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von gracjanski Erfahrener Benutzer
        Aud der Demo konnte ich alles mögliche einstellen, selbt die Bedienung
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13749
Moto Racer 3
Der komplette Zweiradsport in einer Schachtel
http://www.pcgames.de/Moto-Racer-3-Spiel-23855/Tests/Der-komplette-Zweiradsport-in-einer-Schachtel-13749/
29.12.2001
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2001/11/10911trial2.jpg
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