Solides Rennspiel zwischen Simulation und Arcade
Die Cockpit- und Helmkameras bieten nur wenig Sicht, dafür vermitteln sie viel Gefühl für das Bike.
Die aufregendsten Motorräder der Welt will Moto GP simulieren, die schnellsten Motoren und die dicksten Reifen. Aber bereits bei der "Simulation" straft das Spiel seine Werbung Lügen: Schon nach wenigen Runden auf den zehn aus dem Motorradweltcup bekannten Strecken ist klar, dass die Entwickler ihr Augenmerk vor allem auf Spaß gesetzt haben. So fahren sich die Rennstrecken durch unrealistisch große Kurvenradien weitaus einfacher und harmonischer als ihre realen Vorbilder, und die Fahrleistungen der Bikes unterscheiden sich streng genommen viel zu sehr voneinander, als dass sie in der gleichen Liga fahren könnten.
Das recht einfache Fahrmodell geht sofort ins Blut, auch wenn die Motorräder allesamt zu träge auf Lenk- und Bremsbefehle reagieren. Ein in vier Kapitel aufgeteilter Trainingsmodus hilft dabei, sich an das Verhalten der Maschinen zu gewöhnen, außerdem verdient man hier rollenspielartige Attributspunkte: Nach jeder abgeschlossenen Trainingseinheit kann man seine simulierten Lenk-, Brems-, Höchstgeschwindigkeit- und Beschleunigungsfähigkeiten verbessern, was wiederum das Handling im Meisterschaftsmodus vereinfacht. Zusätzlich bietet Moto GP einen Zeitfahr- und einen Arcademodus. Letzterer belohnt Überholvorgänge, Drifts und Wheelies mit Extrapunkten, mit denen anschließend neue Strecken, Bikes und Outfits freigeschaltet werden können.
