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  • Motel

    Filmkenner wissen: Abgelegene Motels können gefährlich werden. Quelle: Sony Pictures

    Filmkenner wissen: Abgelegene Motels können gefährlich werden. Filmkenner wissen: Abgelegene Motels können gefährlich werden. Quelle: Sony Pictures Ein stinknormales Pärchen fährt nachts auf einer dunklen Waldstraße. Sie ahnen schon, welcher Satz bald kommen wird: "Schatz, wir haben uns verfahren!". Wenn im Kino diese Worte fallen, dann ist klar: Hier bahnt sich eine böse Überraschung an! Vom rechten Weg abkommen - dieses Erzählmotiv führte bereits beim Grimm'schen Rotkäppchen zum Aufeinandertreffen mit dem bösen Wolf. In Hitchcocks Psycho nahm Janet Leigh die falsche Abzweigung und landete im Schauerschuppen von Norman Bates. Und beim Texas Chainsaw Massacre bezahlten Hippies mit dem Leben, weil sie die Straßenkarte nicht sorgfältig genug studiert hatten.

    Auch Regisseur Nimród Antal bedient sich in seinem Hollywood-Debüt der Metapher vom verirrten Gutmenschen. Wobei es sich im Fall von David Fox (Luke Wilson) und seiner Gattin Amy (Kate Beckinsale) um Eheleute handelt, deren Lage schon verfahren ist, bevor sie mit dem Auto auf Abwege geraten: Denn bei den beiden kriselt es gewaltig! So tobt auch prompt der Ehekrach, als David zugibt, dass er sich verirrt hat und obendrein der Wagen seinen Dienst quittiert. Notgedrungen quartieren sich die Streithähne in einem alten Motel ein. Dort hätte sie bereits ein Blick auf die ausgestopften Vögel an der Rezeption (eine Referenz an Psycho) warnen sollen: In dieser Herberge regiert der Wahnsinn! Das merken die beiden jedoch erst, als David im schäbigen Hotelzimmer eine VHS-Kassette findet. Das Band zeigt einen Snuff-Film, in dem maskierte Männer die Bewohner eines Motelzimmers abschlachten. Entsetzt stellt David fest: Das im Film gezeigte Zimmer ist derselbe Raum, in dem er und Amy einquartiert sind! Als wenig später unheimliche Klopfgeräusche ertönen, ist den beiden klar: Auch sie stehen auf der Besetzungsliste der mörderischen Snuff-Film-Macher. Prompt beginnt auf dem verlassenen Motelgelände eine gnadenlose Hatz!

    Luke Wilson und Kate Beckinsale zeigen bei ihrer Flucht vor den blutrünstigen Psychofilmern vollen Einsatz. Panisch klettern sie durch Fenster und geheime Gänge, verstecken sich auf Dachböden und kämpfen um ihr Leben. Im Angesicht der tödlichen Gefahr erleben sie - wenn auch unfreiwillig - eine Läuterung: Vom genervten Ehepaar mutieren sie zum eingeschworenen Team und finden somit also wieder auf den rechten Weg zurück. Interessant an Nimród Antals Inszenierung ist: Der Film ist relativ unblutig und bietet eher selten echte Bibber-Schockmomente. Trotzdem macht er richtig Spaß! Denn Antal weiß, wie man mit Bildern Spannung schafft. Jeder Frame hat Atmosphäre; noch dazu gibt's zahlreiche Zitate, von Hitchcock zu bis zum Horror-Trash der 70er Jahre. Ehe man sich's versieht, sind die knackigen 85 Minuten Spielfilmzeit auch schon vorbei - und man war bestens unterhalten!
    (Dörte Langwald)

    Widescreen-Wertung
     

    Action
     
    Spannung
     
    Emotion
     
    Humor
     
    Erotik
     
    Anspruch
     
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Fazit
    Stilvoll inszenierter Thriller mit vielen Filmzitaten.
  • Motel
    Motel
    Kinostart
    02.08.2007
    Film-Wertung:
     
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16.07.2007
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