Notch vs. Bethesda: Quake 3-Match als Schlichtungsangebot im Scrolls-Streit "keine gute Wahl", keine Angst vor gerichtlicher Auseinandersetzung
Die drohende juristische Auseinandersetzung zwischen Bethesda und Mojang erfüllt einmal mehr das Klischee vom großen und (vermeintlich) bösen Major-Publisher gegen das (nicht mehr ganz so) kleine, (vermeintlich) sympathische Indie-Studio. (13)
Vor kurzem wurde bekannt, dass Bethesda Softworks rechtliche Schritte gegen Markus 'Notch' Persson oder besser gesagt dessen Entwickler-Studio Mojang erwägt. Grund ist das Spiel Scrolls, an dem der Minecraft-Schöpfer zur Zeit arbeitet. Bethesda sieht sich durch die Namensähnlichkeit zur hauseigenen The Elder Scrolls-Reihe in seinen Rechten verletzt. In einer ersten Reaktion schlug Notch vor, die Scrolls-Affäre mit einem Quake 3-Match aus der Welt zu schaffen. In der Zwischenzeit dämmerte es dem Schweden nun aber offenbar, dass diese Wahl nicht unbedingt die allerschlaueste, im O-Ton spricht er von "a poor choice", gewesen sein könnte. Der, eigentlich auf der Hand liegende, Grund: Quake 3 stammt von id Software und id Software ist seit einiger Zeit eine Tochterfirma eben von Bethesda.
Für den Fall, dass es tatsächlich zu dem Online-Showdown kommen sollte, "müssten wir wohl den Namen [von Scrolls, Anm.] ändern", so Notch. Sollte Bethesda allerdings ablehnen und es tatsächlich zu einer Auseinandersetzung vor Gericht kommen, würde er aber "so lange kämpfen, wie es sein muss." Die Forderung auf Namensänderung sei eine Art von "Etikettenschwindel". Bethesda selbst hätte mehrere Titel im Angebot, in deren Namen auch ein Substantiv auftauche, das bereits von anderen Spielen verwendet werden würde. Als Beispiel nennt Notch den kommenden id-Shooter Rage und auf der anderen Seite Segas Beat'em'Up-Reihe Streets of Rage. Ausgestanden ist der Konflikt Mojang vs. Bethesda also definitiv noch nicht. Wir halten euch auf dem Laufenden.
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Das sind aber sog. Wort-Bild Marken. Das Wort alleine lässt sich nicht schützen.