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  • Might & Magic Heroes 7: im Test - Bugs sorgen für Frust

    Might & Magic Heroes 7 im Test Quelle: PC Games

    Damit hätten wir nicht gerechnet: Der siebte Teil der Might & Magic Heroes-Reihe beschert uns zum Release leider - wie schon der Vorgänger - diverse Bugs. Warum das Spiel trotzdem viel Potenzial hat, verraten wir euch in unserem Test.

    Might & Magic: Heroes 7 im Test: Nachdem unser Ersteindruck vom siebten Heroes durchweg positiv war, hatten wir zunehmend Probleme mit unserer Review-Fassung der rundenbasierten Fantasy-Strategie. Bugs und andere Fehler führten sogar dazu, dass wir die Kampagne nicht beenden konnten und die Performance auf etwas älteren Test-PCs nicht ganz optimal war. Mit dem Patch auf die Version 1.1 wurden zwar einige Bugs aus Might & Magic: Heroes 7 entfernt, aber ärgerlicherweise konnten wir unsere gespeicherten Spielstände nicht mehr laden. Daher mussten wir die Kampagne neu anfangen und liefern unseren Test nun rund eine Woche nach Release nach.

    Might & Magic Heroes 7 im Test

          

    Alte Liebe rostet nicht: Bei der Entwicklung von Might & Magic: Heroes 7 scheint das verantwortliche Studio vor allem mit diesem - zugegebenermaßen etwas abgehalfterten - Sprichwort im Sinn ans Werk gegangen zu sein. Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Statt revolutionären Erneuerungen erwartet uns im nunmehr siebten Teil der Rundenstrategie-Serie einfach viel mehr von Altbekanntem - und "viel mehr" ist hier fast schon eine Untertreibung. Wer folglich die große Liebe von einstmals in einer komplett neuen Form erleben oder erst jetzt mit den märchenhaften Zeitfressern loslegen möchte, ist beim neuesten Ableger ziemlich fehl am Platz. Letztere vor allem deshalb, weil es kein Tutorial für Neueinsteiger gibt. Stattdessen handelt es sich bei Might & Magic: Heroes 7 um einen Nachfolger im frischen Grafikgewand, jedoch mit all den bekannten Stärken und leider auch den üblichen Schwächen der Serie. Das dürfte - natürlich bis auf die Schwächen - aus der Sicht vieler erfahrener Heroes-Spieler genau das sein, worauf man sich freut. Offensichtlich möchte Ubisoft mit dem neuesten Teil vor allem die treuen Fans der Reihe bedienen.

    01:33
    Might & Magic Heroes 7: Launch-Trailer zum Strategiespiel

    Alles wie gehabt

          

    Laut dem in der Nähe von Frankfurt ansässigen Studio Limbic Entertainment hat man sich bei der Entwicklung von Heroes 7 vor allem an den an den beiden beliebtesten Teilen der Fantasy-Strategiereihe orientiert, sprich an Might & Magic: Heroes 3 und 5. Aber auch Spieler, die zuletzt vor zwanzig Jahren mit dem ersten Heroes das Vergnügen hatten, werden sich im siebten Teil fast sofort wohlfühlen. Das liegt daran, dass sich an der grundlegenden Spielmechanik so gut wie nichts verändert hat: Wieder ziehen wir unsere tapferen Helden Runde für Runde über große, kunterbunte Karten, erobern Städte, sammeln fleißig Ressourcen, bauen unsere Armeen auf und sehen zu, dass die Haudegen mit der Zeit reich an Erfahrungspunkten werden. Sobald es zu einem Gefecht kommt, wechselt das Spiel zu einer Schachbrettschlacht, in der wir unsere Einheiten rundenbasiert zum Sieg führen müssen. Diese Mischung funktioniert noch heute gut, auch wenn die einzelnen Spielelemente vielleicht nicht die Komplexität von anderen rundenbasierten Strategiespielen wie etwa Civilization oder Battle Worlds: Kronos erreichen.

    Die Neuerungen, die Limbic Entertainment dem neuesten Teil Might & Magic Heroes 7 beschert hat, fallen daher auch relativ marginal aus. So können nun zum Beispiel Brücken auf- und abgebaut werden; und in den Schlachten spielt es eine Rolle, von welcher Seite man die Feinde angreift - Dinge, die man schnell erlernt hat und das Spielgeschehen kaum beeinflussen. So schnell man sich als Serienfan mit der altbekannten Spielmechanik und den wenigen Neuerungen vertraut gemacht hat, so tief sitzt dann auch anfangs die Nadel, die einem nächtelang an den heimischen Bildschirm bannt. Denn das ziemlich simple und etwas angestaubt wirkende Spielprinzip der Reihe hat noch heute eine beinah magische Sogwirkung, die wir am Ende nur schwer erklären können. Zum Teil liegt die Faszination wohl daran, dass man stets kleine Aufgaben zu erfüllen hat und man diese noch eben schnell vor dem Beenden des Spiels erledigen möchte. Zum anderen stellt die klischeehafte, aber gut durchdachten Fantasy-Welt mit ihren märchenhaften Helden und Geschichten einen großen Motivationsfaktor dar.

    Märchenhafte Handlung

          

    In der Kampagen schlüpfen wir in die Häute berühmtet Helden des Might&Magic-Universums. In der Kampagen schlüpfen wir in die Häute berühmtet Helden des Might&Magic-Universums. Quelle: PC Games Die Handlung von Might & Magic: Hereos 7 macht hier keine Ausnahme und knüpft an die Ereignisse des Vorgängers an, sprich der Ermordung der Imperatorin und dem darauf folgenden Bürgerkrieg. In insgesamt sieben, etwa acht Stunden langen, Einzelkampagnen gilt es nun Fürst Iwan dabei zu beraten, ob er sein Königreich aufteilen sollte oder nicht. Dafür schlüpfen wir in die Rollen von sechs unterschiedlichen Helden, die das Schicksal großer Fantasy-Völker wie Orks, Greifen, Untoten oder Zauberer geprägt haben. Jede der Einzelkampagnen erzählt eine komplett eigene Geschichte, die Fürst Iwan bei seinen zukünftigen Entscheidungen als gutes Beispiel dienen soll. So erfahren wir zum Beispiel aufseiten der Orks, wie ihre mutige Anführerin Imani die Grünhäute aus den Fängen der Sklaventreiber-Magier in die Freiheit führte oder wie der Hochmut eines Greifenfürsten fast ein ganzes Geschlecht zu Fall brachte. Sobald zwei der Kampagnen abgeschlossen sind, darf man sich selbst als Fürst Iwan um die Zukunft des Reiches kümmern. Von der Inszenierung der Story waren wir sehr angetan. Sie ist in jeder Kampagne sehr liebevoll gestaltet und punktet neben einigen lustigen Dialogen mit einer passenden deutschen Vertonung.

    Abwechslungsreich

          

    Auch was die Gestaltung der Missionen angeht, kann man sich in Heroes 7 kaum über mangelnde Abwechslung beklagen. In einem Auftrag müssen zum Beispiel die Orks aus der Wüste führen und dabei anfangs schnell vorgehen, da uns jede Runde Kreaturen aufgrund von Nahrunsgsmittel- und Wasserknappheit verloren gehen. Erst im letzten Drittel der Karte erobern wir dann eine Stadt und bekommen genügend Zeit, um Ressourcen zu sammeln und so die eigene Armee zu verstärken. In einer anderen Mission können wir uns ganz klassisch schon zu Beginn viel mehr Zeit lassen und langsam eine Armee aufbauen, mit der wir einen Kontrahenten innerhalb unserer Fraktion ausschalten können. Bei anderen Aufträgen stehen uns hingegen nur wenige Truppen zur Verfügung und wir müssen eher mit den Heldenfähigkeiten unserer Charaktere die Schlachten gewinnen. Insgesamt kann man sagen, dass keine der 26 Kampagnenmissionen der anderen gleicht - und das ist etwas, das nur wenige ähnlich umfangreiche Strategiespiele bieten können.

    39:36
    Might & Magic: Heroes 7 im Let's Play Video - So gut ist die neue Rundenstrategie

    Trial & Error

          

    Ein wenig schade ist aber, dass man in den Aufträgen nicht immer erfährt, was man tun sollte, um eine Mission abzuschließen. So haben wir im ersten Kapitel der Ork-Kampagne zum Beispiel vergeblich unter Zeitdruck nach einem Hinweis gesucht, wie man eine große Statue zu Fall bringen kann, damit die Heldin mit ihrer Armee einen Fluss überqueren kann. Nur durch Zufall hatten wir dann im dritten Versuch gefangen genommene Harpyen befreit, die das Bauwerk umstürzen konnten. Oft ist es in den Missionen zudem so, dass man mehrere Anläufe braucht, weil man zuerst wichtige Punkte auf der Karte ausfindig machen muss, die einem beim Absolvieren eines Auftrags helfen. Natürlich ist es nicht nötig, dass die Entwickler uns mit einem roten Pfeil auf wichtige Missionsziele hinweisen, aber klare Auftragsbeschreibungen wären unserer Meinung nach in der einen oder anderen Mission vonnöten gewesen.

    Ärgerliche Bugs

          

    Als wirklich gelungen kann man das Missionsdesign von Might & Magic Heroes 7 schon aufgrund des gelegentlichen Trial&Error-Prinzips nicht bezeichnen. Doch das eigentliche Problem der Kampagnenlevels sind wieder einmal schwerwiegendem Bugs. Ärgerlich waren vor allem solche Programmierfehler, die dazu führten, dass bestimmte Skript-Ereignisse in den Aufträgen nicht ausgelöst wurden und wir deshalb die Mission nicht abschließen konnten. In der Greifen-Kampagne hätten wir etwa gegen einen Feuerdämon kämpfen müssen, um aus einem Dungeon zu entkommen. Doch das Gefechtsereignis wurde nicht ausgelöst. Unser Held blieb so für immer und ewig in dem Verließ verschollen. Auf der letzten Karte der Ork-Kampagne stand hingegen in einem Dungeon statt einer Treppe ein Schiff, wodurch wir nicht in die Oberwelt gelangten und so die Mission nach rund einer Stunde Spielzeit von vorne beginnen durften. Mit ähnlichen Fehlern hatten wir auch in den anderen Kampagnen zu kämpfen und mussten deshalb recht viele Missionen immer wieder neu starten.

    Aufgrund von Bugs konnten wir einige Missionen nicht beenden. Hier hätte zum Beispiel statt dem Schiff eine Treppe stehen müssen, damit unser Held die Unterwelt hätte verlassen können. Aufgrund von Bugs konnten wir einige Missionen nicht beenden. Hier hätte zum Beispiel statt dem Schiff eine Treppe stehen müssen, damit unser Held die Unterwelt hätte verlassen können. Quelle: PC Games

    Fast noch ärgerlicher war, dass der zum Testzeitpunkt aktuellste Patch auf die Versionsnummer 1.1 zwar einige der Bugs behoben hat, aber unsere gespeicherten Spielstände mit der neuen Fassung nicht mehr kompatibel waren. Da die Missionen oft mehrere Stunden in Anspruch nehmen, sank unsere Motivation zum Weiterspielen wie die Titanic nach ihrer Begegnung mit dem Eisberg. Wenn wir nicht den Anspruch gehabt hätten, das Spiel für den Test komplett durchzuspielen, sprich nur zum Vergnügen gespielt hätten, wären wir mit der aktuellen Version trotz unserer anfänglichen Euphorie ziemlich sicher nicht mal über die ersten Kampagnenmissionen hinaus gekommen.

    In der Theorie gut

          

    So lässt sich nur festhalten, dass Limbic Entertainment zwar die Mischung aus einerseits relativ skriptlastigen Aufträgen und andererseits dem Gefühl, ganz nach Belieben in den Missionen vorgehen zu dürfen, in der Theorie gut gelungen ist. Doch in der Praxis scheitert die Ausführung vorerst noch an höchstärgerlichen Bugs. Ob sich die Fehler - wie etwa beim Vorgänger - nach etlichen Updates zum größten Teil in Luft auflösen, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt schwer sagen. Für einen Titel, den man in die Ladenregale stellt, sind die aktuellen Bugs jedenfalls eine echte Zumutung und auch für hartgesottene Fans der Serie ein guter Grund, mit dem Kauf von Might & Magic Heroes 7 lieber noch eine Weile zu warten.

    Obendrein hat sich der Fehlerteufel nicht nur in die Kampagnenmissionen eingeschlichen, das gesamte Spiel ist je nach Hardware anfällig für gelegentliche Abstürze und unerklärliche Performance-Einbrüche. Mit unseren Top-Testrechnern blieben zum Beispiel die Ruckler aufgrund der leistungsstarken Prozessoren und High-End-Grafikkarten aus, jedoch konnte das Spiel nicht immer reibungslos gestartet werden. Auf unseren schwächeren Test-PCs gab es hingegen neben den Performance-Einbußen und Abstürzen obendrein vermehrt die beschriebenen Skript-Bugs, die sich aber nach einem Neustart der Mission nicht wiederholten.

    In den Belagerungsschlachten müssen die Mauern vor dem Erstürmen mit Katapulten und anderen Kriegsmaschinen zerstört werden. In den Belagerungsschlachten müssen die Mauern vor dem Erstürmen mit Katapulten und anderen Kriegsmaschinen zerstört werden. Quelle: PC Games

    Bitte schleunigst nachbessern!

          

    Insgesamt konnten wir das Gefühl nicht loswerden, dass der Entwickler aus welchen Gründen auch immer das Spiel hausintern nur unzureichend auf Fehler und Kompatibilitätsprobleme überprüft hat. Das ist wirklich schade, da es sich bei Might & Magic: Heroes 7 eigentlich um einen würdigen Nachfolger mit einem riesigen Umfang handelt und es dank einem beigefügten Map-Editor auch in Zukunft an neuen, kostenlosen Inhalten nicht mangeln dürfte. Doch in der jetzigen Form können wir das neueste Heroes nicht weiterempfehlen. Am Ende bleibt uns nur die Hoffnung, dass Limbic Entertainment zügig die schwerwiegendsten Bugs behebt.

    Might & Magic: Heroes 7 - Test-Fazit

          


    Might & Magic Heroes 7 (PC)

    Spielspaß
    70 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Liebevolle grafische Umsetzung
    Trotz kaum veränderter Spielmechanik weiterhin sehr motivierend
    Abwechslungsreiche Missionen
    Leicht zu bedienender Karten-Editor
    Spielbare Fraktionen unterscheiden sich relativ stark
    Diverse Bugs sorgen dafür, dass man viele Kampagnenmissionen nicht beenden kann
    Spielstände nach Update nicht mehr verwendbar
    Nur wenige echte Neuerungen gegenüber dem Vorgängern
    Kein Tutorial für Neueinsteiger
    Missionsziele in der Kampagne nicht immer eindeutig

  • Might & Magic Heroes 7
    Might & Magic Heroes 7
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    2015
    Es gibt 14 Kommentare zum Artikel
    Von schmoki
    Patch ist soeben live gegangen (1,9gb). Mal schauen was er so gebraucht hat 
    Von michinebel
    Zum Glück war keine Anno aus dem Hause BlueByte Mainz (Related Designs) groß verbuggt deswegen bin guter Hoffnung.Wie…
    Von shaboo
    Erst mal Danke für den Test, die klaren Worte zu den Bugs und die Konsequenz, das auch wirklich mit einer deutlichen…

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    • Es gibt 14 Kommentare zum Artikel

      • Von schmoki Erfahrener Benutzer
        Patch ist soeben live gegangen (1,9gb). Mal schauen was er so gebraucht hat 
      • Von michinebel Erfahrener Benutzer
        Zitat von Shadow_Man
        Also ein halbes Jahr bis Jahr warten, bis das Spiel fertig gepatcht ist?
        Zum Glück war keine Anno aus dem Hause BlueByte Mainz (Related Designs) groß verbuggt deswegen bin guter Hoffnung.

        Wie shaboo schon schrieb scheint es ja Tradition bei Ubisoft zu sein HoMM vebuggt rauszubringen egal welche Studio es entwickelt.
        Ich hoff für alle Käufer das bald Patches geliefert werden die die schlimmsten Bugs beseitigen.
      • Von shaboo Erfahrener Benutzer
        Erst mal Danke für den Test, die klaren Worte zu den Bugs und die Konsequenz, das auch wirklich mit einer deutlichen Abwertung zu quittieren!

        Wie Orzhov bereits sagt: Business as usual im Hause Ubisoft. Man braucht nur mal einen Blick zurück zu werfen: Schon HoMM 5 hatte zahlreiche Patches und auch für ein…
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Might & Magic Heroes 7
Might & Magic Heroes 7: im Test - Bugs sorgen für Frust
Damit hätten wir nicht gerechnet: Der siebte Teil der Might & Magic Heroes-Reihe beschert uns zum Release leider - wie schon der Vorgänger - diverse Bugs. Warum das Spiel trotzdem viel Potenzial hat, verraten wir euch in unserem Test.
http://www.pcgames.de/Might-und-Magic-Heroes-7-Spiel-54751/Tests/im-Test-Bugs-sorgen-fuer-Frust-1174153/
12.10.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/10/MightundMagic_Heroes_7_3-pc-games-pc-games_b2teaser_169.jpg
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